Herman Melville: Immer wenn ich merke, daß ich um den Mund herum grimmig werde; immer wenn in meiner Seele nasser, niesliger November herrscht; immer wenn ich merke, daß ich vor Sarglagern stehenbleibe und jedem Leichenzug hinterhertrotte, der mir begegnet; und besonders immer dann, wenn meine schwarze Galle so sehr überhandnimmt, daß nur starke moralische Grundsätze mich davon abhalten können, mit Vorsatz auf die Straße zu treten und den Leuten mit Bedacht die Hüte vom Kopf zu hauen – dann ist es höchste Zeit für mich, so bald ich kann auf See zu kommen. Das ist mein Ersatz für Pistole und Kugel. Mit einer stoischen Sentenz stürzt Cato sich in sein Schwert; ich gehe still an Bord. Daran ist nichts Überraschendes. Von Zeit zu Zeit hegen fast alle Menschen, ob sie’s wissen oder nicht, in etwa dieselben Gefühle für das Weltmeer wie ich.” – Moby Dick
Zettel 645
2. März 2026 von ralphbutler
Veröffentlicht in Geschichte, Literatur, Partikel, Persona | Verschlagwortet mit Autor, Herman Melville, Literatur, Moby Dick, Psychologie, schwarze Galle, Zettel | 3 Kommentare
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Eine gute Strategie! Herzensdank für dieses Zitat!
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Immer gerne. Melville steht bei mir wegen seiner Sprache ganz oben. Bayern 2, in Person von Klaus Buhlert, vertonte Moby Dick ganz hervoragend …
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Oder Bartleby https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:2bb209f82424954e/
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