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Posts Tagged ‘Zygmunt Bauman’

Zygmunt Bauman zeichnet in seinem posthum erschienenen Buch ein düsteres Bild von unserer Gegenwart: Die Menschen seien von der Globalisierung überfordert, glaubten nicht an eine bessere Zukunft und wendeten sich deshalb einer angeblich besseren Vergangenheit zu.

Eine der hervorstechendsten Eigenschaften des Baumanschen Denkens war wohl sein ungetrübter Blick auf die menschliche Natur und ihre Widersprüchlichkeit. Geprägt ist dieses Denken durch Zygmunt Baumans Erfahrungen mit den Totalitarismen des 20. Jahrhunderts, die er als polnischer Jude aus nächster Nähe erlebt und erlitten hatte. So war für ihn insbesondere der Holocaust niemals nur ein Ausrutscher der Moderne, wie er in der zeitgenössischen Fortschrittserzählung immer noch gern gedeutet wird, sondern ein Ausdruck der ihr innewohnenden Ambivalenz.

Technikgläubigkeit und Rationalität hatten ihre dunkle Kehrseite in Reinheitsstreben, Abgrenzung und Allmachtsphantasien… – DLF

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„Retrotopia“ von Zygmunt Bauman

Wenn es eine spezielle Autorität der „letzten Worte“ gibt – wie groß sind dann die Zuschreibungen an das letzte Buch eines bedeutenden Autors? Das letzte Buch des britisch-polnischen Soziologen und Philosophen Zygmunt Bauman interveniert in aktuelle Konstellationen ohne sie zu benennen: Was haben der Brexit, Donald Trumps „America first“, die Finanzkrise und der Widerstand gegen Zuwanderung gemeinsam? Und wie ist überhaupt die allgemeine Befindlichkeit angesichts unleugbarer Umgestaltungen? – Ö1

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Zygmunt Bauman – Alte und neue Gewalt

In den Vereinigten Staaten von Amerika gehört der Kampf gegen den
Terrorismus im In- und Ausland zu den Hauptbeschäftigungen der
Zentralregierung. Er schafft die Rechtfertigung dafür, einen stetig ansteigenden
Anteil des Nationaleinkommens in die Budgets von Polizei
und Streitkräften einzuspeisen. „Terrorismus“ ist zum Schlagwort geworden,
das jedes Mal in Erinnerung gerufen wird, wenn die Marines
oder die Bomberpiloten auf eine neue Mission geschickt werden, wenn
eine neue Serie intelligenter Raketen gestartet wird oder wenn den
Einwohnern der Innenstädte neue und härtere Restriktionen auferlegt
werden. Der Begriff des „Terrorismus“ kommt besonders dann gut zupass,
wenn irgendjemand irgendwo der Unterdrückung bewaffneten
Widerstand leisten will, vor allem, wenn sich der Widerstand gegen
Regierungen richtet, die schon vor langer Zeit ihren Widerstand gegen
das amerikanische „Globalisierungsprogramm“ des Freihandels und der
offenen Grenzen aufgegeben haben.

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Der letzte Gesprächsband mit dem im Januar 2017 verstorbenen Soziologen Zygmunt Bauman ist beides zugleich: Geschichtsstunde und Gegenwarts-Analyse. Und dazu ein berührendes Lesevergnügen.

Als Zygmunt Bauman Anfang dieses Jahres starb, wurde er aus einem arbeitsreichen Leben gerissen. Das mag ein wenig seltsam klingen, war der polnisch-britische Soziologe bei seinem Tod doch immerhin 91 Jahre alt. Er selbst empfand jedoch sein beeindruckendes, ab Mitte der achziger Jahre weltweit rezipiertes Oeuvre noch längst nicht als abgeschlossen…

http://www.deutschlandfunkkultur.de/zygmunt-bauman-das-vertraute-unvertraut-machen-empathie-und.950.de.html?dram%3Aarticle_id=390095

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Zygmunt Bauman denkt über den Verlust des Sinns für Privatheit und die Sucht nach Publizität nach. Es ist die Angst vor der Einsamkeit, die Menschen dazu verführt, sich öffentlich zu präsentieren, ungeachtet zahlloser Voyeure, privater, weniger privater, geheimer und öffentlicher Zuschauer und Mithörer, ungeachtet auch aller fataler Folgen, die die Zerstörung privater Schutzwälle mit sich zu bringen pflegt: zygmunt-bauman-on-privacy/

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Der 89-jährige Soziologe Zygmunt Bauman war ein Stargast der re:publica 2015. Er sagt: Menschen geben ihre Privatheit auf, um digital dazu zu gehören.

Es gab eine Zeit, in der der Mensch sich gerne mit sich selbst beschäftigte und kein Problem damit hatte, Stunden und Tage mit sich allein zu sein. Das ist lange her. Neun Stunden täglich gucken wir im Schnitt seitdem auf größere und kleinere Bildschirme. Immerhin neun Stunden von 24, in denen wir uns nicht allein fühlen müssen.- zygmunt-bauman

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Der Soziologe Zygmunt Bauman über Konsumenten und Konsumierte…

Die moderne Gesellschaft kennt nur ein Ziel: Glück. Glücklich ist, wer begehrt ist und der Konsum soll das Interesse an der eigenen Person steigern. Doch der Konsummarkt ist zugleich unerbittlich, er entscheidet über das Drinnen und Draußen in der Gesellschaft. Wer seinen Anforderungen nicht standhält, wird ausgestoßen. Mehr noch: Das Konsumdenken führe dazu, dass die Menschen sich untereinander als Produkte wahrnehmen und behandeln, sagt Zygmunt Bauman (85), Professor emeritus in Leeds und einer der weltweit bekanntesten Soziologen.

http://www.sueddeutsche.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Zygmunt_Bauman

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