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Das Wort guigen stammt aus der Frühlings- und Herbstzeit (8. – 5. Jh. v.Chr.), und zwar aus dem Daodejing, das Laozi [zugeschrieben wird]:

„… von allen dingen in ihrer vielfalt

findet ein jedes zurück zur wurzel

wurzelwiederfinden heißt stille…“

Das bedeutet, dass die Zehntausend Wesen und Dinge der Natur dazu tendieren, zu ihrem Ursprung zurückzukehren, zum Ausgangspunkt des Lebens. Laozi nennt dies die Stille. 

Und das ist auch gemeint, wenn wir sagen, dass die Blätter, wenn sie fallen, zu ihrer Wurzel zurückkehren.

 Wurzelwiederfinden guigen bedeutet also, dass der Mensch zu seinem Ursprung zurückkehrt.

In der traditionellen chinesischen Medizin gilt das Qi als der Ursprung des Menschen. Wenn die Wurzel stirbt, dann vertrocknen Stengel und Blätter. Wenn das Qi sich sammelt, dann entsteht Form/Gestalt, wenn Qi sich zerstreut, dann vergeht die Form/Gestalt.

Qi ist der grundlegende Stoff, aus dem der menschliche Körper/Leib aufgebaut ist, d.h. die Speicher- und Palastorgane, die Leitbahnen und Gefäße und andere Bestandteile sind die wesentliche Grundlage für die Lebensprozesse.

 Von der Qigong-Lehre her gesehen, ist jede Krankheit ein Fülle- oder Schwächezustand des Qi in den Speicher- und Palastorganen und den Leitbahnen und Gefäßen bzw. eine Blockade im Organ- oder Gefäßsystem oder eine Veränderung der Qi-Qualität in den genannten Systemen.

Wenn durch das Guigen Qigong das Qi trainiert wird, dann werden die Gefäße durchgängig, krankes Qi vertrieben, klares Qi gesammelt, das wahre Qi genährt. So kehrt man zur Wurzel zurück und nährt den Ursprung, schützt die Gesundheit und stärkt Körper/Leib, beugt Krankheit vor, heilt Krankheit und eröffnet alle möglichen Wirkungen.  – (Text Prof. Zhong Lei und die Übersetzung von Prof. Gudula Linck)

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