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Posts Tagged ‘wscaprichos’

Hallo Wolfgang, der Sache wegen der ganze Text!

Wenn die Meldungen zutreffen, daß sich die deutsche Bundesregierung, angeführt von Merkel, Steinmeier und Gabriel, offiziell, per Erklärung des Pressesprechers Seibert, von der Armenien-Resolution des deutschen Bundestags distanzieren wird und jegliche rechtliche Verbindlichkeit dieser Erklärung abstreiten wird, dann entlarvt sich die deutsche Bundesregierung selbst. Es ist ein Akt der Feigheit gegenüber dem türkischen Despoten, ein Verrat an den Überlebenden und Nachkommen des Genozids, und es ist eine Leugnung von Tatsachen. Ein Völkermord ist ein Völkermord. Diese Feststellung gilt unabhängig von jeglicher Realpolitik. Die Doppelmoral der deutschen Regierung, ihre moralische Erbärmlichkeit ist schwer zu übertreffen.

© WS 2016 – https://wscaprichos.wordpress.com/2016/09/02/feigheit-deutsch/

Zugabe: https://wscaprichos.wordpress.com/2016/09/02/der-regierungssprecher-und-sein-publikum/

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Wolfgang Sofsky – „Verrückte“ Mörder?

Ist es nicht beruhigend, wenn sich ein Mörder, der mit Beil und Messer Zugpassagiere abschlachtet und einer älteren Passantin, die gerade abends ihren Hund ausführt, mehrfach mitten ins Gesicht schlägt, um ihr den Schädel zu spalten, ist es nicht beruhigend, wenn sich dieser Mörder als psychiatrischer Fall, vorzugsweise als Amokläufer bezeichnen läßt und nicht als islamisch inspirierter Glaubenskrieger? – wscaprichos

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Bei der Abstimmung zur Armenien-Resolution war die Regierungsbank vollbesetzt, mit Staatssekretären und Luftgeistern. Der Innenminister war zu erkennen, für ein paar Minuten schemenhaft auch der Minister im Kanzleramt.- wscaprichos

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Mag die Unempfindlichkeit eines Menschen noch so groß sein, er wird doch häufig mit den Vorstellungen von Recht und Unrecht konfrontiert werden; und mögen seine Vorurteile noch so hartnäckig sein, er wird doch bemerken, daß andere für gleiche Eindrücke empfänglich sind. Daher ist der einzige Weg, einen solchen Gegner zu bekehren, der, ihn sich selbst zu überlassen. Denn sobald er entdeckt, daß niemand die Diskussion mit ihm aufrechterhält, wird er wahrscheinlich aus reinem Überdruß zu guter Letzt von selbst auf die Seite des gesunden Menschenverstandes und der Vernunft überwechseln.“

(David Hume; Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral, 1751).

wscaprichos

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In Wahrheit war die Vergangenheit genauso farbig, ja bunt, wie die Gegenwart. Die Steine der Kathedralen waren gefärbt, die antiken Marmorstatuen bemalt, der Himmel war blau, das Blut rot, die Wiese grün, der Asphalt war grau, der Opelblitz blau, der Käfer dunkelgrün, der Fels rot, die Kohle schwarz, die Kuh braun, der Pfau bunt, die Rose rosa, die Lilie weiß und der Regenbogen rot, orange, gelb, grün, blau, violett.

wscaprichos.wordpress.com

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Die knappste Version bietet Glenn Gould mit 4:46 Minuten. Trotz des zügigen Tempos fehlt es der Deutung dieser ostinaten Bewegung durchlaufender Sechzehntel, einer Art „unendlicher Melodie“, nicht an lyrischem Ausdruck, natürlichen Atembögen, dynamischer Abstufung, heftigen Kontrasten und dramatischen Steigerungen: https://www.youtube.com/watch?v=5yT0iCRO838 – wscaprichos

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Der schwärzeste Text der deutschen Romantik sind August Klingemanns 1804 erschienene „Nachtwachen“ von Bonaventura. Der verstoßene Nachtwächter Kreuzgang (!) zieht allabendlich durch die dunklen Gassen …

„Der Totenkopf fehlt nie hinter der liebäugelnden Larve, und das Leben ist nur das Schellenkleid das das Nichts umgehängt hat, um damit zu klingen und es zuletzt grimmig zu zerreißen und von sich selbst zu schleudern. Es ist alles Nichts und würgt sich selbst auf und schlingt sich gierig hinunter, und eben dieses Selbstverschlingen ist die tückische Spiegelfechterei als gäbe es Etwas, da doch wenn das Würgen einmal innehalten wollte …

https://wscaprichos.wordpress.com/2016/03/02/schellenkleid-des-nichts/

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… So grausam die Gewalt, so bestialisch die Marter, für den Beobachter bleibt es ein Schauspiel. Der Schmerz, den er sieht, ist nicht sein eigener Schmerz. Flüchtig nur sind die Anflüge von Mitgefühl, die das Gewissen beruhigen und moralische Genugtuung verschaffen. Mit Mitleid ist dies nicht zu verwechseln. Mitleid gründet auf der Einsicht, daß alle Lebewesen gleich bedürftig und auf Hilfe angewiesen sind, eine Erkenntnis, welche die Haltung des Beobachters in ihren Fundamenten erschüttern würde. Deshalb neigt der Zuschauer stets dem Täter zu.

https://wscaprichos.wordpress.com/2016/02/22/die-zuschauer-der-gewalt/

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Es gehört zu den frappierendsten Episoden in der Geschichte der Macht, daß Regierungschefs, Minister, Amtsträger gegen Ende ihrer Zeit von rapidem Realitätsverlust befallen werden. Stets glauben sich die Machthaber (seien sie männlich oder weiblich) noch von ihren Untertanen geliebt, obwohl jene längst durch die Straßen ziehen oder in die Verdrossenheit abgewandert sind…

https://wscaprichos.wordpress.com/2016/02/17/galoppierender-realitaetsverlust/

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