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Posts Tagged ‘Wolfgang Sofsky’

Das Geschlecht ist bloss eine Konstruktion, und jede Meinung wird wahr, wenn sie nur oft genug geteilt wird: Der Realitätssinn hat nicht gerade Hochkonjunktur. Eine Widerrede.

Die kürzeste Kritik der Dummheit bietet ein Capricho Francisco de Goyas. Ein grosser Esel unterrichtet kleine Esel. «Ob der Schüler wohl mehr wissen wird?», lautet die Legende…,.. NZZ

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„If liberty means anything at all, it means the right to tell people what they do not want to hear.“

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, bedeutet sie das Recht, den Menschen zu sagen, was sie nicht hören wollen.

 

(George Orwell, Animal Farm. A Fairy Story 1945, Epilogue) – https://de.wikipedia.org/wiki/Farm_der_Tiere

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In modernen, zumal urbanen Gesellschaften müssen die Subjekte sich fortwährend in Situationen begeben, über die sie nur wenig Kontrolle haben. Wer sonst noch da ist, unterliegt nicht ihrer Entscheidung. Von anderen können jederzeit diverse Gefahren ausgehen: körperliche Angriffe, sexuelle Übergriffe, Belästigungen, Raub, Zudringlichkeiten, Beleidigungen etc. Wie kommen die Menschen dennoch meist heil von einem Ort zum anderen?

Wolfgang Sofsky

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Seit einigen Jahrzehnten gefallen sich Politiker, Pädagogen, Prediger, Pseudophilosophen und andere Philister in der Proklamation von „Werten“, die gefälligst alle Mitglieder der Gesellschaft zu teilen hätten. Zu diesem Gerede hat Fernando Pessoa 1934 eine frühe unpolitische Betrachtung notiert, nachzulesen im „Buch der Unruhe“:

„Nichts ärgert mich so wie die gesellschaftlichen Moralbegriffe. Schon das Wort »Pflicht« ist mir unangenehm wie ein Eindringling. Aber die Begriffe »Bürgerpflicht«, »Solidarität«, »Humanität« und andere desselben Kalibers widern mich an wie Schmutzkübel, die man aus den Fenstern über mich ausgießt. Ich fühle mich beleidigt bei der Unterstellung, daß diese Ausdrücke etwas mit mir zu tun haben könnten, daß ich ihnen nicht allein einen Wert, sondern gar noch einen Sinn beilegen könnte…holbachinstitut.wordpress.com

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Entgegen einer weithin … verbreiteten Meinung entsprang die folgende, keineswegs unbekannte „Vision“ nicht einem Traum am Sommerabend, sondern beharrlichem, zehn Jahre währenden Nachdenken und Schreiben.

Der Traum ist nur ein literarischer Rahmen, um unter der Zensur die Wahrheit sagen zu können. Zunächst sollte Shakespeare höchstselbst die ernüchternde Einsicht vortragen, doch dann wählte Jean Paul Jesus selbst, obwohl von demselben auch nur ein Häufchen Asche übrig geblieben war. Der Gedanke ist nicht nur blasphemisch, sondern auch von hinreißendem Witz. Wenn denn einer weiß, was nach dem Tode los ist, dann jener, der schon einmal da war. Er muß es schließlich wissen… – holbachinstitut.wordpress.com

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Als Laurence Sterne alias Yorick im Winter 1762 nach Paris reiste, hatte er keinen Reisepaß und wurde, da gerade Krieg herrschte, vom Hotelbesitzer und der Fremdenpolizei bedrängt. Die Affäre mit dem Paß kehrt wieder in Yoricks „Sentimentaler Reise durch Frankreich und Italien“, der sich als Landesfeind schon halb in der Bastille wähnt, dann aber …

https://wordpress.com/read/feeds/45747736/posts/1877845972

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Die Menschen der Steinzeit fuhren weder Autos noch Fahrräder, sie erbauten weder Wolkenkratzer noch Kathedralen. Sie druckten keine Bücher, sahen keine Kinofime und unterhielten sich nicht mit einem flachen Gerät, das sie eng an ihr rechtes Ohr preßten. Sie hatten keine Panzerhaubitzen und keine Atombomben, keine Plastikhüte und keine Seidenwäsche. Doch was besagt dies über die Grundausstattung des homo sapiens?

holbachinstitut.wordpress.com

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Kleines Dilemma der Undinen-Existenz: Als seelenloses Wesen erlangt die Wasserfrau nur Unsterblichkeit, indem sie sich einem Liebsten menschlicher Gattung anvermählt. Doch indem sie ihn, lachend vor Liebesglück, ins tiefe Wasserreich hinabzieht, ertrinkt er, und sie bleibt seelenlos – und sterblich. Sie tötet, den sie liebt, und sie bleibt, die sie ist.

“A mermaid found a swimming lad,… – wsmiszellen.wordpress.com

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„Wer nicht von dreitausend Jahren
Sich weiß Rechenschaft zu geben,
Bleib´ im Dunkeln unerfahren,
Mag von Tag zu Tage leben.“

3000 Jahre möge das historische Wissen und Denken umfassen, empfiehlt Goethe im „West-Östlichen Diwan“. Man wird heute hinzufügen müssen, daß noch ein paar zusätzliche Jahrhunderte ägyptischer, chinesischer oder mesopotamischer Kultur der allgemeinen Bildung gut tun dürften. Und es könnte auch nicht schaden, von jenen Vorfahren schon mal gehört zu haben, die Lascaux oder die Grotte Chauvet (> 30.000 Jahre) hervorgebracht haben, von den Felskünsten der Aborgines (ca. 40.000 Jahre) ganz zu schweigen.- wordpress.com/read/feeds/

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