Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Wilhelm Busch’

DLF Kultur

Er ist der meistgelesene Schriftsteller des 19. Jahrhunderts und gleichzeitig ein Eckensteher der deutschen Literaturgeschichte. Dabei gilt er manchen als einer der größten Wortschöpfer der deutschen Sprache, der weit mehr zu bieten hat als ‚Max und Moritz‘. Bekannt ist er als Satiriker, als Meister der Bilderposse, aber kennen wir ihn wirklich: den Sonderling, Satiriker, den Großvater des Comic?

Diese ‚Lange Nacht‘ begleitet den Einsiedler aus Wiedensahl auf seinem Weg zur Kunst, begegnet dem schwermütigen Trinker und Denker und präsentiert Busch als kritischen Philosophen und Prosaschriftsteller.

Werbung

Read Full Post »

Filetstück 0006: Gelehrsamkeit war Hinnerk sein Fall nicht

Die Welt vermisst schnurrige Geschichten, in denen zwölfjährige Bengel mit aller gebotenen Selbstverständlichkeit Pfeife rauchen.

Wenden wir uns zu seinem 190. Geburtstag an Wilhelm Busch (* 15. April 1832, Wiedensahl). Die ersten beiden seiner Prosawerke – wir haben auf Eduards Traum 1891 und den Schmetterling 1895 aufmerksam gemacht – sind immerhin noch in der gut zugänglichen zweibändigen „Gesamt“-Ausgabe von Rolf Hochhuth 1960 vorhanden, nach seinem letzten Prosastück Meiers Hinnerk 1905 sucht man selbst dort vergebens. Begründet oder auch nur begründbar ist das nicht, aber dafür gibt es ja uns. 

https://weheklag.wordpress.com/2022/04/15/buschmeiershinnerk1905/

Read Full Post »

Was bin ich als Kind erschrocken, dass Wilhelm Busch nicht ausschließlich in Reimen reden konnte. Überzeugt war ich erst, als ich die Bilder dazu gesehen hab, die waren eindeutig der Strich aus Max und Moritz und wie sie alle heißen.

Mein Name ist Peter. Ich bin geboren anno dazumal, als man die Fräuleins Mamsellchen nannte und die Gänse noch Adelheid hießen, auf einem einsamen Bauerngehöft, gleich links von der Welt und dann rechts um die Ecke, nicht weit von der guten Stadt Geckelbeck, wo sie alles am besten wissen.

Daselbst in der Nähe liegt auch der unergründliche Grummelsee, in dem bekanntlich der Muddebutz, der langgeschwänzte, sein tückisches Wesen treibt. Frau Paddeke, die alte zuverlässige Botenfrau, hat ihn selbst mal gesehn, wie er den Kopf aus dem Wasser steckte; und scharf und listig hat er sie angeschaut, mit der überlegenen Ruhe und Kaltblütigkeit eines vieltausendjährigen Satans. (…)

Da ich meinerseits, obwohl ich ein stämmiger Schlingel geworden, weder zum Pflügen noch zum Häckerlingschneiden die mindeste Neigung zeigte, schickte mich mein Vater in die Stadt zu Herrn Damisch, dem gelehrten Magister, der mich jedoch bereits nach ein paar Jahren, als nicht ganz zweckentsprechend, bestens dankend zurückgab.

https://weheklag.wordpress.com/2022/02/

Read Full Post »

Mein lyrisches Frühwerk hat sich immer wie Wilhelm Busch angehört, weshalb ich es heute nicht mehr eigens verbreiten muss. Besonders beeindruckt hat mich in den zwei Bänden Was beliebt, ist auch erlaubt und Und die Moral von der Geschicht, die es seit 1959 unverändert mit dem Vorwort von Theodor Heuss gibt, Trauriges Resultat einer vernachlässigten Erziehung, das ich zehnjährig für einen echten Krimi gehalten hab.

Wilhelm Busch hat sich durchgehend mit einiger Koketterie als Kauz und „eingefleischten Junggesellen“ — was zeitweise eine feine Umschreibung für „schwul“ war — dargestellt. Die Moritat schrieb er mit 28 Jahren, da klang er, man weiß nicht, mit wie viel Ironie, geradezu frühvergreist. Trotzdem ist sie deutlich ein Steinbruch an Motiven für das spätere Max und Moritz, 1865: Der Schneider heißt Böckel statt später Böck, wird aber ebenfalls mit „Meck, meck, meck“ gemobbt; Antiheld Fritzchen hat Pausbacken und Strubbelfrisur der späteren Max-Figur und die Hosen von Moritz, …

Wilhelm Busch: Trauriges Resultat einer vernachläßigten Erziehung: weheklag.wordpress.com

Read Full Post »

Im 5. Streich von „Max und Moritz“ aus der Feder des humoristischen Dichters und Philosophen Wilhelm Busch (1832 – 1908) werden wir mit dem deutschen Qualitätsmerkmal „Fleiß“ (lat.: industria) konfrontiert. Das Wort geflissentlich leitet sich wie Fleiß vom mittelhochdeutschen Verb vlizen ab, das streben, trachten oder sich bemühen bedeutete…

Im 5. Kapitel in Lao Tse’s „Tao Te King“ lesen wir:

„Himmel und Erde nehmen keine Rücksicht
und behandeln die zehntausend Dinge
wie Opfertiere aus Stroh.
Der Weise nimmt keine Rücksicht
und behandelt die Menschen wie Opfertiere aus Stroh.
Der Raum zwischen Himmel und Erde ist wie ein Blasebalg:
Leer und doch unerschöpflich.
Je mehr man drückt, desto mehr kommt heraus.
Viele Worte führen unweigerlich zum Schweigen.
Es ist besser, beim Nichts zu bleiben.“

Von vorne geht es hier entlang: http://www.epochtimes.de/jalousie-fleiss-oder-eifersucht–1049658.html

Read Full Post »

Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten.

Wilhelm Busch (1832-1908)

via: http://www.via-mundi.net/99.0.html

Read Full Post »