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Posts Tagged ‘weheklag.wordpress.com/’

Wer fürchtet sich vor dem Tode? Ich denke, nur Narren. Denn es ist ja nicht so, daß er nur einem widerführe, sondern allen. Die Reise, auf die sich mein Freund begibt, kann ich ebenso unternehmen. Wenn ich auch sonst nichts weiß, so weiß ich doch, daß ich dorthin gehe, wohin er gegangen ist. Oh, daß ihr zurückschreckt vor jener kleinen Tür, durch die so viele freundliche und liebenswerte Seelen vor euch geschritten sind! Wollt ihr da zurückstehen? Ist es in eurem Falle schwerer und unzumutbarer als für irgend jemand sonst? Gewiß nicht. Zu viel Stille, glaubt ihr? Hat es hier auf Erden nicht genug Lärm und Wirrnis gegeben? Wenn es an der Zeit ist, geht nur guten Mutes. Wohin so viel an Größe und Sanftmut hinüberwechselte, könnt ihr freudig nachfolgen.

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Und sie kannte keine Angst (Die Stadt mit den roten Ziegeldächern)

Es mag Boshaftere als mich geben, denen Peter Handke als ausgemachter Dummbeutel gilt. Unter den ganzen kilometerlangen, zentnerschweren Schwurbeleien ohne Sinn, Ziel, Richtung oder Höhepunkt, die sich immer ausnehmen wie unter ihrem Widerstand zu einem „Roman“ zusammengepfercht, hat sich das Anlesen bei genau einer Stelle gelohnt…

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Update zu Ermüdung und Verwirrung des Geistes, Eigendünkel, Unwissenheit und Hochmut,
Coronadvent 2: In den blutbetauten Hallen ihres Schwelggelags und Schlossers fliegendes Schaf:

Wenn Andre vieles um den Einen thun;
So ist’s auch billig, dass der Eine wieder
Sich fleißig frage, was den Andern nützt.

Goethe: Torquato TassoFünfter Aufzug, Erster Auftritt, 1790.

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Wer! Wer?

Freunde hatten mich längst aufgefordert, meine Memoiren zu schreiben, ohne daß ich mich dazu bisher zu entschließen vermochte. Nun der Abend meines Lebens aber immer tiefer hereindunkelt, fühle ich selbst ein Bedürfniß, im scharfen Abendroth noch einmal mein Leben zu überschauen, bevor die Sonne ganz versunken. Ich will jedoch weniger meinen Lebenslauf schildern, als die Zeit, in der ich gelebt, mit einem Wort: Erlebtes im weitesten Sinne. Wenn dennoch meine Person vorkommt, so soll sie eben nur der Reverbère sein, um die Bilder und Ereignisse schärfer zu beleuchten..,.. weheklag.wordpress.com

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Mein lyrisches Frühwerk hat sich immer wie Wilhelm Busch angehört, weshalb ich es heute nicht mehr eigens verbreiten muss. Besonders beeindruckt hat mich in den zwei Bänden Was beliebt, ist auch erlaubt und Und die Moral von der Geschicht, die es seit 1959 unverändert mit dem Vorwort von Theodor Heuss gibt, Trauriges Resultat einer vernachlässigten Erziehung, das ich zehnjährig für einen echten Krimi gehalten hab.

Wilhelm Busch hat sich durchgehend mit einiger Koketterie als Kauz und „eingefleischten Junggesellen“ — was zeitweise eine feine Umschreibung für „schwul“ war — dargestellt. Die Moritat schrieb er mit 28 Jahren, da klang er, man weiß nicht, mit wie viel Ironie, geradezu frühvergreist. Trotzdem ist sie deutlich ein Steinbruch an Motiven für das spätere Max und Moritz, 1865: Der Schneider heißt Böckel statt später Böck, wird aber ebenfalls mit „Meck, meck, meck“ gemobbt; Antiheld Fritzchen hat Pausbacken und Strubbelfrisur der späteren Max-Figur und die Hosen von Moritz, …

Wilhelm Busch: Trauriges Resultat einer vernachläßigten Erziehung: weheklag.wordpress.com

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Das Habe-nun-Ach für Angewandte Poesie.

Dieses fußkranke und wegmüde Denken, dieser Esprit von Nullhaftigkeit und Nihilism, dieses Charisma von Langweile

Der DDR-Lyriker rezensiert den Zigarettenerben, der seinerseits Wieland rezensiert. Alle Glieder der Kette leiden unter Überlänge, machen aber ungeahnten Spaß.

Das Aristipp-Buch von Reemtsma liegt seit 2000 als Taschenbuch bei dtv vor…,.. weheklag.wordpress.com

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Wer sich Schnittblumen in die Wohnung stellt, kann tagelang dem Tod bei der Arbeit zuschauen. Soviel zur Romantik von Blumensträußen.

Eins der traurigsten Gedichte der Freifrau von Droste zu Hülshoff, vulgo Frau Nette, handelt von so einer vorzeitigen Folter zum Tode …

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Werkstattbericht: Da kann jeder gedenken, in was Schrecken und Forcht ich gesteckt

Wo wir gerade so schön auf unserem Barocktrip sind (und dem Professor Zumbach bei seinem Rentnerhobby der Lykanthropie zuhören dürfen), wollte ich nur mal kurz am lebenden Beispiel damit herumgeprotzt haben, was die Textverarbeitung für diese heil’gen Hallen überhaupt für ein Aufwand ist:

Selbst wenn der Text schon von professoraler Seite vorgegeben und sogar mit den nötigen und richtigen Illustrationen illuminiert ist, kann man das nicht einfach so Strg+C abkopieren, sondern schmeißt sich erst mal den Text in ein Editor-Dokumentchen und zerrt die Illus — dankenswerter Weise überschaubare zweie an der Zahl — auf den Desktop…,.. weheklag.wordpress.com

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Ein Zeitschriftenherausgeber aus Philadelphia, in seinen Reminiszenzen kurz ‚Tom‘ genannt, erinnerte sich daran, wie Poe einmal ebenso ’niedergeschlagen‘ wie ‚angeheitert‘ in seiner Redaktion erschien und drohte, hier, gleich und auf der Stelle, Selbstmord zu begehen: „Ich habe dieses Leben satt. Alles ekelt mich (hick) … ekelt mich an. Ich bin fertig. Ich will (hick) sterben.“ ‚Tom‘ machte den Vorschlag, er solle seinen Enschluß noch etwas hinauszögern, um ihn am gleichen Abend vor einem größeren Publikum in die Tat umzusetzen,… https://weheklag.wordpress.com/2020/01/

 

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