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Posts Tagged ‘Verleger’

Herr Wagenbach, was hat Sie auf die Idee gebracht, Bücher verlegen zu wollen?

Das ist eine Frage, die weit zurückführt. In der Nachkriegszeit stieß man als armer Schüler auf dem Weg zu einem anständigen Buch notwendigerweise auf zwei Serien: Rowohlts Rotations Romane und S. Fischers Bibliothek. In der S. Fischer Bibliothek fanden sich Titel wie Hesses Narziß und Goldmund, der Klassiker für Achtzehnjährige, und bei Rowohlt erschienen viele Amerikaner, Faulkners Licht im August oder John Steinbecks Straße der Ölsardinen.

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Es gab eine Leipziger Buchmesse 1913. Da ist ein Buch erschienen, das niemand beachtet hat. Dazu sind gerade mal zwei Rezensionen erschienen. Die waren auch noch verkehrt, und mein armer Kollege, in diesem Falle Kurt Wolff, hat an diesem Buch mit einer jämmerlichen Auflage von achthundert Stück zwölf Jahre lang verkauft. Nur: Das Buch war von Franz Kafka. Also, in dem Moment, in dem es passiert, weiß man es nicht.

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