Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Veda’

Im Veda bezeichnete es das Opferwort, das aufgrund der in ihm innewohnenden Wahrheit zauberisch wirksam ist; in den Upanischaden wird brahman zur Vollverkörperung, zum Synonym der Wahrheit: „Der Name (= Das Wesen) dieses Brahman ist Wahrheit“… Ja noch mehr: Brahman ist in den Upanischaden zum Namen des Absoluten, der „Letzten Wirklichkeit“ geworden…

Das Brahman ist die Ursache des Alls; wie alles Existente in den Raum eingewoben ist, so ist der Raum ins Unvergängliche, das Brahman eingewoben. Da es alles durchgeistet, ist es auch im Menschen beheimatet: der Körper ist die Burg des Brahman. In dem kleinen leeren Raum im Herzen wohnt es, winzig, und doch so groß wie dieser Weltraum. In ihm liegt dieses ganze All, alles Existente und alles latent Mögliche. Wenn der Körper altert und stirbt, nicht altert und stirbt das Brahman. Wer das unvergängliche Brahman kennt, dem ist nach dem Tod die Erlösung sicher.

Aufgabe eines jeden, der Befreiung anstrebt, ist es, ein Kenner des Brahman zu werden.

H.W. Schumann – Der historische Buddha, Seite 51 – Diederichs 1999

Read Full Post »

Veda

Blind fand den Edelstein.

Fingerlos steckt ihn ein.

Halslos hing ihn um.

Ihn preisen tat stumm“.


Read Full Post »

Paul Deussen Die Sûtra’s des Vedântaoder die Shârîraka-Mîmânsâ des Bâdarâyananebst dem vollständigen Kommentare des Shankaraaus dem Sanskrit übersetzt 

http://12koerbe.de/hanumans/vedanta.htm

VORREDE

(Paul Deussen) Die Philosophie der Inder hat – wie so oft das Große, wenn es neu in den Zusammenhang eines fertigen Kulturganzen hereintritt – im Abendlande zunächst das Schicksal erfahren, mehr besprochen und beurteilt als gekannt, mehr überschätzt und unterschätzt als verstanden zu werden. Wie aber auch immer das endgültige Urteil über ihren Wert oder Unwert sich gestalten mag, jedenfalls werden wir in ihr ein Stück der Entwickelungsgeschichte des menschlichen Geistes zu respektieren haben, welches um so interessanter und lehrreicher ist, je mehr es den Vorzug völliger Ursprünglichkeit in Anspruch nehmen kann, und je weniger es auf unsere von der biblischen und griechischen Gedankenwelt abhängigen religiösen und philosophischen Anschauungen bis auf dieses Jahrhundert herab irgend einen nennenswerten Einfluß hat ausüben können.
 
Gesetzt, es gäbe – was ja wohl möglich ist – auf einem der andern Planeten unseres Sonnensystems, vielleicht auf dem Mars oder der Venus, Menschen oder menschenartige Wesen, die es, wie wir, zu einer Kultur und, als höchster Blüte derselben, zu einer Philosophie gebracht hätten, und es würde uns die Möglichkeit gegeben (etwa, indem es gelänge, von dort ein Projektil bis in den Bereich der überwiegenden Erdanziehung zu schleudern) von dieser Philosophie Kenntnis zu nehmen, so würden wir ohne Zweifel den Erzeugnissen derselben ein großes Interesse zuwenden. Mit Aufmerksamkeit würden wir sowohl Übereinstimmung als Verschiedenheit jener translunaren Weltanschauung, mit der unsrigen prüfen. Jede Abweichung in den Ergebnissen würde zu einer Untersuchung darüber anregen, auf wessen Seite die Wahrheit sei, jede Zusammenstimmung würde uns daran erinnern, daß es eine Gewähr für die Richtigkeit der Rechnung zu sein pflegt, wenn zwei Rechner unabhängig von einander zu demselben Facit gelangen, – wiewohl auch hierbei der Kantische Gedanke von den natürlichen und unvermeidlichen „Sophisticationen, nicht der Menschen, sondern der reinen Vernunft selbst“ in Erwägung zu ziehen sein würde.

Read Full Post »

Rgveda 9,1 (von Madhucchandas)

Hymne in zehn dreiteiligen Langversen (Gâyatrî) an Soma pâvamâna

Soma pâvamâna – „sich läuternde Pressung“ – ist der Name des Göttertranks, der den Unsterblichen die Unsterblichkeit und die Tatkraft gibt, der zugleich auch die Dichter inspiriert und alles, was er besprüht, belebt. Ursprünglich ein durch Pressung gewonnener Pflanzensaft, der mit Milch gemischt wird. Die drei Hauptqualitäten seiner Süße, seines Dahinschießens beim Mischen und Seihen, schließlich der Helligkeit des mit Milch gemischten, sind so charakteristisch  für ihn, daß sie sich zum immer neu beschworenen Urbild des lichten Göttermahls (vgl. Novalis: Hymne) und der entsprechenden religiösen Erfahrung in der Dichterseele ausgestalten – vgl. auch Euripides: Die Bakchen, ferner die Selbstbeschreibung des inspirierten Dichters im Abschluß von S.T. Coleridge’s Kubla Khan:
 

Weave a circle round him thrice,
And close your eyes with holy dread,
For he on honey-dew hath fed,
And drunk the milk of Paradise!

http://12koerbe.de/hanumans/rgveda.htm

 

Read Full Post »