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Posts Tagged ‘Uta Rüenauver’

Deutschlandfunk – Sonntag, 9. Januar 2022 um 20:05 Uhr – Von Uta Rüenauver

Am Anfang des Spazierengehens steht ein Versprechen: Freiheit. Die Verlockung, sich zu verlaufen und dabei zu finden – sich selbst und anderes. Kein Wunder, dass das Spazierengehen für manche mehr ist als ein Gang um den Block. Die Corona-Pandemie hat dem Spazierengehen einen unverhofften Hype beschert. Die an den heimischen Schreibtisch gefesselten Menschen, beraubt auch der meisten Sport- und Freizeitmöglichkeiten, trieb es auf die Straßen, auf die Felder, in die Parks und in die Wälder. Eigentlich aber führt das absichtslose, müßiggängerische Gehen in einer beschleunigten, auf Effizienz ausgerichteten Welt ein eher glanzloses Dasein. Lieber wird, soll’s nicht gleich handfester Sport sein, gewalkt oder gewandert. Und für die lahmen Langweiler bleibt der Sonntagsspaziergang und gelegentliches Füßevertreten. Doch eines spüren wir alle: Der Spaziergang bietet uns neben frischer Luft und Bewegung auch die kleine Freiheit, kurz dem Alltagstrott zu entfliehen.

 

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Gustave Flaubert hätte heute viele Follower. Seine Wutausbrüche über die menschliche Dummheit in Briefen sind legendär und in ihrer Unflätigkeit unerreicht. Der Roman „Madame Bovary“ aber musste unpersönlich erzählt werden. Was für eine Qual.

Gustave Flauberts Briefe zeigen die Rückseite eines Schriftstellers, der in jahrzehntelangem Ringen um jedes Wort, jeden Satz im Roman „Madame Bovary“ die Romantik liquidiert: Die Episteln aus der normannischen Provinz, wo er bei der Mutter wohnt und schreibt, sind zuweilen reine Giftspritzen. deutschlandfunkkultur.de/

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