Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘USA’

Eine Lange Nacht über Widerstand und Schwarze Selbstbefreiung 

Black Lives Matter – Widerstand gegen Unterdrückung und rassistische Willkür gibt es, seit der Europäer das Narrativ vom „Schwarzen“ erfunden hat. Die Formen des Widerstands sind dabei höchst unterschiedlich: Ende des 18. Jahrhunderts führen in Haiti geheime Voodoo-Zeremonien und Sklavenaufstände zum ersten vom Kolonialismus befreiten Staat; in Zimbabwe ruft ein spirituelles Medium durch die Stimmen der Ahnen zum Krieg gegen die Kolonialherren auf. Intellektuelle wie der senegalesische Dichter und Präsident Léopold Senghor prägen den kulturpolitischen Begriff der Négritude. Der brillante Denker Frantz Fanon aus Martinique wiederum dekonstruiert schon in den 50er-Jahren den Begriff „Rasse“. Auch hinter einer scheinbar unpolitischen Bewegung wie dem modebesessenen Sapeurs in der Kolonie Belgisch-Kongo steckt der Wunsch nach Selbstermächtigung. In den USA stellen Schwarze Jazzmusiker und Blues-Ikonen den Hörgewohnheiten der weißen Mittelschicht radikale Klänge entgegen, denn in den 60er-Jahren gilt: „Black is Beautiful“. James Baldwin dagegen verwehrt sich mit seinen Essays gegen jegliche Zuschreibungen und politischen Aktivismus mit der elementaren Einsicht: „I am not your negroe“.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-ueber-schwarzen-widerstand-von-voodoo-jazz-und-befreiungskampf-100.html

Read Full Post »

Von Carson McCullers

Eine trostlose kleine Stadt im amerikanischen Süden. Miss Amelia ist jung, wohlhabend und eine hart gesottene Geschäftsfrau, die keinen Schluck Whisky verschenkt. Dass ihre Ehe nach der Hochzeitsnacht zu Ende war, wundert niemanden. Doch eines Abends steht der verwahrloste Bucklige Lymon vor der Tür, behauptet, Miss Amelias Vetter zu sein und zieht gleich bei ihr ein. Durch Lymons Geselligkeit wird Miss Amelias Laden zum Café, dem wichtigsten Treffpunkt der Stadt. Was Lymon und Miss Amelia verbindet, weiß niemand so genau, Tatsache ist, dass Miss Amelia glücklich zu sein scheint. Doch dann kehrt der enttäuschte Ehemann zurück.

Carson McCullers‘ Prosa-Ballade ist im Stil direkt, zwingend und musikalisch, sie erzählt überzeitlich von Einsamkeit, Liebe und Abhängigkeit und findet dafür einzigartige Bilder und Figuren. Nicht umsonst sah Tennessee Williams sie als „eine der bedeutendsten modernen Autorinnen Amerikas, wenn nicht der Welt“. (Hördat)

Sieben Tage zum Nachhören auf SR2.de/hoerspielzeit.

https://www.sr.de/sr/sr2/sendungen_a-z/uebersicht/hoerspielzeit/index.html

https://www.sr.de/sr/home/der_sr/so_kommunizieren_wir/aktuell/20171106_pm_hoerspielzeit100.html

Read Full Post »

Deutschlandradio Kultur – Mittwoch, 7. September 2022 um 22:03 Uhr – Von Schorsch Kamerun

Los Angeles, 1942: Der Komponist Hanns Eisler, seit neun Jahren auf der Flucht vor den Nazis, sitzt mit seiner Frau Lou in einem schäbigen Hotel und komponiert Lieder nach Gedichten über das Exil von Bertolt Brecht. „Man ist nicht ungestraft in Hollywood. Man muss das einfach mit beschreiben. Und Brecht (…) brachte mir dann – ich glaube – acht Hollywood-Elegien“. Entstanden sind schroffe Lied-Miniaturen, die sich energisch in Inhalt und Form den Vorgaben der Traumfabrik widersetzen. Schorsch Kamerun hat um die Elegien herum eine Revue konzipiert, die sich in kraftvollen Bildern mit den Erniedrigungen des Exils und der Korruption der kalifornischen Traum-Welt-Herstellung auseinandersetzt. (hÖrdat)

https://www.hoerspielundfeature.de/hoerspiel-hanns-eisler-100.html

Read Full Post »

Zukunftsskepsis allerorten

Eine Kündigungswelle hat die USA erfasst, von der „Great Resignation“ ist die Rede. Ähnlich sieht es hierzulande aus. Für den Historiker René Schlott stehen die Zeichen insgesamt auf Rückzug, zu dem auch Verzicht und Verzweiflung gehören.

Wer seinen Sommerurlaub in diesem Jahr in den USA verbringt, der erlebt Restaurants, in denen man eine Stunde auf einen Tisch warten muss, auch wenn nur die Hälfte der Plätze überhaupt besetzt ist. Und er kommt in Hotels und Motels, in denen der tägliche Zimmerservice eingestellt ist. „Wegen Corona“, erklärt man dem Gast an der Rezeption.

Doch der eigentliche Grund ist der eklatante Mangel an Arbeitskräften. Kaum ein Café oder Restaurant, kaum ein Geschäft oder Dienstleistungsbetrieb, kaum ein Lieferwagen oder LKW an dem nicht das Wort „Hire“ in Großbuchstaben zu lesen ist: „Wir stellen ein.“ Überall wird händeringend und ab sofort Personal gesucht. 

https://www.deutschlandfunkkultur.de/resignation-skepsis-zukunft-100.html

Read Full Post »

Was ist dran am UFO-Glauben der Amerikaner? Eine „Lange Nacht” mit Erinnerungen, Erzählungen und persönlichen Erfahrungsberichten von Menschen, die fest davon überzeugt sind, dass die Außerirdischen schon lange mit und neben uns leben.

Read Full Post »

Als Amerika paranoid wurde

OPERATION MINDFUCK

Robert Anton Wilson zwischen Erleuchtung und Verschwörung

Es geht um machtvolle Geheimbünde und um Verschwörungen! Der Schriftsteller Robert Anton Wilson veröffentlicht Anfang der 70er Jahre, mit einem Partner, die fiktive Iluminatus-Trilogie. In einer Zeit, in der Amerika nahezu paranoid geworden scheint. Denn der Watergate-Skandal hat das Vertrauen in die politische Führung zerstört, die Welt um einige Verschwörungsmythen reicher gemacht.

Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie haben Erzählungen von Verschwörungen wieder neuen Nährboden erhalten. Genau die richtige Zeit, um an Robert Anton Wilson zu erinnern. Der Autor wäre am 18. Januar 90 Jahre alt geworden … Von Maximilian Netter

https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/feature/archiv/20220119_1900.html

Read Full Post »

Von der Ausrottung der amerikanischen Urbevölkerung über den Sklavenhandel bis zum Holocaust: ein Filmessay von Raoul Peck („I Am Not Your Negro“), quer durch 600 Jahre Geschichte, eine Reise ins Herz der Finsternis. Persönlich, rasant, aufrüttelnd. Teil eins: Zivilisierung, Kolonisierung, Vernichtung.

Von den inneren Zusammenhängen der tragischen Kolonialgeschichte.Der international renommierte Dokumentarfilmregisseur Raoul Peck beleuchtet den engen Zusammenhang zwischen Rassenhierarchisierung und Völkermorden in der europäischen Geschichte: Ausgehend vom kolonialen Ursprung der Vereinigten Staaten von Amerika zeigt er, wie der Rassenbegriff mitsamt seinen dramatischen Folgen einen institutionellen Status erlangte. Ein mörderischer Geist, der auch die Ausplünderung des afrikanischen Kontinents begleitete und sich letztlich im NS-Programm der „Endlösung“ durch die Vernichtung der europäischen Juden niederschlug. 

https://www.arte.tv/de/videos/095727-001-A/rottet-die-bestien-aus-1-4/

Read Full Post »

Seit es den kulturkritischen Begriff der cultural appropriation (kulturelle Aneignung) gibt, wird Elvis oft als ein abschreckender Musterfall genannt, die auf eine Ent-eignung hinauslaufe, auf eine Durchsetzung kultureller Macht der weißen Mehrheit. Aber Elvis kommt nicht von der einen Seite, um sich der anderen zu bemächtigen – er lebt von Anfang in der amphibischen Zwischenwelt der Rassen und der Klassen.

Im ersten Teil seines dreiteiligen Essays über Elvis Presley schildert Heinrich Detering den Aufstieg Presleys als motiviert vom Ausbruch des „Anderen“: des Unmöglichen, des Verbotenen, des Tabus…,.. Elvis

(Teil 2, „I Have A Dream“, Sonntag, 12. Dezember 2021, 23.03 Uhr) – Teil 3, „Der Schamane in Las Vegas“, Sonntag, 19. Dezember 2021, 23:03 Uhr, SWR2 Essay)

Read Full Post »

Vor mehr als 150 Jahren haben sich weiße Männer in den USA im Ku-Klux-Klan zusammengetan. Ihr Ziel: die befreiten schwarzen Sklaven einzuschüchtern. Bis heute prägen die rassistischen Gedanken und Morde der Vereinigung die amerikanische Gesellschaft, wie eine Arte-Dokumentation zeigt. – Von Achim HahnDLF

Brennende Kreuze, Fackeln, Rassisten in Kapuzengewändern: „Der Ku-Klux-Klan ist die älteste terroristische Vereinigung der USA“ – „For 5.000 years the white men has been the supreme race“, heißt es in der Dokumentation.

Read Full Post »

Older Posts »