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Posts Tagged ‘Ungesühnte Nazijustiz’

„Ungesühnte Nazijustiz“ hieß die Ausstellung, die vor 60 Jahren einen Wendepunkt in der deutschen Geschichtsaufarbeitung markiert hat. Konzipiert von Studenten, deren Kindheit vom Krieg geprägt war. Obwohl die Ausstellung nur aus Privatspenden finanziert und von fast allen bundesdeutschen Parteien abgelehnt wurde, hatte sie eine erhebliche öffentliche Wirkung. – ARTE.tv

Die Juristen konnten das lebenswarme Gebot des Grundgesetzes, alle Menschen menschenwürdig zu behandeln, im Sinne des Satzes interpretieren: ‚Was Du nicht willst, daß man Dir tu‘, das füg auch keinem anderen zu.‘ Statt dessen flüchtete man sich in einen scholastischen Begriffshimmel, erhob den unbeweisbaren Anspruch auf absolute Gültigkeit rigoroser Sollensvorschriften, denen (…) nicht allzu selten gar nicht nachgelebt werden kann und deren trauriges Produkt hienieden recht häufig eine unleidliche Heuchelei ist. Gerade menschliche Saiten zum Schwingen zu bringen tat aber nach 1945 not.“ Fritz Bauer, 1962

fritz-bauer-archiv.de

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