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Posts Tagged ‘Umarmung’

(Ausschnitt): Der Garten* hat die Bedeutung eines eingefriedeten Bereiches, also eines Raumes, in den der Friede geholt wurde. Von Anfang an also ist der Garten ein umhegter Bezirk, ein Schutzraum, in dem Intimität und Geborgenheit gefunden werden. Ein Ort der wesentlichen menschlichen Beziehungen und des mußevollen Lebens…

*ahd. Gart, der Kreis. Verwandt ist der Begriff des Gürtens, des Gürtels.

Das Verlangen, in den Armen eines anderen aufgehoben zu sein, erschöpft sich keineswegs in den Kinderjahren („Wer kommt in meine Arme?“), es begleitet ein Leben lang. Wenn der junge Mensch heranwächst und seine Lösung vom Elternhaus in manchmal harten Prozessen sucht, wird die Sehnsucht nach Freundschaft und Geborgenheit zu einem anderen Menschen umso intensiver. Und ist die Ehe nicht, bildlich gesprochen, ein Leben in den Armen des Partners als Ausdruck und gleichzeitig auch Hoffnung, hier nun endlich als Erwachsener zu Hause zu sein. Selbst der alte Mensch, vielleicht wieder vereinsamt, weil die Lebenspartnerin, der Lebenspartner bereits gestorben ist, auch der alte Mensch bewahrt den Wunsch nichts ausschließlich auf sich selbst verwiesen zu bleiben, sondern immer noch Arme zu finden, in denen er Annahme und Wärme erfährt, Schutz findet vor alldem, was hilflos macht und entmutigt. So sind den die aufnehmenden liebenden Arme eine andere Umschreibung des Gartensymbols, vom dem die Bibel erzählt.

 

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