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Posts Tagged ‘Ulrich Horstmann’

Misanthropen werden vielfach kritisiert, doch sie schaffen durch Irritationen eine reflexionsfördernde Distanz zu etablierten Denkweisen.

ardaudiothek.de

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Das ist ein fulminantes Stück Literatur. Ich habe es wirklich gerne gelesen, trotz und wegen seiner funkensprühenden Düsternis. (Iris Radisch)

– Live-Mitschnitt Januar 2018 – http://untier.de/suicide-by-knight-oder-was-macht-ockhams-rasiermesser-frank-mueller-im-gespraech-mit-ulrich-horstmann-und-klaus-steintal-%E2%80%A0-2018/?fbclid=IwAR2HcIcuNJWZTmSoccqXM1_TlrNPffPIzMtGk7EvrLLl27M-mpm102270Wk

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In einem realsatirischen Brief vom Mai 1929 betrachtet Karl Valentin seine „jetzige armselige Lage“, wobei er zugleich in allgemeineren Zusammenhängen denkt. Er betont, man könne „stundenlang über die Welt und deren Angehörige kritisieren“. Was sein eigenes Befinden angeht, liest man, wie Valentin mit bitterem Humor die Klippen der Reflexion – und der Rechtschreibung – nimmt: „Amor fati – ja, ja, nein, nein, und doch ist es so, aber genug von dem, es ist immer das gleiche, ob so oder so – ja, ja, es ist schwer, und trotzdem leicht, nicht direkt leicht, ungefähr halbschwer wenn man so sagen darf, warum soll man nicht darfen, es ist unleicht, der miesen Miseere zu entschlüpfen, man steckt eben drinn, und wenn man schon einmal drinn steckt, geht es einem genau so, wie einem, der auch drinn steckt.“ Die valentinesken Gedankenverstrickungen – erstaunlicherweise entstand der Text auf dem Höhepunkt von Valentins Karriere als Komiker – bergen Lebensweisheit…

http://untier.de/wolfgang-schroeder-vom-gaehnen-und-schlucken-des-abgrunds-ulrich-horstmann-karl-valentin-friedrich-hoelderlin-2018/

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In Ulrich Horstmanns Werk verschränken sich die Sujets Apokalyptik, Melancholie und individuelle Todesangst. Dies illustriert auch das fast zeitgleiche Erscheinen dreier Bücher, in die Horstmanns Jahrzehnte währende Auseinandersetzung mit den genannten Themen einfließt. Ihr gemeinsamer Nenner: Erkenntnis verdankt sich immer mentalen Grenzerfahrungen und ist ohne sie nicht möglich.

Auch die psychische Stabilität des Künstlers oder Intellektuellen ist Horstmann zufolge nur auf einem Umweg zu erreichen: Ein Ausweg zeigt sich allenfalls im Durchstehen und Aushalten von Ausweglosigkeiten. Man muss sich (imaginativ) vernichten, um weiterleben zu können.- literaturkritik

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Das Gesamtwerk, Band 1. (2017)

Der erste Band der Werkausgabe umfasst die Essays und Interviews.

Wenn Essay Versuch bedeutet, gibt Ulrich Horstmann keine Ruhe, bis er bei der Versuchungangekommen ist. Er denkt unbotmäßig; den Menschen als Untier oder beschwingten Unglücksraben, Gift als Labsal, den Lebensmüden als Kämpfernatur und das Ungeschehenmachen als die größte Herausforderung unseres Tatendrangs.

Auch wo sie Rede und Antwort stehen, halten der Interviewpartner Horstmann und sein Doppelgänger Klaus Steintal dieser gewitzten Widersetzlichkeit die Treue.

Ulrich Horstmann: Das Gesamtwerk, Band 1: Essays und Interviews.

http://untier.de/das-gesamtwerk-band-1/

 

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Man sollte sich entschlossen der Natur zuwenden.“ Ein solches Projekt mag von Estragon, der diesen Satz in Samuel Becketts Godot-Stück sagt, nicht erwartet werden, ebenso wenig von seinem Leidensgenossen Wladimir. Für die traurigen Helden der Aperçus und des ironischen Reflektierens ist das vorgeblich einfache, natürliche Dasein keine Option, der sie sich dauerhaft widmen könnten. Eben darum ist es verblüffend, wenn Wladimir repliziert: „Wir haben’s versucht.“ Noch überraschender wirkt es, wenn Estragon das Gesagte nach wiedererwachter Erinnerung bestätigt: „Ach ja.“ Er gibt damit zu, dass sein „Man-sollte“-Satz kein bloßer Gemeinplatz war, sondern Ausdruck ernster Erwägung. Die vergangene Hinwendung zur Natur scheint jedoch keineswegs nachhaltig, geschweige heilsam gewesen zu sein. Der Versuch ward wohl bald aufgegeben, weil er den beiden Wartenden nichts Verlässliches bot und keinen gangbaren Weg wies.- untier.de

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Ulrich Horstmann ist Kleist-Preisträger es Jahres 1988. In seinem Hauptwerk „Das Untier“ empfiehlt er den kollektiven Suizid, in seinen Übersetzungen lässt er die großen Selbstmörder und Lebensmüden der anglo-amerikanischen Literatur zu Wort kommen, in Aphorismen bedenkt er den eigenen Exitus. Frank Müller führte mit dem erimitierten Gießener Hochschulprofessor ein Gespräch über die „letzten Dinge“.

http://untier.de/frank-mueller-wo-bleibt-er-denn-der-versarger-interview-mit-ulrich-horstmann/

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Es geht um einen drittklassigen Planeten. – Es geht um einen Vorgang, der im Intergalaktischen Kurier nicht einmal auf den bunten Seiten steht.

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