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Posts Tagged ‘Überwachung’

Ein Systemtest ist Corona für den deutsch-koreanischen Philosophen Byung-Chul Han. Der Nutzen von Big Data mag groß sein, in Asien gebe es aber kaum ein kritisches Bewusstsein gegen digitale Überwachung, warnt er in einem Beitrag in der Welt. Im Folgenden Auszüge: „Es gibt in China keinen unbeobachteten Moment im Alltag. (…) China wird seinen digitalen Überwachungsstaat nun auch als Erfolgsmodell gegen die Epidemie verkaufen.“

„Kein Virus ist fähig zur Revolution. Das Virus vereinzelt uns. Es erzeugt auch kein starkes Wir-Gefühl. Jeder ist irgendwie um sein eigenes Überleben besorgt. Die Solidarität, voneinander Abstand zu nehmen, ist keine Solidarität, die von einer anderen, friedlicheren, gerechteren Gesellschaft träumen ließe. Wir können die Revolution nicht dem Virus überlassen. Hoffen wir, dass nach dem Virus eine humane Revolution kommt.

derstandard.at

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Am 8. Juni 1949 erschien  der Roman “1984” von George Orwell. In jüngster Zeit hat der Roman wieder eine beängstigende Aktualität erfahren.
Sei es der Datenkrake, der personenbezogene Informationen in grossem Stil sammelt, auswertet und weitergibt, Orwell’s „Big Brother is watching you“.. ist in vielfacher neuer Gestalt wieder auferstanden. Orwell beschreibt in 1984 eine totale Überwachung, hauptsächlich mit Hilfe von Teleschirmen, heute weiss unser Mobiltelefon schon bald mehr über uns, als wir selbst.
Im Einzelnen wenig sensible Informationen, zueinander in Relation gebracht, ermöglichen es, äusserst aussagekräftige Persönlichkeitsprofile zu erstellen. Die Debatte um “Politische Korrektheit ”welche durch Sprachtabus und Euphemismen an Orwells „Neusprech“ und „Gutdenk“ und “Gedankenverbrechen” erinnert. Beschweigen und  Beschneiden engen die Bandbreite der Gedanken ein, bis es buchstäblich unmöglich wird, die bei
Orwell als „thoughtcrime“ bezeichneten Gedanken zu denken, weil es keine Begriffe  mehr gibt, um sie auszudrücken. rooschristoph.blogspot.com

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Die neue digitale Gesichtserkennung könnte Chinas Staatsführung schon bald ermöglichen, jeden Dissidenten sofort und überall aufzuspüren. Droht die totale Überwachung?

Die Maschine erkenne Menschen zuverlässig, auch Schminke oder Masken könnten sie nicht täuschen, sagt der Betreiber der größten Plattform für Gesichtserkennung in China. Immer häufiger werde sie eingesetzt. Die Anwender seien Unternehmen und zu 60 Prozent Behörden öffentlicher Sicherheit – in Flughäfen und Bahnhöfen. Es gehe nicht nur um die Aufklärung von Raub und Mord, sondern auch um „gesellschaftliche Stabilität, Sicherheit und Harmonie“, heißt es im Magazin der Kommunistischen Partei „Suche nach Wahrheit“. Die neue digitale Überwachung „made in China“ könnte der Staatsführung dort schon bald ermöglichen, jeden Andersdenkenden sofort und überall aufzuspüren.- NDR

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