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Posts Tagged ‘Totholz’

Lebensraum Totholz

Der Begriff “Totholz„ ist eigentlich völlig paradox. Von “tot„ kann hier beim besten Willen keine Rede sein, noch mehr Leben kann man fast nicht in ein Biotop zwängen. Wohin man auch blickt, überall stößt man auf eine schier grenzenlose Artenfülle. Totholz ist Leben pur, Leben in überschäumender Fülle. Hier tummeln sich 1500 Pilzarten, 1400 Käferarten, über 500 Fliegen- und Mückenarten, 30 Ameisenarten, solitäre Wildbienen und Wespen, Moose, Flechten und zahllose weitere Arten. Wenn man allen beteiligten Lebewesen einen Klang zuteilen könnte, würde aus jedem Stamm eine ganz individuelle, tosende Symphonie erklingen.- naturgartenfreude.de

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Was für die einen das Bild des „gepflegten und aufgeräumten“ Waldes stört, verbinden viele andere mit „aufregend wilden Urwäldern“. Tatsächlich sind aber viele kleine und große Waldbewohner essenziell auf das Vorkommen von Alt- und Totholz in ihrem Lebensraum angewiesen. Für sie kann das Fehlen dieses elementaren Biotopelements lebensbedrohlich sein.

Alterstod, vor allem aber auch Massenvermehrungen von Insekten, Katastrophenereignisse wie Sturmwürfe und Schneebrüche, Blitzschlag oder Waldbrände hinterlassen viele abgestorbene Bäume. Das Ökosystem Wald behandelt diese aber keineswegs wie Abfall – ganz im Gegenteil: Alles wird wiederverwertet. Interessant ist dabei zunächst die Rolle der holzaufschließenden Tierarten wie den bohrenden Insekten oder auch den Spechten. Sie verschaffen vielen holzzersetzenden Pilzen und Bakterien Zugang in das bis dahin harte Material. Eine gesunde Baumrinde ist für Pilze und Insekten häufig eine unüberwindbare Barriere. Sie benötigen eine Eintrittspforte… deutschewildtierstiftung.de

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Totholz: Eine Brutstätte des Lebens (Teil 1)

Totholz umfasst abgestorbene Bäume. Dabei gibt es stehendes Totholz, bei dem der Baum nicht entfernt ist und liegendes Totholz, das auf der Erde liegt und vermodert. In einem Urwald Europas besteht bis zu 30 % des Holzes aus abgestorbenen Bäumen, in einem Wirtschaftswald meist nur noch ein Zehntel davon. Das Entfernen zerstört dabei wertvolle Lebensräume für die gesamte Nahrungskette…

Totholz bietet die Grundlage für eine Vielfalt von Organismen, die zum Großteil auf eine bestimmte Phase der Verfalls und eine bestimmte Holzart angewiesen sind. Dazu gehören vor allem um die 1350 Käfer und mehrere hundert Großpilze, die von abgestorbenen Bäumen leben, bis es vollständig zu Mineralien geworden ist. Diese Arten stehen in Interdependenz: Insekten infizieren das Holz mit Pilzsporen, andere Insekten fressen die Pilze, lassen ihre Larven darin wachsen oder leben selbst darin.- heilpraxisnet.de

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