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Posts Tagged ‘Tiefe’

Dichtung von Joachim Ringelnatz / Rezitation: Otto Sander / Anmerkung: Wenn ich die Gesichter rings studiere, Frage ich mich oft verzagt: Wieviel Menschen gibt’s und wieviel Tiefe? (J. Ringelnatz)

Es gehen Menschen vor mir hin Und gehen mir vorbei, und keiner Davon ist so, wie ich es bin. Es blickt ein jedes so nach seiner Gegebenen Art in seine Welt. Wer hat die Menschen so entstellt?? Ich sehe sie getrieben treiben. Warum sie wohl nie stehenbleiben, Zu sehen, was nach ihnen sieht? Warum der Mensch vorm Menschen flieht? Und eine weiße Weite Schnee Verdreckt sich unter ihren Füßen.

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Von Klassik über Jazz und Blues bis zu Folk und Rockmusik – seit jeher gilt „Tiefe“ als besonderes Qualitätskriterium. Wo es Musik gelingt, tiefe Empfindungen auszudrücken und hervorzurufen oder tiefgründig Erfahrungen zu reflektieren, verankern sich Töne und Texte tief in der Seele ihrer Zuhörer. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts zelebriert und recodiert besonders die afro-amerikanische Popularmusik die Qualität der Deepness (Tiefe) in Blues, Spiritual Jazz, Soul oder House. Diese Tendenz überschneidet sich zum Teil mit einer ganz anderen Dimension von Tiefe – den Bassfrequenzen. Ob im Kirchenraum, im Kino oder im Club, Bass zielt auf Bauch und Herz und lässt Gemeinschaften vor Furcht und Freude erzittern. Von einer Kultur der tiefen Töne kann die Rede sein, wo sich in der Pop-Musik der Bass heute von seiner einstigen Begleitfunktion emanzipiert und zum dominanten Sound in Reggae, Hip-Hop, Dubstep und anderen Spielarten elektronischer Tanzmusik entwickelt hat. Eine Lange Nacht über unterschiedliche Tiefendimensionen in der Musik. (Hördat)

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Dienstag, 25. Mai 2021, 20:00 bis 21:00 Uhr NDR Kultur Feature

Das Meer wird immer lauter. Mit Schiffsmotoren, Echoloten und Bohrinseln zerstört der Lärm den Lebensraum für viele Tiere. Eine Reise in die Klangwelt der Meere. – Feature

Walgesänge, sanftes Blubbern, große Stille. So stellen wir uns den Klang der Unterwasserwelt vor. In Wahrheit wird es in den Meeren immer lauter: Schiffsmotoren, Sonare, Echolote, Bohrinseln und Bagger machen permanent Lärm. Der verbreitet sich im Wasser viermal besser als in der Luft. Umweltschützer haben vor kurzem eine „Lärmkarte“ des Mittelmeers gezeichnet. Darauf gibt es kaum noch ruhige Flecken. Neueste Studien zeigen, dass Unterwasserlärm nicht nur bei Walen sondern auch bei Fischen, Wirbellosen und sogar bei Plankton großen Schaden anrichtet: Verlust der Orientierung, Missbildungen, Fehlgeburten, Verhaltensänderung, Massensterben.

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Deutschlandfunk Kultur Lange Nacht, 13.04.2019. Von Olaf Karnik und Volker Zander

Von Klassik über Jazz und Blues bis zu Folk und Rockmusik – seit jeher gilt Tiefe als besonderes Qualitätskriterium. Wo es Musik gelingt, Empfindungen auszudrücken oder Erfahrungen zu reflektieren, dringt sie in die Seele ihrer Zuhörer.

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