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Posts Tagged ‘Thomas Palzer’

Essay und Diskurs im Deutschlandfunk

Wenn es das Sichtbare gibt, muss es das Unsichtbare geben, das galt und gilt in allen Kulturen für ausgemacht. Mit der Pandemie hat das, was sich der menschlichen Wahrnehmung entzieht, neue Aktualität gewonnen. Die Wirklichkeit steckt noch voller Geheimnisse und Ungewissheiten. Von Thomas Palzer

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Wenn es das Sichtbare gibt, muss es das Unsichtbare geben, das galt und gilt in allen Kulturen für ausgemacht. Mit der Pandemie hat das, was sich der menschlichen Wahrnehmung entzieht, neue Aktualität gewonnen. Die Wirklichkeit steckt noch voller Geheimnisse und Ungewissheiten. Von Thomas Palzerhttps://www.deutschlandfunk.de/das-unsichtbare-100.html

In der Tradition steht der Begriff Gott für das radikal Unsichtbare. In der Antike galt das, was im Moment evident ist, als wirklich – also das, was vor Augen liegt. Im Mittelalter war es der Schöpfer, der für die Wirklichkeit des Wirklichen die Gewähr übernahm. In der Neuzeit wiederum wurde Wirklichkeit dadurch garantiert, dass sie etwas ist, was keine Unterbrechung kennt. Anders gewendet, scheint das Einzige, was beanspruchen kann, den Status des Wirklichen innezuhaben, ausgerechnet das Unsichtbare zu sein…
Es ist stark anzunehmen, dass es der Menschheit nicht gelingen wird, jemals all das, was gewusst werden könnte, auch zu wissen.
Wissen schwimmt seiner Natur nach in einem Meer aus Unwissen.

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Essay und Diskurs: Staub ist der Teil der Materie, der unerwünscht ist. Er wird von Putzkolonnen und mit Staubtüchern energisch bekämpft. Er ist einerseits allgegenwärtig, andererseits ist kaum etwas so flüchtig wie Staub. Er kommt mit Stürmen von weit her, überdeckt Landschaften, Städte und kriecht in jede vermeintlich noch so dicht abgeschlossene Ritze. Staub ist die kleinste Einheit sichtbarer Materie, alles besteht aus Staub und wird wieder zu Staub zerfallen.

Aus der Sicht des Universums ist unsere Erde ein Staubkorn, aus der Perspektive einer Staubmotte gestaltet sich ein für das menschliche Auge kaum sichtbares Staubkorn als ein nicht mehr ganz so kleiner Brocken. Alles eine Frage der Proportion.

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In Deutschland gibt es kaum noch Flecken, die wirklich natürlich sind. Alles ist längst von Menschenhand umgewandelt, anverwandelt, umgestaltet. Eine Suche nach der Natur, wo wir sie am wenigsten suchen: in der Stadt.

Auf seinem Weg durch die Stadt findet Autor Thomas Palzer die Reste dessen, was einst Natur genannt wurde. Er entdeckt die Ecken und Winkel, an denen sie hartnäckig wiederkehrt. So begleitet er beispielsweise einen staatlich angestellten Laubwegbläser, herrje … DLF Kultur

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