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Posts Tagged ‘Theater’

Antonin Artaud: Was Kunst soll, gesetzt, sie soll überhaupt etwas, was zu bezweifeln ist: wäre in Verlängerung des Rimbaudschen Diktums, die vollständige Enddisziplinierung der Bewusstseine anzustreben. Damit die Welt, die sich einen Dreck scheren wird, nicht so weiter geht, wie sie es tut; „ein Loch in diese Welt bohren, um sie zu verlassen.

Antonin Artaud (1896-1948), Schriftsteller, Schauspieler und Theatertheoretiker, beeinflusste mit seiner Konzeption eines Theaters der Grausamkeit die Entwicklung des modernen Theaters entscheidend. Ausgelöst durch eine Erkrankung in der Kindheit war er zeitlebens in psychiatrischer Behandlung.

via: https://www.berlinerfestspiele.de/de/berliner-festspiele/programm/bfs-kuenstler/bfs_kuenstler_detail_175445.html

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NDR Kultur – Mittwoch, 12. Januar 2022 um 20:05 Uhr

Seit ihrer Kindheit sind Leontes, König von Sizilien, und Polixenes, König von Böhmen, in tiefer Freundschaft miteinander verbunden. Doch nun ist Leontes von maßloser Eifersucht besessen, verdächtigt seine schöne Frau Hermione, von Polixenes ein Kind zu erwarten, und klagt sie öffentlich des Ehebruchs an. Niemand an seinem Hof glaubt an Hermiones Schuld, alle beschwören Leontes, doch zur Vernunft zu kommen. Aber selbst die unheilverkündenden Warnungen der weisen Paulina halten ihn nicht davon ab, seine Frau in den Kerker zu werfen und Polixenes zu verfolgen. Das Kind, das im Gefängnis geboren wird, erhält von der Mutter den Namen Perdita, die Verlorene. Es wird von Leontes als Bastard verbannt, an der „Küste Böhmens“ ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen. Als auch noch ihr Sohn stirbt, bricht Hermione über ihrem Unglück zusammen, und Paulina berichtet von ihrem Tod. Von bitterster Reue geplagt, aber viel zu spät, sieht Leontes sein Unrecht ein. Zeit vergeht: 16 Jahre später lebt Perdita als einfache Schäferstochter in Böhmen. Eine heimliche Liebe, so will es das Schicksal, verbindet sie mit dem Sohn des Königs Polixenes. Die menschliche Existenz ist bei Shakespeare, und besonders im „Wintermärchen“, ein unberechenbares Glücksspiel. (Mit Rolf Boysen) – (Hördat) …

https://www.ndr.de/kultur/epg/Hoerspiel-Ein-Wintermaerchen,sendung1219508.html

https://www.ndr.de/kultur/sendungen/hoerspiel/Shakespeare-Ein-Wintermaerchen,audio1025040.html

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Der Kalkwerksbesitzer Konrad arbeitet seit mehreren Jahren an einer Studie über das Gehör, „das philosophischste aller Sinnesorgane“. Seine an den Rollstuhl gefesselte Frau wird zum Objekt seines Experiments, das Unhörbare zu hören, das Erkannte mitzuteilen. Die allein auf „Wörterverkehr“ gestellte Kommunikation mündet in „exemplarischer Wortlosigkeit“. Das Paar lebt in einem schrecklichen Idyll, in dem der Alltag durch das Zwangsverhältnis unerträglich wird. Heiligabend erschießt Konrad seine verkrüppelte Frau. Zwei Tage später wird er verstört und halb erfroren in einer ausgetrockneten Jauchegrube gefunden.

https://archive.org/details/daskalkwerkthomasbernhard2001

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Gemeinsam mit Philip Glass hat er die Minimal-Oper entwickelt („Einstein On The Beach“), mit Tom Waits brachte er die Musical-Version des „Freischütz“ auf die Bühne („Black Rider“), mit Herbert Grönemeyer vertonte er Büchners „Leonce und Lena“ ganz neu und mit Rufus Wainwright die Sonette Shakespeares. Zum 80. Geburtstag spielen wir die schönsten Musikstücke aus den Inszenierungen von Robert Wilson.

„Von Einstein bis Black Rider“ Robert Wilson und die Musik zum 80. Geburtstag

https://www.hr2.de/podcasts/kaisers-klaenge—robert-wilson-und-die-musik,audio-58268.html

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Ein Besuch im Kunst- und Performancelabor des Theaterregisseurs Robert Wilson.

Feature, am 06.07.2021, 22:30 Uhr im Deutschlandfunk Kultur

Das Watermill Center liegt auf Long Island. 1992 von dem Theaterregisseur Robert Wilson als Performancelabor gegründet, wird es seither jedes Jahr erweitert, ausgebaut und erneuert. Er habe es gegründet, um einen Ort des Austausches zu haben, sagt Wilson. Das Feature stellt die Einrichtung mit seiner Atmosphäre zwischen Glamour und Schullandheim, zwischen hinreißenden Inszenierungen, Ideen, Projekten und Küchendienst vor.

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Bayern 2 – Samstag, 19. Juni 2021 15:05 Uhr – Regie Rudolf Noelte

Vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs zeichnet Sternheim in seinem 1915 uraufgeführten Theaterstück eine von Machtgier und Egoismus besessene Gesellschaft. Es ist der dritte Teil einer Trilogie um Aufstieg und Untergang einer bürgerlichen Dynastie (‚Die Hose‘‚Der Snob‘‚1913‘).

Als Herr eines Industriekonzerns befindet sich der 70jährige Christian Maske auf dem Höhepunkt seiner Macht. Doch muss der alte Mann erkennen, dass sein Leistungs- und Pflichtethos bei seinen Erben zur bloßen Habgier verkommen ist. Tochter Sofie hat zwar den berechnenden Geschäftssinn ihres Vaters geerbt, nicht aber dessen Weitblick. Während der Vater krank ist, schließt Sofie einen Vertrag mit einem zwielichtigen Waffenhändler ab. Noch einmal erwacht Maskes Machtwille angesichts der Furcht, dass seine Tochter sein Lebenswerk in Stücke schlägt. Sophies Haltung beweist Christian Maske, dass die bestehende Gesellschaft keine Zukunft hat: „Nach uns der Zusammenbruch! Wir sind reif!“ Zwar gelingt es ihm, die Pläne seiner Tochter zu verhindern, aber im Triumph des Sieges trifft ihn der Schlag.

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Ö1 – Samstag, 8. Mai 2021 um 14:00 Uhr – https://oe1.orf.at/player/live

Wer entscheidet über unsere individuelle Art zu denken, zu handeln, zu leben, zu lieben? Die Familie? Die Religion? Die Tradition? Oder doch man selbst? Der amerikanisch-pakistanische Dramatiker Ayad Akhtar stellt diese Fragen in dem Familiendrama „The Who and the What“. Alle haben darauf andere Antworten: Der Vater, ein liberal-konservativer Moslem. Mahwish, die in der säkularisierten Welt einer westlichen Großstadt immer wieder mit ihrer Religion in Konflikt gerät. Ihre ältere Schwester Zarina, die mit einem Konvertiten verheiratet ist und einen Roman schreibt, in dem sie dem Koran provokante Thesen entgegensetzt. Am Ringen um Verständnis, an der Unvereinbarkeit mancher Vorstellungen und der Mehrdeutigkeit der Argumente entzünden sich Tragik und Humor. 

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Das Trauma der Verführung – Von Andreas Wilink
Vielleicht können wir, mit unseren westlich geübten und getrübten Sinnen für den Sonnenaufgangs-Osten, diese Erzählung vom Begriff des Ausnahmezustands her betrachten. Dabei ist es gleichgültig, ob das im Meer schwimmende Japan die Auffassung teilt, dass jede Leidenschaft pathologischer Natur und also dem Menschen – ob Mängel- oder Überschusswesen – eingeschrieben sei. Das Werk von Yukio Mishima jedenfalls handelt vom Obsessiven, das größer ist als das, was Psychologie und kausale Logik davon verstehen, und öffnet sich hin zu anderen Räumen. – nachtkritik.de

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In den 1960er-Jahren verschaffen sich Theatermacher Raum für ihre Utopien. Die Suche nach neuen Theaterformen findet nicht mehr allein auf der Bühne statt. Wer bin ich? Woher komme ich? Was ist das Leben? Das waren Fragen, mit denen sich die Theateravantgarde der 1960er-Jahre auseinandersetzte, denn für sie war das Theater eine Reise zum Menschen. Ausgehend von einer performativen Ausdeutung von Shakespeares „Der Sturm“ reflektiert Evelyn Dörr Theateransätze von Peter Brook und Jerzy Grotowski: ihre Schauspielmethoden, ihre Utopien und Visionen vor dem Hintergrund von Krieg und Atombombenangst. Hier ausgesucht: SWR2 Essay

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