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Posts Tagged ‘Textlog’

Als es schon unerträglich geworden war — einmal gegen Abend im November — und ich über den schmalen Teppich meines Zimmers wie in einer Rennbahn einherlief, durch den Anblick der beleuchteten Gasse erschreckt, wieder wendete, und in der Tiefe des Zimmers, im Grund des Spiegels doch wieder ein neues Ziel bekam, und aufschrie, um nur den Schrei zu hören, dem nichts antwortet und dem auch nichts die Kraft des Schreiens nimmt, der also aufsteigt, ohne Gegengewicht, und nicht aufhören kann, selbst wenn er verstummt, da öffnete sich aus der Wand heraus die Tür, so eilig, weil doch Eile nötig war und selbst die Wagenpferde unten auf dem Pflaster, wie wildgewordene Pferde in der Schlacht, die Gurgeln preisgegeben, sich erhoben…,.. https://www.textlog.de/3883.html

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Es kann heute keinem Zweifel mehr unterliegen, daß alles, was wir als Körper bezeichnen, ein Streben zeigt, ein Ganzes zu werden. Im allgemeinen kann das Atom in dieser Hinsicht mit der lebenden Zelle verglichen werden. Beide besitzen latente und manifeste Kräfte, die teils zur Abrundung und Begrenzung, teils zur Ansetzung anderer Teile Anlaß geben. Der hauptsächliche Unterschied liegt wohl im Stoffwechsel der Zelle gegenüber der Selbstgenügsamkeit des Atoms. Nicht einmal die Bewegung innerhalb oder außerhalb von Zelle und Atom bietet grundlegende Unterschiede. Auch die Elektronen sind nie im Ruhezustand und ein Streben danach, wie Freud es für seine Anschauungen vom Todeswunsch postuliert, kann nirgendwo in der Natur gefunden werden…,.. textlog

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Wenn wir nun mit Recht den Boden der absoluten Sicherheit verlassen, auf dem sich viele Psychologen herumtummeln, so bleibt nur ein einziges Maß übrig, an dem wir einen Menschen messen können: seine Bewegung gegen­über den unausweichlichen Fragen der Menschheit.

https://www.textlog.de/alfred-adler-sinn-des-lebens.html

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Vorrede

[Schule des Verdachts]

1.

Es ist mir oft genug und immer mit großem Befremden ausgedrückt worden, dass es etwas Gemeinsames und Auszeichnendes an allen meinen Schriften gäbe, von der „Geburt der Tragödie“ an bis zum letzthin veröffentlichten „Vorspiel einer Philosophie der Zukunft“: sie enthielten allesamt, hat man mir gesagt, Schlingen und Netze für unvorsichtige Vögel und beinahe eine beständige unvermerkte Aufforderung zur Umkehrung gewohnter Wertschätzungen und geschätzter Gewohnheiten. Wie? Alles nur — menschlich-allzumenschlich?

textlog

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Aber, verwandt mit after, hatte wohl ursprünglich die Bedeutung später; schon im Althochdeutschen war das Wort teils Adverbium in der Bedeutung wieder, noch einmal, teils Konjunktion mit der Bedeutung des Gegensatzes. Als Konjunktionen können wieder, wiederum, von neuem, aufs neue, abermals, nochmals nicht gebraucht werden. Hier kommt demnach aber nur in adverbieller Bedeutung in Betracht. Aber, abermals (altertümlich: abermal), nochmals zeigen eine bloße Wiederholung an, z. B. er hat mich abermals geschlagen. Aber, das bei Luther noch häufig vorkommt (z. B. „und aber über ein Kleines“. Joh. 16, 16; vgl. 1. Mos. 38, 4. Phil. 4, 16 usw.), ist gegenwärtig veraltet; nur noch bei Dichtern kommt es hier und da vor (z. B. „Und aber nach fünfhundert Jahren“ usw. Rückert), sonst wird es bloß noch in Wiederholungen gebraucht, z. B. Ach und aber Ach!

http://www.textlog.de/37603.html

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http://www.textlog.de/volksmedizin.html

Nach den besten Quellen und nach dreißigjährigen, im In- und Ausland selbst gemachten zahlreichen Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Volksleben gesammelt und herausgegeben

12) Wein, Branntwein. Mit Recht sagt Hufeland, dass der Wein das größte Stärkungs- und Belebungsmittel sei, daher bei großer Ermüdung, großer Körperschwäche, bei Traurigkeit, Ohnmacht, bei allen Krankheiten aus Schwäche am schnellsten die Kräfte hebt; dass aber in Krankheiten (zumal in fieberhaften, entzündlichen) seine Anwendung misslich sei und nie ohne des Arztes Bestimmung gemacht werden dürfe. Nur bei allen Ertrunkenen, Erfrorenen, Erstickten n. s. w. könne man immer, wenn sie wieder zu schlucken anfangen, etwas Wein einflössen. In Fällen, wo man Bedenken trägt, Wein trinken zu lassen, rät Hufeland, Hände, Gesicht und Füße zur Stärkung damit zu waschen. Sind Kinder gefallen, so rühmt er Waschungen des ganzen Körpers mit warmem Wein, weil sonst der Grund zum Auswachsen oder zu einer anderen Krankheit dadurch gelegt werden kann. So auch dient das tägliche Waschen mit lauwarmem Wein bei Kindern, welche den Anfang der englischen Krankheit zeigen und das Laufen nicht lernen wollen. In Ermangelung des Weins empfiehlt Hufeland zu gleichem Zweck einen Teil Branntwein und vier Teile Wasser (vgl. die Artikel Branntwein und Wein). (1843)

http://www.textlog.de/medizin-wein-branntwein-hausmittel.html

 

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Das ewige Kind. — Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgend einem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten! Wir meinen’s und empfinden’s freilich anders, aber gerade dies spricht dafür, dass es dasselbe ist — denn auch das Kind empfindet das Spiel als seine Arbeit und das Märchen als seine Wahrheit. Die Kürze des Lebens sollte uns vor dem pedantischen Scheiden der Lebensalter bewahren — als ob jedes etwas Neues brächte —, und ein Dichter einmal den Menschen von zweihundert Jahren, den, der wirklich ohne Märchen und Spiel lebt, vorführen.

http://www.textlog.de/cgi-bin/search/proxy.cgi?terms=M%E4rchen&url=http%3A%2F%2Fwww.textlog.de%2F20570.html

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Novalis (Friedrich von Hardenberg), 1777-1801, der bekannte Dichter, ist auch als Philosoph beachtenswert, als ein von Hemsterhuis und besonders von Kant, Fichte und Schelling beeinflußter Romantiker. Außer dem Roman »Heinrich von Ofterdingen« kommen hier besonders die »Fragmente« in Betracht, welche eine Menge philosophischer Aphorismen enthalten.

Novalis verkündet einen »magischen Idealismus«, der von der Macht des Geistes über die Natur durchdrungen ist. Aus dem Geiste allein ist die Natur zu begreifen und durch den Geist wird sie beständig gestaltet, erneuert. Die Philosophie ist »Heimweh, ein Trieb, überall zu Hause zu sein«, das »Poem des Verstandes«, eine »Erregung des wirklichen Ich durch das idealische Ich«, die Kunst, ein Weltsystem aus den Tiefen unseres Geistes heraus zu denken. »Erst im vollständigen System aller Wissenschaften wird die Philosophie recht sichtbar sein«. Philosophie ist »das Ideal der Wissenschaft überhaupt«, die »vollendete Intelligenz«. Die wahre Philosophie ist »realistischer Idealismus« und beruht auf »höherem Glauben«; sie behandelt die »Ehe von Natur und Geist«.

http://www.textlog.de/cgi-bin/search/proxy.cgi?terms=novalis%20&url=http%3A%2F%2Fwww.textlog.de%2Fnovalis.html

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Der mystische Ausdruck ist ein Gedankenreiz mehr. Alle Wahrheit ist uralt. Der Reiz der Neuheit liegt nur in den Variationen des Ausdrucks. Je kontrastierender die Erscheinung, desto größer die Freude des Wiedererkennens.

http://www.textlog.de/23391.html

 

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