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Posts Tagged ‘Termin’

WDR 5 – Schon vor 1945 überlegten die Amerikaner wie man den autoritätshörigen Deutschen die Demokratie beibringen könnte. In Reeducation-Trainings schulten sie eine Diskussionskultur, aus der auch die deutsche Nachkriegsliteratur hervorging. Wenn ein politisches System seine Macht verliert und aus einer Diktatur eine Demokratie wird, was passiert dann mit der Kultur, mit den Medien und den Kommunikationsformen? Müssen sich nur die Institutionen ändern oder auch die Menschen?

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Deutschlandradio Kultur. Er wurde Ende des 19. Jahrhundert in das Berliner Großbürgertum hineingeboren. In der großspurig-selbstverliebten Welt des Wilhelminismus verlebte der kleine Ludwig eine unbeschwerte Kindheit, umgeben von einer jüdischen Großfamilie, als einziger Sohn des Fabrikanten Marcuse „maßlos verwöhnt“, ein eigenwilliger „Kronprinz“, dem große Freiheiten zugestanden wurden. Die politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts zerstörten das Kindheitsidyll nachhaltig. Nach dem Ersten Weltkrieg starb der Vater, das Vermögen verschwand in den Krisen der 20er Jahre. „Was wird man, wenn man nicht gelernt hat zu parieren? Freier Schriftsteller!“ Ludwig Marcuse schrieb Theaterkritiken und Essays, philosophische Bücher über Glück und Unglück, Porträts, Polemiken, Biographien zu Heinrich Heine, Ignatius von Loyola, Richard Wagner, Ludwig Börne …

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Essay und Diskurs 

Von Anfang an beherrschten Autorinnen wie Agatha Christie, Dorothy Sayers oder Patricia Highsmith das Mordgeschehen in der Literatur. Doch die Rolle der Frauen im Kriminalroman selbst war begrenzt. Sie gaben die schöne Leiche, die shady lady oder die strickende Amateurdetektivin. Heute ermitteln Kommissarinnen ebenso smart und hartgesotten wie ihre männliche Kollegen. Wozu braucht es also den feministischen Kriminalroman? Welche Verbrechen werden darin geahndet? Und mit welchen Waffen? Eine essayistische Ermittlung von Thekla Dannenberg.

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Zum 100. Geburtstag von H.C. Artmann. Tom Parker ist ein Meisterdetektiv, dem keiner das Wasser reichen kann. Schlagfertig, charmant und scharfsinnig löst er jeden Fall.

  • Unterstützt wird Tom Parker von seinem treuen Butler James, der ebenso formvollendet Whisky kredenzt wie er geistesgegenwärtig Gefahren begegnet. Denn Genie erweckt nicht nur Bewunderung, und ein begnadeter Meisterdetektiv macht sich auch mächtige Feinde. So etwa Lyford Pemberton, einen gewieften Bösewicht, der sich hinter zahlreichen Masken verbirgt und eine Gefolgschaft düsterer Gestalten der Unterwelt befehligt.

    Mit diebischem Vergnügen betreibt H.C. Artmann in seiner Geschichte künstlerische Camouflage und spielt mit den typischen Figuren, den haarsträubenden Ereignissen und unglaublichen Wendungen der klassischen Detektiv-Geschichte.

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Essay und Diskurs: Staub ist der Teil der Materie, der unerwünscht ist. Er wird von Putzkolonnen und mit Staubtüchern energisch bekämpft. Er ist einerseits allgegenwärtig, andererseits ist kaum etwas so flüchtig wie Staub. Er kommt mit Stürmen von weit her, überdeckt Landschaften, Städte und kriecht in jede vermeintlich noch so dicht abgeschlossene Ritze. Staub ist die kleinste Einheit sichtbarer Materie, alles besteht aus Staub und wird wieder zu Staub zerfallen.

Aus der Sicht des Universums ist unsere Erde ein Staubkorn, aus der Perspektive einer Staubmotte gestaltet sich ein für das menschliche Auge kaum sichtbares Staubkorn als ein nicht mehr ganz so kleiner Brocken. Alles eine Frage der Proportion.

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Bayern 2 – Samstag, 5. Jun 2021 um 15:05 Uhr –

Regie: Rudolf Noelte

„Man wird „Die Hose“ noch in hundert Jahren die spirituellste Komödie unserer Zeit nennen“, urteilte der Verleger Franz Blei 1910 über das Werk seines Schriftstellerkollegen und Freundes Carl Sternheim. Biederere Zeitgenossen hätten das ‚bürgerliche Lustspiel‘ um das verlorene Wäschestück einer angesehenen Beamtengattin aus „Gründen der Sittlichkeit“ am liebsten noch vor der Uraufführung verboten. So delikat ist die Geschichte: Seit seine Luise bei einem Stelldichein auf offener Straße die Hose verlor, bangt Biedermann Theobald Maske um seine Karriere. Um den brüskierenden Vorfall zu vertuschen, quartiert er die beiden einzigen Zeugen des Vorfalls kurzerhand als Untermieter in seiner kleinen Wohnung ein. Der abstruse Lust- und Liebesreigen, der sich aus dieser Konstellation entspinnt, eignet sich bestens dazu, bürgerliche Doppelmoral zu entlarven.

„Die Hose“ gehört zu Sternheims satirischem satirischen Dramenzyklus „Aus dem bürgerlichen Heldenleben„. Das Stück ist der erste Teil der Trilogie über den sozialen Aufstieg der Familie Maske, die in den Komödien ‚Der Snob‘ und ‚1913‘ ihre Fortsetzung fand.

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Ö1 – Dienstag, 1. Jun 2021 16:05 Uhr – Tonspurenhttps://oe1.orf.at/player/liveFeature von Olivia Wimmer

Im Sommer 2020 macht sich Hamed Abboud auf, zu Fuß alleine von Wien ins Burgenland zu gehen. Als spirituelle Reise, zurück in seinen einstigen Wohnort Oberschützen. Seine Füße lässt er dabei in den Gewässern ausruhen, die seinen Weg kreuzen. Er erinnert sich an den Euphrat, ein mächtiger Fluss, der den Nordosten von Syrien durchfließt und wie oft er mit seinen Freunden die Tage an dessen Ufer und in dessen Wasser verbracht hat. Seit Hamed Abbouds Ankunft in Österreich – vor mittlerweile 7 Jahren – war er nicht mehr schwimmen. Zu kalt ist das Flusswasser hier.

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Hörspiel, im Deutschlandfunk Kultur

Ein eindringlicher Monolog sowie ein kunstvoller Film in der Hauptrolle mit Sandra Hüller über Trauma, Familiengeheimnisse und den Umgang mit Psychosen. Wie lassen sich für das Unaussprechliche die richtigen Worte finden?

Das audio-visuelle Projekt „Ihre Geister sehen“ erzählt von der seelischen Erkrankung Annas. Im Hörspiel als auch im Kunstfilm erzählt sie von Stimmen in ihrem Kopf, von Medikamenten, sie erinnert sich an die Worte ihrer Mutter, die Geburt der Tochter, an die Liebe zu ihrem Mann und an zunächst verborgenen Gebliebenes. Mutig, offen und zärtlich spricht Anna von einem Trauma und sie zeigt wie nah und wie fremd zugleich die Welt und die eigene Familie sein kann. Wie fühlt es sich an, wenn man mit der Welt nicht mehr zurecht kommt? – DLF Kultur

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Deutschlandfunk Kultur. „Unter seinem Hut ist Utopia“ – Eine Lange Nacht über Joseph Beuys.

Von Berit Hempel Regie: Burkhard Reinartz

Schamane, Scharlatan, Vordenker? Der Zeichner, Bildhauer und Aktionskünstler Joseph Beuys erklärte einem toten Hasen Bilder, teilte sich mit einem Kojoten mehrere Tage einen Galerieraum, arbeitete mit ungewöhnlichen Materialien wie Fett, Filz und Honig. Mit wenigen Zeichenstrichen und einzelnen Wörtern öffnete er neue Gedankenräume. Beuys sah den Menschen in seiner Gesamtheit als Künstler und wollte das politische System und die Gesellschaft verändern. Durch seinen allumfassenden Ansatz veränderte er die Kunst. Joseph Beuys, am 12. Mai 1921 geboren, gilt als einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts mit seinem erweiterten Kunstbegriff und der Theorie der „sozialen Plastik“.

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