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Posts Tagged ‘SZ’

Wie wenig man in Europa auch von Afrika weiß, eines weiß fast jeder: „Afrika“ gibt es nicht mehr. Wer den riesigen Kontinent so benennt, unterschlägt nicht nur die gewaltigen Unterschiede zwischen den 54 Ländern, als seien sie nicht der Rede wert; er steht auch im Verdacht, das kolonialistische Bild vom indifferent-chaotischen „schwarzen Kontinent“ zu erneuern.

Umso überraschter ist man, dass der 46-jährige senegalesische Wirtschaftswissenschaftler und Essayist Felwine Sarr das A-Wort sogar im Titel seines heute auf deutsch erscheinenden Manifests „Afrotopia“ führt, eines der in den letzten Jahren meistbeachteten Werke in der Postkolonialismusdebatte.

https://www.sueddeutsche.de/kultur/felwine-sarr-neokolonialismus-afrotopia-1.4301691

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  • Bereits gegen 1900 galten Wildkatzen in vielen Teilen Deutschlands als ausgestorben.
  • Mittlerweile leben mehrere Tausend der Tiere wieder im Land.
  • Ihre Rückkehr verdankt sie auch Naturschützern, die jahrelang Bäume gepflanzt und ihr so neue Lebensräume bereitet haben.
Von Katrin Blawat, SZ Wissen

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Ironie der Geschichte: Eigentlich gilt den Brexit-Hardlinern Dank. Kaum jemand hat in der jüngeren Vergangenheit mehr für Europa geleistet als diejenigen, die die EU für überflüssig erklären.

Von Carolin Emcke

Zum Henker fühlte Ko-Ko sich nicht berufen. Er war ein einfacher Kimono-Schneider in dem Ort Titipu. Doch weil er gegen das rigorose Flirtverbot des Kaisers verstoßen hatte, wurde Ko-Ko zum Tode verurteilt. Als der professionelle Vollstrecker des Hofes ausfiel, ernannte man Ko-Ko zum Scharfrichter, der alle Verurteilten, sich selbst eingeschlossen, enthaupten sollte… SZ

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Die Lügen des US-Präsidenten vernichten nicht nur Personen, sondern den Bezug auf eine gemeinsame Realität.

Von Carolin Emcke

Alle diese Lügen, auch wenn ihre Urheber sich dessen nicht bewusst sind, sind potenziell gewaltsam“, schrieb die Philosophin Hannah Arendt in ihrem Essay „Wahrheit und Politik“, das erstmals 1967 in der amerikanischen Zeitschrift The New Yorker erschien.

sueddeutsche.de

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Früher waren es Kindersklaven in China oder „Hofmohren“ in Preußen, heute sind es ausgebeutete Billiglöhner in Belgien, Großbritannien und Portugal. Ein neues Buch dokumentiert die Universalgeschichte der Sklaverei. – Rezension von Thomas Speckmann

Im April 2018 schlug der Europarat Alarm: Menschenhandel und Sklavenarbeit seien auf dem Vormarsch. Und dies geschehe nicht irgendwo auf der Welt, sondern in ganz Europa. Auf dem Kontinent breite sich Menschenhandel aus mit dem Ziel, seine Opfer als billige Arbeitskräfte auszubeuten. SZ

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Es ist die schlimmste Eisenbahnfahrt der Filmgeschichte. Zwei Frauen in einem Abteil, zwei Schwestern, eine hat ihren kleinen Jungen dabei. Sie sind in einem fremden Land unterwegs, das Abteil ist eng und dunkel. Die eine Schwester ist krank, sie krümmt sich auf der Sitzbank. Der Junge reibt sich die Augen, geht auf den Gang hinaus. Aber den Blick durchs Fenster nach draußen, der so oft im Kino Licht und Freiheit verspricht, blockiert ein Güterzug auf dem Nachbargleis, der Panzer befördert. „Das Schweigen“ beginnt so, der Film, der Ingmar Bergman den ganz großen Durchbruch brachte: SZ

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Alles begann vor ein paar Jahren mit einer Anfrage. Ob David Graeber nicht eine radikale These hätte, fragte der Chef eines radikalen Magazins, die sonst keiner drucke? Graeber, Anarchist und Bestseller-Autor, hatte natürlich eine These: Millionen Jobs in der modernen Wirtschaft seien erschütternd nutzlos für die Gesellschaft – und frustrierend für den Einzelnen.- SZ

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