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Posts Tagged ‘SWR2 Wissen’

Traditionelle japanische Gärten sind wahre Freiluft-Salons, in denen sich einst die gebildete Oberschicht ihren Interessen hingab: der Betrachtung einer bis ins Detail gestalteten Landschaft, dem Ritual der Teezeremonie, Theateraufführungen oder der Stegreifdichtung. Ein Spaziergang durch den „Koraku-en“-Garten in Okayama – der zum Weltkulturerbe zählt – offenbart die raffinierte Ästhetik dieses Gesamtkunstwerkes.- SWR2

„Geborgte Landschaft“ nennt man in Ostasien das gartenarchitektonische Prinzip, bei dem sich die den Garten umgebende Naturszenerie in der künstlich angelegten Landschaft wiederfindet. Das Außen wird also in das Innere mit einbezogen.

Es gibt Landschaftsgärten, die berühmte Gegenden in Japan oder China nachahmen; andere wiederum orientieren sich an daoistisch-geomantischen Vorstellungen oder an kosmologischen Paradiesmythen. Eines aber haben all diese Gärten gemeinsam: Im Gegensatz zur gestaltenden Rolle des Menschen in westlichen Gartenarchitekturen wird der Mensch hier zum passiven Bestandteil des Gesamtbildes. – SWR2 Wissen. Von Dagmar Lorenz

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Religion und Naturwissenschaft (1/3) – Von Hans Küng

Die moderne Astrophysik konnte in den letzten Jahrzehnten viele neue Erkenntnisse über den Anfang und die Entwicklung des Kosmos sammeln, die wohl kein Laie mehr nachvollziehen kann. Es geht um dunkle Materie, schwarze Löcher, um den Urknall und Parallel-Universen. (Produktion 2006) (Teil 2, Karfreitag, 30. März, 8.30 Uhr) – SWR2 Wissen

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Sendung am Donnerstag, 8. März | 8.30 Uhr im SWR2

Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes.“ Mit diesem Satz beginnt eines der faszinierendsten Bücher des 20. Jahrhunderts: „Masse und Macht“ von Elias Canetti. Es erschien 1960 und markiert die Schwelle von den Menschenmassen der Geschichte zum heutigen Massenmenschen. Die Grundidee dieser essayistischen Untersuchung wird bis heute kontrovers diskutiert: Der Mensch, so Canetti, überwinde die Todesangst nur in der Masse, und diktatorische Machthaber hielten sich nur durch Massen an Toten. Das Buch entstand unter dem Eindruck der Nazi-Herrschaft und sollte für Canetti vor allem eines sein: ein Menschheits-Buch gegen den Faschismus. Ausgerechnet in Deutschland jedoch wurde der spätere Literaturnobelpreisträger damit kaum beachtet. Dabei lohnt es, seine Gedanken gerade heute wieder neu zu entdecken.

https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/swr2-wissen-elias-canetti-masse-und-macht-neu-entdeckt/-/id=660374/did=21058084/nid=660374/sdpgid=1535163/ahm4ia/index.html

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In einem Nadelwald leben andere Lebewesen als in einem Buchenwald, in einer Wiese andere als am Bach. Den Unterschied kann man hören. Wie komplexe Ökosysteme im Verlauf eines ganzen Jahres klingen, erforschen Wissenschaftler der Universität Freiburg auf der Schwäbischen Alb, im Nationalpark Hainich in Thüringen und im brandenburgischen Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Sie haben 300 Mikrofonkästen aufgestellt, die alle zehn Minuten eine Minute lang Aufnahmen machen. Auf diese Weise wollen sie neue Erkenntnisse über die Artenvielfalt eines Gebietes gewinnen.

PS: Bernie Krause im DLF

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Ethik gegen Religion – Von Wilhelm Vossenkuhl

So, 10.12. | 8.30 Uhr – SWR2

Normalerweise gibt es im heutigen Verständnis eine strikte Trennung und Unterschiedlichkeit von Ethik und Religion, weil beide auf verschiedenen Begründungszusammenhängen basieren: Religion bezieht sich auf das Göttliche und seine Gebote, die Ethik auf Regeln des Handels und Zusammenlebens, die sich aus Vernunftprinzipien ergeben. Aktuelle religiöse Konflikte, wie sie der radikale Islam ausgelöst haben, zeigen hingegen eine gefährliche Vermischung beider Bereiche, die typisch sind für vergangene Epochen, in denen ethische Begründungen aus der Religion abgeleitet wurden. Professor Wilhelm Vossenkuhl, Philosoph an der LMU München, beschreibt in zwei Teilen die Geschichte und Gegenwart des Verhältnisses von Ethik und Religion. – (Teil 2, Sonntag, 17. Dezember, 8.30 Uhr)

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Zeichnend die Welt verstehen – Von Matthias Kußmann

Leonardo da Vinci (1452 – 1519) kennt man als Bildenden Künstler und Ingenieur. Doch er war auch ein großer Naturphilosoph. Er wollte die Natur verstehen und ihre Gesetze für den Menschen nutzbar machen – und dadurch wiederum der Natur nützen. Technik dürfe der Natur nicht schaden, sagte er. Viele seiner Überlegungen waren zu seiner Zeit völlig ungewöhnlich und sind heute wissenschaftliches Allgemeingut. Unter anderem führte er den Begriff der Naturgesetze ein, begründete den Empirismus, sprach sich für interdisziplinäres Forschen aus und nahm die heutige Bionik vorweg, die in der Natur die Lösung technischer Probleme findet – etwa indem man die Oberfläche von Taucheranzügen der Haihaut nachbildet. Leonardo meinte, dass „Sehen verstehen heißt“. Er nutzte erstmals exakte Zeichnungen als Mittel zur philosophischen und wissenschaftlichen Erkenntnis; heute leisten das bildgebende Verfahren. Doch er experimentierte auch zeichnend, entwarf Dinge oder Maschinen, die es noch nicht gab – und schuf damit eine frühe Form virtueller Realität.- SWR2

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Von Rolf Cantzen – am Freitag, den 24.11. 

https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/geheimnis-von-chi-ki-und-prana-lebensenergie/-/id=660374/did=20679254/nid=660374/1yep6a9/index.html

https://www.swr.de/-/id=20460812/property=download/nid=660374/1quqqk2/swr2-wissen-20171124.pdf

Ausgebrannt, niedergeschlagen, antriebsschwach – wenn die „Batterien“ leer sind, suchen immer mehr Menschen Hilfe in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), bei Qi Gong oder Yoga. Die Behandlung konzentriert sich dabei meist auf eine Beeinflussung der Lebensenergie. Chinesische Philosophen gehen davon aus, dass der gesamte Kosmos auf der Qi- (oder Chi-) Energie beruht, die auch durch den menschlichen Körper fließt. In anderen Kulturen existieren vergleichbare Konzepte: „Ki“ wird die Lebenskraft in Japan genannt, Prana oder Kundalini in Indien. In die Weltbilder der modernen Physik und Schulmedizin passen die Konzepte von Lebensenergie nicht hinein. Doch eine wachsende Zahl von Medizinern und Psychologen arbeiten mit der Lebensenergie als ergänzender Behandlungsmethode.

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