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Posts Tagged ‘SWR2 Essay’

Der Schatten hat keinen guten Ruf. Im Schatten stehen, das heißt: in der zweiten Reihe stehen, im Regen stehen, nicht von Bedeutung sein, keine Lobby haben. Das Leben im Schatten ist arm, der Platz im Schatten macht bleich. Wo die Effizienzleuchte herrscht und der Platzhirsch in der Lichtung röhrt, ist der Schatten längst stumm in der Versenkung verschwunden. Aber vielleicht hat er uns doch etwas zu sagen, der Schatten. SWR2

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Der geliebte Vater ist gestorben und wird beerdigt. Der zärtliche Text des Sohnes ist verwoben mit den Beschreibungen der Nahtoderfahrungen von Peter Nadas und der Religionen.

„Was ist seit jeher das Berückende am Meer, am leeren, unendlichen Horizont, das Berückende ebenso an der Wüste oder einer Gletscherlandschaft? Es ist nicht der Blick ins Nichts. Es ist die Schönheit des Nichts.“

Navid Kermani

SWR2 Essay

 

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In den 1960er-Jahren verschaffen sich Theatermacher Raum für ihre Utopien. Die Suche nach neuen Theaterformen findet nicht mehr allein auf der Bühne statt. Wer bin ich? Woher komme ich? Was ist das Leben? Das waren Fragen, mit denen sich die Theateravantgarde der 1960er-Jahre auseinandersetzte, denn für sie war das Theater eine Reise zum Menschen. Ausgehend von einer performativen Ausdeutung von Shakespeares „Der Sturm“ reflektiert Evelyn Dörr Theateransätze von Peter Brook und Jerzy Grotowski: ihre Schauspielmethoden, ihre Utopien und Visionen vor dem Hintergrund von Krieg und Atombombenangst. Hier ausgesucht: SWR2 Essay

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Nach „Nachtprogrammen“ über Brockes, de la Motte-Fouqué und Karl May näherte sich 1957 der Schriftsteller Arno Schmidt dem Aufklärer Christoph Martin Wieland an. Dessen zahlreiche Wortneuschöpfungen, die Eleganz seiner Prosa, die rhythmische Musikalität seiner Verserzählungen, sein Witz und sein vorurteilsfreier Geist waren beim Publikum lange Zeit in Vergessenheit geraten. Ein Arno-Schmidt-Nachtprogramm im Original.

Aus der Reihe „Aus den Archiven“ eine Wiederholung von 1957.

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Die fünfteilige Essay-Reihe „Über das Unheimliche“ befragt das Unheimliche, also all das, was „im Verborgenen bleiben sollte und hervorgetreten ist“ – hervorgetreten insbesondere durch ungeahnte Zusammenhänge, Verbindungslinien und den Zerfall von Grenzen.

Etwa zwischen der Gegenwart und dem sogenannten Erzählen, zwischen den eigenen Erinnerungen und dem Internet, zwischen der Mondlandung, Moby Dick, Johannes Kepler, den Kennedys, dem ersten Radiohörspiel, dem letzten Kastraten und der brennenden Kathedrale von Notre Dame.

Was das miteinander zu tun hat? Schwer zu sehen, besser zu hören. Pascal Richmann hat zweihundert Stimmen miteinander verwoben, von Christa McAuliffe bis Tsunemi Kubodera. Entstanden ist eine Erzählung ohne Zentrum, unhierarchisch und impulsiv, die sich nach Art einer Ermittlung verdichtet, ein großer Collage-Essay in fünf Teilen über alles und das Unheimliche.

Etwas früh war die Sammlung nicht mehr komplett. Die Sendungen 3-5 finden sich hier unter mir. Die Manuskripte ohnehin.

https://www.swr.de/swr2/programm/podcast-swr2-essay-100~pagepodcast@2dswr2@2dessay@2d100-1-113abb55dbe79d59a6cf309449bc2c59d72e6058.html

https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/ueber-das-unheimliche-richmann-100.html

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„We owe it all to the hippies“. Stewart Brand, eine zentrale Figur der kalifornischen Gegenkultur und früher Umweltaktivist, bringt es auf den Punkt: Die Entwicklung des Personal Computers in den 1970er Jahren und die Erfindung des Internets basieren auf Werten der Gegenkultur. Sie richtet sich gegen die Autorität des Staates, will die Kreativität aller nutzen, hierarchiefreies Kommunizieren ermöglichen und das Bewusstsein befreien. Aber auch die Gegenrevolution der kommerzialisierten Datenkontrolle wird von Hippie-Modernists vorgedacht. Das ist die Ironie dieser Revolution: Sie endet als Datenherrschaft digitaler Konzerne. Flower Power ist im Silicon Valley heute ein Ingroup-Verhalten ökonomischer Sieger.

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/essay/swr2-essay-flowerpowerdatenterror/-/id=659852/did=18984524/nid=659852/1cbfavu/index.html

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Festen Boden unter den Füßen zu haben, ist ein uralter Traum der Menschheit. Zugleich wissen wir: Alles ist in Bewegung, auf nichts ist Verlass, außer auf den Wandel. Dem griechischen Philosophen Heraklit wird seit antiken Zeiten die Formel „Panta Rhei – Alles fließt“ zugesprochen, in der dieses Wissen zusammengefasst ist. Tatsächlich lässt sich die Metaphorik des Fließens durch die gesamte europäische Geistesgeschichte verfolgen. Immer wird darüber verhandelt, wie sich das Verhältnis von Bewegung und Konstanz, von Festem und Fließendem verändert und welche Bewertung man diesen beiden symbolisierten Aggregatzuständen zumessen will. Dabei steht in der Regel die Freiheit des Fließenden gegen die Sicherheit des festen Bodens. Je nach historischer Gesamtlage wird einer der beiden Pole zum Gegenstand menschlicher Sehnsucht oder mit Ängsten besetzt.

SWR2 Essay – Von Johannes Bilstein:

www.swr.de/swr2/programm/sendungen/essay/swr2-essay-alles-fliesst-zu-einem-topos-der-geistesgeschichte/-/id=659852/did=16631628/nid=659852/r47qwa/index.html

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