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Posts Tagged ‘Suhrkamp’

Nach Bruno Latour kann es auf die Frage »Was tun?« nur eine Antwort geben: »Politische Ökologie!« Diese Antwort läßt allerdings in unserem alltäglichen Verständnis von Ökologie und in dem traditionellen Begriffsgefüge von polislogos und physis keinen Stein auf dem anderen. Latour geht es nicht mehr einfach darum, die Idee der Natur in die Politik einzubringen. Vielmehr muß Ökologie als politische Philosophie der Natur begriffen werden und sich dem Risiko der Metaphysik stellen. Nur wenn sie erkennt, daß Natur keinen besonderen Bereich der Realität darstellt, sondern daß sie von bestimmten Konzeptionen der Wissenschaft abhängt, kann sie wirksam erneuert werden: als politische Epistemologie. Sie wird die Wissenschaft durch Wissenschaften ersetzen müssen –

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Bodhidharma erkennt, dass es letztlich und nicht im Grunde das Ego ist, das ein Problem hat, sondern dass das Ego selbst das Problem ist.

Seit Bodhidharma besteht seine grundlegende, unbeirrte Einstellung darin, gerade einen solch direkten und konkreten Angriff auf die widersprüchliche dualistische Subjekt-Objekt-Struktur des Ego im Ichbewusstsein zu unternehmen. Stets blieb es sein einziges und ausschließliches Ziel, die innere und äußere Spaltung zu überwinden, die das Ego von sich selbst – und von seiner Welt – trennt und entfernt, damit es vollkommen sein und wirklich wissen kann, wer oder was es ist.

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„Was man sät“ – Ein literarisches Meisterwerk –

„Was man sät“ – Ein literarisches Meisterwerk

Mit dem Debütroman „Was man sät“ gelang Marieke Lucas Rijneveld mit 29 Jahren ein literarisches Meisterwerk, das gleichzeitig düster und wunderbar schön ist. Es ist ein Roman über ein Kind, das in einer sprengreligiösen Familie aufwächst und dessen Bruder bei einem Schlittschuhrennen ins Eis einbricht und stirbt. In der Familie darf über den schmerzlichen Verlust des Bruders nicht gesprochen werden. Die junge Protagonistin Jas flieht in eine Traumwelt, eine Welt voller Sehnsüchte, Ängste und biblischer Gebote und Verbote. Das Buch wurde im Jahr 2020 mit dem International Booker Prize ausgezeichnet. –

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„Der schwierige Tod“ steht mit seiner überzogenen Bissigkeit, die mitunter an Satire grenzt, symptomatisch für das Gesamtwerk Crevels. Pierre Dupont und Diane Blok sind eng befreundet, sie liebt ihn sogar, jedoch vermag er ihre Gefühle nicht zu erwidern. Die beiden verbindet der Hass auf ihre Mütter, die wiederum ihren Ehemännern nichts als Verachtung entgegenbringen. Monsieur Dupont lebt seit geraumer Zeit im Irrenhaus, Monsieur Blok hat – so sehen es die Damen – den praktischeren Weg gewählt, als er sich während einer Gesellschaft im Nebenraum erhängte…,.. fixpoetry

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„Geräuschathleten“, „Plünnenheinis“, „Schluckauf-Carusos“: Diese Bezeichnungen für normabweichende Musikstars und deren Fans waren in den 1950er-Jahren noch harmlos. Oft war die Kritik an jener neuen Kultur, die sich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg formierte, kulturpessimistisch bis offen rassistisch. Traditionsbewusste Eliten schockierte nicht nur die Technisierung der an Kino und E-Gitarre:

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Alexander Kluges Chronik der Gefühle erschien im Jahr 2000 bei Suhrkamp. Zwei Bände – Basisgeschichten und Lebensläufe: über 2000 Seiten, sämtliche veröffentlichte Erzählungen seit 1962.

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Diese Geschichte hat begonnen an einem jener Mittsommertage, da man beim Barfußgehen im Gras zumersten Mal im Jahr von einer Biene gestochen wird.

Zumindest mir ist das seit jeher zugestoßen. Und inzwischen weiß ich, daß diese Tage des ersten und oft einzigen jährlichen Bienenstichs in der Regel zusammenfallen mit dem Sichauftun der weißen Kleeblüten, der erdbodennahen, worin sich die Bienen halbversteckt tummeln.

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Absicht.
Wie nun?
Es ist genug. Nun haben wir zu beginnen. In unsere Hände ist
das Leben gegeben. Für sich selber ist es längst schon leer geworden.
Es taumelt sinnlos hin und her, aber wir stehen fest,
und so wollen wir ihm seine Faust und seine Ziele werden.
Was jetzt war, wird wahrscheinlich bald vergessen sein. Nur
eine leere, grausige Erinnerung bleibt in der Luft stehen. Wer
wurde verteidigt? Die Faulen, die Elenden, die Wucherer wurden
verteidigt. Was jung war, mußte fallen, aber die Erbärmlichen
sind gerettet und sitzen in der warmen Stube. Von ihnen ist
keiner verloren gegangen, aber die andere Fahnen geschwungen
haben, sind tot. Die Maler haben die Zwischenhändler verteidigt
und den Seßhaften das Hinterland warm gehalten. Es lohnt sich
nicht mehr, darüber zu reden. Ein stickiger Zwang, von Mittelmäßigen
verhängt, von Mittelmäßigen ertragen; der Triumph der
Dummheit, beschützt vom Gendarm, bejubelt von den Intellektuellen,
die nicht Gehirn genug auftreiben konnten, um Phrasen
zu liefern.

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Als der Denkende in einen großen Sturm kam,
saß er in einem großen Wagen und nahm viel Platz ein.
Das erste war, daß er aus seinem Wagen stieg. Das zweite
war, daß er seinen Rock ablegte. Das dritte war,
daß er sich auf den Boden legte. So überstand er
den Sturm in seiner kleinsten Größe.

Bertolt Brecht, Geschichten vom Herrn Keuner

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