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Posts Tagged ‘Stanislav Lem’

Ein psychodelisch, apokalyptischer Trip. Einfach nur Kult! Raumfahrer Ijon Tichy nimmt an einem futurologischen Kongress in der Hauptstadt des Bananenstaates Costricana teil. Der Kongress findet im 106-stöckigen Hilton-Hotel statt. Thema des Kongresses ist die wachsende Überbevölkerung. Als Tichy einen Anfall von Güte und alles umfassender Zuneigung erleidet, wird ihm klar, dass der Diktator des Landes das Trinkwasser mit Benignatoren versetzt hat, chemischen Begütigungsmitteln, die einen Aufstand der unzufriedenen Bevölkerung des Landes gegen ihn verhindern sollen. http://de.wikipedia.org/wiki/Der_futu… http://de.wikipedia.org/wiki/Stanis%C…

In den 2000er Jahren wurde der vielseitig gebildete Lem zum Kritiker des – von ihm teilweise vorhergesagten – Internets und der Informationsgesellschaft, weil diese die Nutzer zu „Informationsnomaden“ machten, die nur „zusammenhangslos von Stimulus zu Stimulus hüpfen“ würden. Die allgemeine Steigerung der technischen Leistung gehe „paradoxerweise mit einem Verfall der Fantasie und Intelligenz der Menschen einher.“ – Wikipedia

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(Februar 1999) – „Der Weltkrieg mit dem im Untergrund ausgedehnten Usurpator erinnerte auf keine Weise an frühere Kriege. Beide Parteien, die sich gegeneinander innerhalb von wenigen Sekunden vernichten könnten, haben sich gerade dadurch, weil sie mit der Information kämpften, physisch gar nicht berührt. Es ging darum, wer wen mit den lügnerischen Fetzen der gefälschten Bits schlägt, über den Kopf mit dem Seemannsgarn haut, in die Gedanken wie in eine Festung eindringt und alle Stabsmoleküle des Feindes darin durcheinander bringt, so daß er von der informatischen Paralyse befallen wird. Die operative Oberhand gewann sofort der Verstern, da er der Hauptbuchhalter und Quartiermeister der Arde war: er hat also die Ardbewohner falsch über die Stationierung der Armeen, der Vorräte, der Schiffe, der Raketen und der Kopfschmerztabletten informiert; er hat sogar die Anzahl der Nägel in den Schuhsohlen der Führung verdreht, um durch das ozeanische Übermaß der Lügen jeglichen Gegenangriff im Keime zu lähmen…“. Heise.de

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(Erstsendung) – Der Astrogar Horpach und sein Stellvertreter Rohan stehen vor einem Rätsel, als man die unversehrte »Kondor« und die Überreste ihrer Besatzung findet. Es gibt keinen Überlebenden, aber Lebensmittelvorräte, Wasser- und Sauerstoffreserven wären für viele Monate ausreichend gewesen. Allerdings sind die Innenräume des Raumschiffs in einem unbeschreiblichen Zustand, als habe eine Horde Wilder darin gehaust. Wie die Wissenschaftler des »Unbesiegbaren« feststellen, gibt es auf Regis III keine feindliche Fauna oder Flora und doch wird der Planet von einer Macht beherrscht, die auch der Rettungsexpedition fast zum Verhängnis wird: Anfangs als „Fliegen“ bezeichnete, nur millimetergroße Maschinen, die als Einzelnes völlig harmlos sind, als Schwarm jedoch ein riesiges Potential besitzen. mdr

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Für alle Freunde der Philosophie. Unglaublich intelligente Geschichte; ein kleines philosophisches Werk, dass als „Robotermärchen“ daherkommt und über den Umweg der Science Fiction uns den Spiegel der Weisheit direkt vor das Gesicht hält. Letztendlich stellt es die richtige Frage auf die Antwort 42, die nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest!

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Achte Reise (Auschnitt): „In seiner achten Reise vertritt Ijon Tichy die Menschheit um in die Organisation der vereinigten Planeten aufgenommen zu werden. Nur haben die hochentwickelten Zivilisationen nicht gerade ein besonders gutes Bild von „der Krone der Schöpfung“ und so muß Tichy sich anhören, welchen Stellenwert die Erde (Unfall der Evolution) und die auf ihr lebenden Menschen haben.

Der Vertreter Thubans schlug auf seinem Pult ein gewaltiges Buch auf – die Stelle war besonders gekennzeichnet – und begann zu lesen: „Entsprechend der gültigen Systematik umfaßt der Typ Aberrantia (Abseitige) die in unserer Galaxis anomalen Formen. Der Typ unterteilt sich in die Untertypen Debiltales (Blödiane) sowie Antisapientinales (Vernunitwidrige). Zu letzterem Untertyp gehören die Gruppen Canaliacaea (Scheußler) und Nekroludentia (Leichenspieler). Bei den Leichenspielern unterscheiden wir wiederum die Gattung Patricidiaceae (Vatermörder), Matriphagideae (Mutterfresser) und Lasciviaceae (Ekelgeiler oder kurz: Geiler). Die Ekelgeiler, bereits völlig entartete Formen, klassifizieren wir, indem wir sie in Cretininae (Stumpfmäuler, z. B. Cadaverium Mordans, Leichenbiß-Narrkopf) und Horrorissimae (Unheuer, mit dem klassischen Vertreter in Gestalt des Trübsißnhabachters, Idiontus Erectus Gzeemi) teilen. Einige der Unheuer bilden eigene Pseudokulturen; hierher gehören solche Arten wie Anophilus Belligerens, der Hinterlieb-Schlachter, der sich selbst Genius Puicherrimus Mundanus nennt, oder wie jenes eigenartige, am ganzen Leib kahle Exemplar, das von Grammpluss im dunkelsten Winkel unserer Galaxis beobachtet wurde – Monstroteratus Furiosus (Gräßel-Wüterich), der sich selbst Homo Sapiens nennt.“- http://www.stanislaw-lem.de

hier gefunden: Peter Alexa: https://www.facebook.com/pjotr.pjotro?pnref=story

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