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Posts Tagged ‘Sprache’

Hans Magnus Enzensberger unterstützte Ende der 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts Alfred Andersch bei redaktionellen Arbeiten SDR-Radio-Essays. In dieser Zeit entstand ein eigener Text, der mittlerweile zu den Klassikern der Medienkritik gilt.

Hans Magnus Enzensbergers wortgewaltige Abrechnung mit der Sprache und dem Gestus des deutschen Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Aus der Reihe „Aus den Archiven“ eine Wiederholung von 1957.

https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/die-sprache-des-spiegel-100.html

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Ein halbes Dutzend Keulen

Rhetorik ist die listige Schwester der Logik. Sie tut so, als argumentiere sie zwingend, dabei will sie vor allem eines: manipulieren. Ihr Arsenal steckt voller erprobter argumentativer Keulen. Hier eine kleine Auslage von gegenwärtig beliebten Exemplaren. 

https://kaeser-technotopia.blogspot.com/2022/10/wie-man-einen-diskurs-totschlagt-ein.html

In einschlägigen Kreisen heisst diese Keule «tone trolling» oder «tone policing». Der Ton-Troll stösst sich am Ton seines Gesprächspartners, an einem unglücklich gewählten Wort. Es tut nichts zur Sache, und doch pimpt der Ton-Troll es zur «Sache» auf. Er trägt die Keule des Beleidigtseins, Betroffenseins, Empörtseins immer schlagbereit mit sich,  wartet auf jeden falschen Ton: Schock! Skandal! Shit! 

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Heinrich Jacoby: „Wie wenige Menschen sind aufgeschlossen und reif genug, um wirklich tragen zu können, was ihr Mund sagen soll“.

Die Unerfülltheit der Beziehung zum Wort gibt es fast bei allem, was wir lernen mussten, nicht etwas nur bei der Poesie …

Gewöhnlich wird ein auswendig gelernter Satz aus der Grammatik oder aus dem Physikbuch heruntergesagt …

Wir sind bei der Sprache fast ebenso gewöhnt, uns mit äußerlich geordneten Wortfolgen zufrieden zu geben, wie wir bei der Musik mit äußerlich geordneten Klangfolgen zufrieden sind.

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Die chinesische Sprache ist eigentlich ganz einfach: Keine Konjugation, keine Deklination. Doch sie hat so ihre Tücken und funktioniert in der Hauptsache durch Chinesische Schriftzeichen.

https://wordpress.com/read/feeds/48722412/posts/4172320134

Berühmt ist dieser chinesische Satz:

má mā ma mà mǎ ma ?
麻妈妈骂马吗?
Beschimpft die pockennarbige Mutter das Pferd?

Du siehst: lauter verschiedene chinesische Schriftzeichen mit einer ähnlichen Aussprache!

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Vor dem Essen sollen die Kinder sich die Hände waschen. “Meine Hände sind sauber”, sagt Tamasin. “Das ist anzunehmen”, sagt der Vater, “Sie haben ja auch nicht viel geleistet”. So kann das Selbstverständliche immer zur Schuld werden. “Warum machst du, dass Dinge, an denen nichts Böses ist, so klingen, als ob sie böse wären?” fragte einer der Söhne den Vater und bringt damit auf den Begriff, worin dessen Macht eigentlich besteht: in einem absoluten Deutungsmonopol, in dem sich alle zu unterwerfen haben. Das ist der Punkt, auf dem es bei Ivy Compton-Burnett ankommt: Die Gewalt, die sie darstellt, ist nicht so sehr eine der Taten, sondern eine der Worte.

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„In niez bog-zarad“, sagt man auf Persisch: „Dies wird auch vorbei gehen“, aber was, wenn es nicht vorbei geht? Was, wenn die Erlebnisse einer bestimmten Zeit, eines bestimmten Tages andauern? Was, wenn sie zu einem Raum werden? Einem Raum, in dem die Sinne und Dinge herausgeschnitten sind aus ihrem Kontext. In dem die Erinnerungen ein Eigenleben aus früheren Zeiten führen. Dorthin kehrt auch die Erzählerin dieses Features immer wieder zurück. Sie kehrt zurück um sich mühelos an sich selbst erinnern zu können. Sie ist eine Entwurzelte. Eine Erzählerin. Für sie wird eine Badewanne mal zu einem Topf Suppe voller Deutscher Worte, die sie täglich zu sich nimmt. Und mal zum Meer. Süßwasser wird salzig. Wie damals, wie am Kaspischen Meer. Dieses Meer nimmt sie immer wieder in sich auf. Wenn sie Heimweh hat. Wenn die Suche nach Identität sie in die geborgene Zeit ihrer Kindheit zurückführt. Als sie sich trotz Krieg und Unsicherheit am Kaspischen Meer geborgen fühlte. Was gab ihr damals die Sicherheit und Geborgenheit, die sie jetzt vermisst? War es das Salz des Meereswassers? Oder die Großmutter am Strand mit dem Zimt-Gebäck? So sitzt sie in ihrer Meeresbadewanne und gibt dem Wasser Salz.

https://www.hoerspielundfeature.de/ankommen-in-der-deutschen-sprache-zimt-riecht-auf-der-100.html

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Von Werner Schäfer

„In fünfzig Jahren gibt es kein Deutsch mehr“ – diese düstere Prophezeiung stammt von einem Ägypter, der an der Kairoer Universität Germanistik studiert hatte und nun deutsche Touristen durch sein Heimatland führte. Das Deutsche war für ihn, angesichts des Ansturms der Anglizismen, dem Tod geweiht. Diese Prophezeiung hat ein Manko: Sie ist falsch.

Das Deutsche ist lebendig und stark und zeigt keine Anzeichen des Verfalls. Im Gegenteil: Anstatt zu verfallen, befindet sich die deutsche Sprache im permanenten fruchtbaren Wandel, der ihr das Überleben sichert. Das beschreibt der Trierer Sprachwissenschaftler Dr. Werner Schäfer.

Sendung am Sonntag: den 10.4.2022 um 8:30 Uhr, SWR2 Wissen, SWR2

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Es stammen aber die Namen Ziel und Zweck aus der Sprache der Schützen: Bedeutet also ziellos und zwecklos in seinem ursprünglichen Zusammenhang nicht soviel wie kein Tötender sein? – Robert Musil

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Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon. Das Deutsche Sprichwörter-Lexikon ist ein fünfbändiges Nachschlagewerk des 19. Jahrhunderts zum Thema Sprichwörter. Der Untertitel des Werkes: „Ein Hausschatz für das Deutsche Volk“. Herausgegeben wurde es vom Pädagogen und Revolutionär Karl Friedrich Wilhelm Wander. – woerterbuchnetz.de

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