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Das höchste Gut“, schrieb Spinoza, “ ist das Wissen um das Einssein des Geistes mit der ganzen Natur“, und diejenigen, die dorthin gelangt sind, die das Synonymwörterbuch der Natur geöffnet haben, wollen nichts anderes. Aber wir leben in einer Zivilisation, in der das nur wenigen vergönnt ist, in der gilt: „Die Wahrheit ist das Geheimnis einiger weniger.(Sainte-Beuve).

Wenn aber obskure Gifte, Infektionsherde, septische Zähne und keimverseuchte Dickdärme bei der Entstehung des Irrsinns eine Rolle spielen, tragen auch Slums, Großstädte, proletarisches Elend und bürgerliche Leere oder Familien- und Massentyranneien dazu bei, das Gefühl des Einsseins mit der Welt zu trüben. „Des Menschen Elend ist mannigfaltig“ und führt überall zu Verzweiflung, Angst, Haß und Zerstörung, die unseren inneren Frieden vergiften.

Die Natur wird aus unserer Zivilisation verbannt, die Jahreszeiten verlieren ihren Rhythmus, die Früchte der Erde ihren Geschmack, die Tiere, Miterben unseres Planeten, werden mutwillig ausgerottet, der Gott in uns wird geleugnet wie der Gott über uns. Weisheit und innere Harmonie werden Schätze, die man verstecken muss, und das Glück ist eine vergessene Kunst.

Das Ruhelose Grab, 161/162 – Suhrkamp Verlag 2006

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„Das höchste Gut“, schrieb Spinoza, “ ist das Wissen um das Einssein des Geistes mit der ganzen Natur“, und diejenigen, die dorthin gelangt sind wollen nichts anderes. Aber wir leben in einer Zivilisation, in das nur wenigen vergönnt ist…
Während sich die anderen noch balgen und umherstoßen, entdecken sie in aller Stille den Schlüssel, wissen, dass sie am Ziel sind, und lehnen sich entspannt zurück. Die anderen hingegen verbannen die Natur aus unserer Zivilisation. Darum verlieren die Jahreszeiten ihren Rhythmus, die Früchte der Erde ihren Geschmack, die Tiere, Miterben unseres Planeten werden mutwillig ausgerottet, der Gott in uns wird geleugnet wie der Gott über uns.
Cyril Conolly – Palinurus Das ruhelose Grab – Suhrkamp

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Das höchste Gut„, schrieb Spinoza, “ ist das Wissen um das Einssein des Geistes mit der ganzen Natur„, und diejenigen, die dorthin gelangt sind … wollen nichts anderes. Aber wir leben in einer Zivilisation, in das nur wenigen vergönnt ist…

Während sich die anderen noch balgen und umherstoßen, entdecken sie in aller Stille den Schlüssel, wissen, dass sie am Ziel sind, und lehnen sich entspannt zurück.

Die anderen hingegen verbannen die Natur aus unserer Zivilisation. Darum verlieren die Jahreszeiten ihren Rhythmus, die Früchte der Erde ihren Geschmack, die Tiere, Miterben unseres Planeten werden mutwillig ausgerottet, der Gott in uns wird geleugnet wie der Gott über uns.

Cyril Conolly – Palinurus Das ruhelose Grab – Suhrkamp

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