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Posts Tagged ‘silvae’

Wenn man etwas gut Beleuchtetes lange anschaut und dann die Augen schließt, sieht man dasselbe vor dem inneren Auge noch einmal, als unbewegtes Nachbild, in dem das, was eigentlich hell war, dunkel ist, und das, was eigentlich dunkel war, hell erscheint. Wenn man zum Beispiel einem Mann nachsieht, der die Straße hinuntergeht und sich immer wieder umdreht, um einem ein letztes, ein allerletztes Mal, ein allerallerletztes Mal zuzuwinken, und dann die Auge schließt, sieht man hinter den Liedern die angehaltene Bewegung des allerallerletzten Winkens, das angehaltene Lächeln, und die dunklen Haare des Mannes sind dann hell, und seine hellen Augen sind dann sehr dunkel..,..

https://loomings-jay.blogspot.com/2021/04/nachbild.html

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Heute vor zweihundertvierzig Jahren hat der englische General Lord Cornwallis bei Guilford Courthouse eine Schlacht gegen die Amerikaner gewonnen, es war die letzte Schlacht, die er in Amerika gewann. Wenige Monate später musste er sich George Washington in Yorktown ergeben. loomings-jay.blogspot.com

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John F. Kennedy war der erste amerikanische Präsident, der einen Dichter einlud, bei der Inauguration ein Gedicht zu sprechen. Der 86-jährige Robert Frost hatte ein Gedicht mit dem Titel Dedication geschrieben, kam aber über die ersten Zeilen nicht hinaus: loomings-jay.blogspot.com

                                                                                            Summoning artists to participate

In the august occasions of the state  …
Bei der Inauguration von Joe Biden trug Amanda Gorman ihr Gedicht The Hill We Climb vor, sie ist mit zweiundzwanzig Jahren die jüngste Dichterin bei einer solchen Zeremonie. Sie hatte ihr Gedicht noch nicht ganz fertig, als sie im Fernsehen die Ereignisse vom 6. Januar sah. Da schrieb sie ihr Gedicht zuende: And then on the Wednesday in which we saw the insurrection at the Capitol, that was the day that the poem really came to life. And I really put pedal to the metal. Und sie schrieb den Tag mit in ihr Gedicht hinein:
We’ve seen a force that would shatter our nation rather than share it,

Would destroy our country if it meant delaying democracy.
And this effort very nearly succeeded.
But while democracy can be periodically delayed,
It can never be permanently defeated.

In this truth, in this faith we trust.
For while we have our eyes on the future,
History has its eyes on us.
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… Und da ist noch etwas, was ich aus dem Post aus dem Jahre 2010 noch einmal zitieren möchte, und das ist Freneaus Gedicht aus dem Jahre 1779, in dem der englische König George III ein Selbstgespräch führt und den Verlust seiner Kolonien beklagt. Wir kennen den König George, er war manchmal ein wenig wahnsinnig; wir alle haben den Film The Madness of King George gesehen. Der wahnsinnige König wird gerade in der Washington Post zitiert, weil ein Offizieller aus dem Weißen Haus etwas ausgeplaudert hat. Dass nämlich Trump in der Wahlnacht wie Mad King George durch das Weiße Haus geirrt sei und I won, I won, I won gemurmelt hätte.

https://loomings-jay.blogspot.com/2020/12/verlierer.html

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David Cornwell, den wir besser unter seinem Schriftstellernamen John le Carré kennen, ist vorgestern im Alter von neunundachtzig Jahren gestorben. Vor neun Jahren habe ich ihm mit dem Post John le Carré zum achtzigsten Geburtstag gratultiert, ich stelle diesen Post mit minimalen Änderungen heute noch einmal ein. Wenn Sie den Post Sir Sean Connery gelesen haben, dann wissen Sie, dass ich vor vielen Jahren eine Doktorarbeit über den englischen Spionageroman geschrieben habe. In der le Carré natürlich auch auftauchte. silvae

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Teufelsmoor. Allein schon der Name. Wenn man sechs Jahre alt ist und die ganze Familie aus westfälischen Geschichtenerzählern besteht, in deren Geschichten der Teufel eine Person ist, die Opa, Onkel Gustav, Onkel Werner oder wem auch immer schon mehrfach begegnet ist, dann hat der Teufel schon eine Bedeutung. Zumal Pastor Hemmelgarn auch jeden Sonntag von der Kanzel herunter gegen den Teufel wettert. Aber irgendwie schien Pastor Hemmelgarns Teufel anders zu sein als der Teufel von Opa. Der Teufel von Opa erschien natürlich nicht, ohne eine schweflige Spur zu hinterlassen: loomings-jay.blogspot.com

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Die Dokumentation ✺Aus Worten entsteht Macht über Margaret Atwood ist gestern Abend bei arte gesendet worden. Falls Sie das verpasst haben sollten, die Sendung ist seit gestern noch für den Rest des Jahres abrufbar. Lohnt sich unbedingt. Hier steht heute nichts Neues, ich mache lediglich Werbung für die arte Dokumentation von Peter Raymont und Nancy Lang.

https://loomings-jay.blogspot.com/2020/10/a-word-after-word-after-word-is-power.html

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Read by Tilda Swinton. Introduced by Peter Donaldson, Recorded by Joe and Alan Harfield, Unity Recording Studio, Auldearn,

Chapter 1: Loomings

mein Melville – https://loomings-jay.blogspot.com/2020/09/mein-melville.html

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Ein Drehbuchautor, der Drehbücher für den Tatort schreibt, fährt einen weißen englischen Sportwagen und verdient ungefähr 25.000 Euro an einem Tatort. Das weiß ich, weil ich mal einen kennengelernt habe. Mein Bruder hatte dem seinen weißen Triumph TR4 verkauft, ich habe mich einen Nachmittag lang nett mit dem Mann unterhalten. Er hatte schon die Drehbücher für zwei Sendungen geschrieben und arbeitete an einem dritten. Das Drehbuch ist die kleinste Summe der 1,6 Millionen Euro, die ein Tatort kostet. Professor Boerne und Kommissar Thiel in Münster bekommen 120.000 Euro pro Tatort, wollen aber das Doppelte haben…,.. loomings-jay.blogspot.com

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