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Posts Tagged ‘Sigmund Freud’

Der Psychoanalytiker verspürt nur selten den Antrieb zu ästhetischen Untersuchungen, auch dann nicht, wenn man die Ästhetik nicht auf die Lehre vom Schönen einengt, sondern sie als Lehre von den Qualitäten unseres Fühlens beschreibt…. Hie und da trifft es sich doch, daß er sich für ein bestimmtes Gebiet der Ästhetik interessieren muß, und dann ist dies gewöhnlich ein abseits liegendes, von der ästhetischen Fachliteratur vernachlässigtes.

Ein solches ist das „Unheimliche“. Kein Zweifel, daß es zum Schreckhaften, Angst- und Grauenerregenden gehört, und ebenso sicher ist es, daß dies Wort nicht immer in einem scharf zu bestimmenden Sinne gebraucht wird, so daß es eben meist mit dem Angsterregenden überhaupt zusammenfällt. Aber man darf doch erwarten, daß ein besonderer Kern vorhanden ist, der die Verwendung eines besonderen Begriffswortes rechtfertigt. Man möchte wissen, was dieser gemeinsame Kern ist, der etwa gestattet, innerhalb des Ängstlichen ein „Unheimliches“ zu unterscheiden…

https://literaturkritik.de/public/artikel.php?art_id=974

bonanzamargot schreibt dazu und dem ist nichts hinzuzufügen:

ich schätze, wir sind vom unheimlichen umgeben und ausgefüllt. auch die ästhetik gehört dazu. ästhetik ohne das erschaudern existiert nicht. wir erschaudern vor phänomenen des lichts wie der dunkelheit.
das unheimliche verdrängen wir, um in einer selbstgeschaffenen blase des materialismus zu leben. das unheimliche macht uns angst, weil es nicht in wissen zu fassen ist, weil es uns keinen halt gibt. dabei ist es immer da – in der phänomenologie der dinge und erscheinungen. geist und psyche sind ganz und gar unheimlich. wer also die psyche erforscht, ohne sich mit dem unheimlichen des daseins auseinanderzusetzen, wird nur an der oberfläche kratzen.

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PROF. DR. ANDREAS KRASS ÜBER DIE GESCHICHTE EINER UNMÖGLICHEN LIEBE

Mythen, Märchen und Romane handeln von rätselhaften Wasserwesen: den Sirenen, Meerjungfrauen und Wassermännern. Es sind Geschichten der Sehnsucht und einer unmöglichen Liebe. Sigmund Freud sagt: „Die Seele ist ein Unterwasserwesen“. Dies kann der Grund sein für die emotionale Stärke dieser Überlieferung. Der Mittelalter-Philologe Prof. Dr. Andreas Kraß, Universität Frankfurt a.M., dokumentiert in seinem Buch „Meerjungfrauen“ die Überlieferung.. – dctp.tv

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Warum Menschen glauben, wollte Sigmund Freud wissen. Seine Antwort: Weil sie nicht erwachsen sind, sondern wie ein Kind Trost und Hilfe von einem Vater im Himmel erhoffen. Zum Judentum bekannte sich der Psychoanalytiker – zur jüdischen Religion nicht. – Von Klaus Englert

Der Vater der Psychoanalyse Sigmund Freud erzählte einmal mit süffisanter Ironie, wie ein ausgezeichneter Mann, der sich rühmte, sein Freund zu sein, ihn zur Religion habe bekehren wollen. Der Wiener Psychoanalytiker zeigte sich überrascht, denn er hatte ihm zuvor sein religionskritisches Pamphlet Die Zukunft der Illusion geschickt. In seinem Brief erzählte ihm der Bekannte, dass er in der Religion ein Gefühl von „Ewigkeit“, von etwas „Unbegrenztem“ verspürt. Er empfinde sogar ein „ozeanisches Gefühl“. Freud erwiderte darauf in seiner bekannt trockenen Art: Dieses „ozeanische Gefühl“ habe er selbst niemals an sich entdeckt.- DLF

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Die Zumutung der fremden Stimme, oder: Vom sinnlosen Reden mit Rechten

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Träume

Alle Darsteller = ICH

Allen Figuren und Elemente eines Traumes werden vom Träumenden selbst produziert, folglich sind sie ein Teil des Träumenden, sei es ein Aspekt seiner Persönlichkeit, ein Empfinden, eine Idee, usw. Ausserdem könnte es aber in spirituellen Träumen auch sein, dass man tatsächlich auf Wesen oder Umgebungen von „Aussen“ trifft…

Klassische Psychoanalyse – Orginaltext von Sigmund Freud

(aus: Selbstdarstellung, Psychoanalyse, 1925
IV. Die Technik der Psychoanalyse: Traumdeutung)

(…) Wenn man die latenten Traum­gedanken, die man aus der Analyse des Traumes erfahren hat, untersucht, findet man einen unter ihnen, der sich von den anderen, verständigen und dem Träumer wohlbekannten, scharf abhebt. Diese anderen sind Reste des Wachlebens (Tagesreste); in dem vereinzelten aber erkennt man eine oft sehr anstößige Wunschregung, die dem Wachleben des Träumers fremd ist, die er dementsprechend auch verwundert oder entrüstet verleugnet. Diese Regung ist der eigentliche Traumbildner, sie hat die Energie für die Produk­tion des Traumes aufgebracht und sich der Tagesreste als Material bedient; der so entstandene Traum stellt eine Befriedigungssituation für sie vor, ist ihre Wunscherfüllung. Dieser Vorgang wäre nicht möglich geworden, wenn nicht etwas in der Natur des Schlafzustandes ihn begünstigt hätte. Die psychische Voraussetzung des Schlafens ist die Einstellung des Ichs auf den Schlafwunsch und die Abziehung der Besetzungen von allen Interessen des Lebens;.. – http://tcmpro.ch/traume/

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Das Unbehagen in der Kultur ist der Titel einer 1930 erschienenen Schrift von Sigmund Freud. Die Arbeit ist, neben Massenpsychologie und Ich-Analyse von 1921, Freuds umfassendste kulturtheoretische Abhandlung; sie gehört zu den einflussreichsten kulturkritischen Schriften des 20. Jahrhunderts. Thema ist der Gegensatz zwischen der Kultur und den Triebregungen. Die Kultur ist bestrebt, immer größere soziale Einheiten zu bilden. Hierzu schränkt sie die Befriedigung sexueller und aggressiver Triebe ein; einen Teil der Aggression verwandelt sie in Schuldgefühl. Auf diese Weise ist die Kultur eine Quelle des Leidens; ihre Entwicklung führt zu einem wachsenden Unbehagen.- hier – und hier

In seinem Aufsatz „Das Unbehagen in der Kultur“ von 1930 macht Sigmund Freud sich Gedanken darüber, was Kultur für die Menschen bedeutet und welche Bedingungen für das Entstehen und die Erhaltung von Kultur erfüllt sein müssen. Seine Grundannahme ist hierbei,dass der eigentliche Sinn des Lebens im „[S]treben nach Glück“  liegt, wobei schon das Ausbleiben eines Unglücksgefühls Glück bedeuten kann. – Astrid Schmidt – Freie  – Universität Berlin, Sommersemester 2007 – 

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von Rainer Funk

Die Religion und das Religiöse in der Tiefenpsychologie von Freud und Jung

Die Tiefenpsychologie hat zu Beginn dieses Jahrhunderts in Sigmund Freud ihren ersten und zugleich bedeutendsten Vertreter gehabt. Er hat erstmals systematisch jene Wege aufgezeigt, die zur Dimension des Unbewußten im Mensch führen. Mit diesem Aufweis hat Freud plausibel gemacht, was Tiefenpsychologie meint: Alle geistig-seelischen – und wie wir heute wissen, auch alle körperlichen – Wirklichkeiten werden von seelischen, bewußten und unbewußten Kräften disponiert. Unser Denken, Fühlen und Handeln, unsere Beziehung zu anderen Menschen, zu uns selbst, zu Gott, zu unserem Eigentum, unsere politischen Ansichten, die Wahl der ethischen Werte, alle unsere Lebensäußerungen werden auch von unbewußten Strebungen, Impulsen, Triebkräften, Phantasien, Affekten, Haltungen, kurz von unbewußten Kräften mitbestimmt.- weltall-erde-ich.de

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 Im Frühling 1915, kein Jahr nach Ausbruch des ersten Weltkrieges schrieb Sigmund Freud einen Text über den Krieg, auf den ich vor Kurzem gestossen bin – und den ich nicht mehr vergessen kann. «Zeitgemässes über Krieg und Tod», lautet der Titel. Es lohnt sich, den Text wieder zu lesen, gerade heute, in unserer Zeit des nahenden Umbruchs.

Was Freud vielleicht am meisten verstörte, war der unverzügliche und vollständige Absturz der europäischen Zivilisation in die Hölle, einer Zivi­lisation, die sich nicht nur auf ihre wissenschaft­lichen und ökonomischen Errungenschaften so viel eingebildet hatte, sondern auch auf ihre ­globalisierte Moral, ihre Toleranz, ihre Rechtsstaatlichkeit und politische Vernunft, ihre vielen völkerrechtlichen Verträge. Dass ausgerechnet diese Länder Europas nun über einander herfielen, auf eine Art, die dem ethischen Niveau der Völkerwanderung oder von Dschingis Khan entsprachen: Es war unfassbar.

„Von den grossen welt­beherrschenden Nationen weisser Rasse, denen die ­Führung des Menschengeschlechtes zugefallen ist, die man mit der Pflege weltumspannender Interessen beschäftigt wusste, deren Schöpfungen die technischen Fortschritte in der Beherrschung der Natur wie die künstlerischen und wissenschaftlichen Kulturwerte sind, von diesen Völkern hatte man erwartet, dass sie es verstehen würden, Misshelligkeiten und Interessenkonflikte auf anderem Wege zum Austrage zu bringen.“

Das alles galt auf einmal nicht mehr. Von ­Staates wegen wurde nun gelogen, betrogen, gestohlen, misshandelt, gemordet und getötet.- achgut

(PS: Henryk M. Broder und andere schreiben auf dieser Seite. Das erwärmt mich nicht im geringsten, nun denn …)

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sondern auch auf die unbedingte Sehnsucht nach Schutz, nach inniger Geborgenheit. Religionen, gleich welcher Art, gründen nicht auf Erfahrung oder Nachdenken, „es sind Illusionen, Erfüllungen der ältesten, stärksten, dringendsten Wünsche der Menschheit; das Geheimnis ihrer Stärke ist die Stärke dieser Wünsche.“

– https://wscaprichos.wordpress.com/2015/11/26/sigmund-freud-wunsch-und-illusion/

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