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Posts Tagged ‘Shizuteru Ueda’

Als Modell zwischenmenschlicher Dynamik zieht Shizuteru Ueda die japanische Begrüßung heran, bei der man sich voreinander verneigt. In jeder Kultur beinhaltet die Grußform, soweit sie nicht zur bloßen Formalität verkam, ein Verständnis des Zwischenmenschlichen. Der Sinn der japanischen Verneigung besteht darin, sich gegenseitig vor dem anderen zunichte zu machen, das Ego brechend in die Tiefe einzutauchen, wo es weder Ich noch Du gibt.

„Mitten im `Zwischen`als dem Raum des Gegenüber-einander wird, vom Nichts durchdrungen, eine unendliche Offenheit erschlossen“. Sich aufrichtend, also aus dem Nichts auftauchend und sich einander zuwendend, stehen sich dann beide als Ich – Du gegenüber. (Mich erinnert das an Martin Bubers: „Du sagend werde ich erst zum Ich“.) Das Nichts, die Leere wird zum Ursprung eines offenen Zwischen, in dem beide zugleich selbstständig und völlig selbstlos füreinander da sein können…

Ueda – Gassho: Die traditionelle Verbeugung mit zusammengelegten Handflächen. Gassho ist eine Abkürzung für ‚gatsu-sho‘. Das Wort ist zen-spezifisch. In anderen buddhistischen Schulen wird diese Gebärde ‚Namaste‘ genannt. Wörtlich übersetzt bedeutet ‚Namaste‘: Ich verbeuge mich vor dem Göttlichen in Dir.

 

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