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Posts Tagged ‘Sendung’

Lesung aus Victor Hugos Roman von Markus Boysen. Mit Musik von Benjamin Sprick und David Wallraf, 8.8.2014 (2:30’00“)

„Arbeit im Abgrund, nicht Arbeit im modernen Sinne, nicht ‚travail’, sondern ‚labeur’, vergleichbar den ‚Arbeiten’ des Herkules. Arbeit, deren Modell die ewige und unnütze Bewegung des Meeres ist, dieser Energieaufwand ohne Ziel und Zweck, perpetuum mobile. So wird die Herkules-Arbeit schließlich zur Sisyphos-Arbeit, die unter dem Gesetz des ewigen Wiederholungszwanges steht. Arbeit, die sich in sich selbst erschöpft, die Selbstzweck ist. Die damit der Arbeit des Künstlers gleicht.“ (Aus dem Nachwort von Rainer G. Schmidt) – agoradio.de –

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Subtil nistet die Gewalt bereits in Strukturen, deren Rechtsordnung zum Schweigen nötigt, was in deren Idiom nicht zur Sprache kommen kann. Eine Kritik der Gewalt sucht deshalb die Bruchstellen auf, an denen die Verfügungen des Rechts ein solches Schweigen erzwingen wollen und beständig erneuern. Deshalb sind dieser Kritik die Beziehungen zentral, die zwischen der Gewalt und der Sprache bestehen. Keineswegs legitimiert sie den sprachlosen Gewaltexzess, der selbst zum Teil einer herrschenden „Eventkultur“ wurde, wenn er Figuren einer Selbstermächtigung feiert, die sich an sich selbst berauscht. Zu keinem Zeitpunkt vergisst eine Kritik der Gewalt, was sie Walter Benjamin verdankt: „dass es eine in dem Grade gewaltlose Sphäre menschlicher Übereinkunft gibt, dass sie der Gewalt vollständig unzugänglich ist: die eigentliche Sphäre der ‚Verständigung‘, die Sprache.“

agoradio.de/-sendungen

Manuskripte zum Download:

Wo der Daumen rechts ist

Sublimation und Gewalt

Göttliche Gewalt

Split Screen

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Am Sonntag um 20.05 Uhr im Deutschlandfunk – Freistil

Brad Warner war Bassist von Zero Defex, einer Hardcore-Punk-Band in den USA. Dann ging er nach Japan, um B-Movie-Monsterfilme wie ,Godzilla’ oder ,Ultraman’ zu animieren. Inspiriert von Meister Yoda aus der ,Star Wars’-Saga beginnt der Punker Warner ausgerechnet die stille Zenmeditation zu üben. Heute ist er zur eigenen Verblüffung selbst Zenmeister. Mit Astronautenhelm oder rosa Hasenohren tritt er in seiner eigenen Internet-Talkshow auf und empfängt Gäste, die am Ende eine Runde mit ihm meditieren müssen… DLF

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Der nationalistische Mob, der gegenwärtig auf Straßen und in Wahlkabinen mobil macht, hat das „Abendland“ erneut zur Parole des Pogroms werden lassen. Je inflationärer sie in Umlauf gesetzt wurde, desto mehr mutierte sie zur Tirade derer, die alles aufs Spiel zu setzen bereit sind, weil sie nicht wissen, was auf dem Spiel steht. Noch der Rat der amtierenden Kanzlerin, zur Verteidigung dieses „Abendlands“ Weihnachtslieder zu fotokopieren und zur Blockflöte zu greifen, partizipiert an einer Ahnungslosigkeit, die sich nicht damit wird herausreden können, nur schlichten Gemüts gewesen zu sein. – In einer Lesung von Texten aus verschiedenen Jahrhunderten machen wir Spuren eines Buchs kenntlich, dessen Herkunft dunkel und das in seiner Kürze zu den rätselhaftesten gehört, die das frühe Mittelalter überlieferte. Das Buch der 24 Philosophen, so notiert sein Herausgeber Kurt Flasch, sei „das Originellste, um nicht zu sagen: das Verrückteste, was sich in einer mittelalterlichen Handschriftensammlung finden lässt. Der Text ist exzessiv eigensinnig, ein Ausbund an spekulativer Theosophie..

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