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Posts Tagged ‘Rüdiger Sünner’

Für meinen Film „Wildes Denken – Europa im Dialog mit spirituellen Kulturen der Welt“ steuerte auch der Brasilienexperte der Wochenzeitschrift DIE ZEIT Thomas Fischermann ein Interview über seine Erfahrungen mit dem indigenen Stamm der Tenharim in Brasilien bei, ausserdem Film- und Fotomaterial. Fischermann erzählt vom intensiven Naturverhältnis des jungen Tenharim-Kriegers Madarejúwa, den er auf seinen Streifzügen durch den Regenwald begleitete und vom Schamanismus und den Schöpfungsmythen seiner Kultur…

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Interview zwischen dem Filmemacher Rüdiger Sünner und der Ethnologieprofessorin Godula Kosack, die jahrelang Feldforschung bei den Mafa in Nordkamerun betrieb und dabei andere Perspektiven auf die Natur, den Tod und die Kunst des Heilens erfuhr. – http://www.godula-kosack.de/

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Das „wilde Denken“ (Claude Lévi-Strauss) zieht nicht so starre Grenzen zwischen Mensch und Natur, Leben und Tod, Alltag und „Geisterwelt“, wie unsere auf Logik und abstrakte Begrifflichkeit aufgebaute westliche Rationalität. Können wir etwas davon lernen, zumal in Zeiten, wo die Zerstörung der Natur immer mehr zunimmt?

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Für mein Film- und Buchprojekt „Wildes Denken“ sprach ich auch mit Dr. Thomas Steininger, der die spirituelle Zeitschrift evolve herausgibt und ausgebildeter Philosoph ist. Das Interview kreiste um die Frage, was wir von der animistischen Weltsicht indigener Kulturen lernen können und welche Reste eines solchen „wilden Denkens“ es in unserer eigenen Kultur gab und evt. noch gibt. Spannend auch Steininger’s Antworten auf die Frage, ob der Begriff des „Heiligen“ gerade in unserer heutigen Zeit neu gefasst und bewertet werden müsste.

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Seit Jahren geben mir die Gedanken des Berliner Naturphilosophen und Tiefenökologen Jochen Kirchhoff manche Anregung. Auch für die Vorbereitung meines Film- und Buchprojektes „Wildes Denken – Europa im Dialog mit spirituellen Kulturen der Welt“ las ich einige seiner Bücher mit Gewinn neu. Kirchhoffs Gedanken kreisen um die Idee eines durchgängig beseelten Kosmos, die wir im Auge behalten müssen, wenn wir nicht erhebliche Schäden im ökologischen, aber auch psychologischen Bereich riskieren wollen.

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In seinem berühmten Buch „Das wilde Denken“ beschrieb der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss vor 50 Jahren die ganzheitliche, oft symbolische und mit der Natur verbundene Weltsicht indigener Kulturen als Zugang zur Wirklichkeit, der gleichberechtigt mit dem naturwissenschaftlichen Zugang der Moderne ist. Das wilde Denken ergänzt die materielle, rationale Erklärung und ist nicht überholt – diese These wird seither auch in der Philosophie und Theologie sehr ernst genommen. – Bayern 2

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Das komplexe Werk des Schweizer Tiefenpsychologen und Mythenforschers C.G.Jung spielt in der heutigen öffentlichen Diskussion Deutschlands kaum eine Rolle. Man findet seinen Namen in Esoterik-Zeitschriften, die ihn als eine Art „Schamanen“ verklären, auf exklusiven Kongressen seiner Anhänger, wo diffizile Detailfragen erörtert werden oder aber in Verbindungen mit Verdächtigungen, die von „Unwissenschaftlichkeit“ bis zu Vorwürfen des Antisemitismus oder der NS-Verklärung reichen.

In Deutschland genügen oft einige solcher Anwürfe – ob berechtigt oder nicht – um einen Autor mit einem Schatten zu belegen. Auch Ernst Jünger und Rudolf Steiner etwa ging es diesbezüglich ähnlich. Da ich Jung für einen bedeutenden Geist des 20. Jahrhunderts halte, der gerade zum Problem Mythen und Mythenmißbrauch viel zu sagen hat, ist es notwendig, oben genannte Vorwürfe einmal unter die Lupe zu nehmen und zu fragen, inwieweit sie berechtigt sind und ob sie mit dem innersten Kern seines Werkes zusammenhängen oder nicht.

Stein des Anstosses sind einige Formulierungen Jungs aus einem Aufsatz, den er 1934 im „Zentralblatt für Psychotherapie“ veröffentlichte.

http://www.ruedigersuenner.de/C.G.Jung.html

 

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Der Aktionskünstler, Bildhauer, Kunsttheoretiker und Pädagoge Joseph Beuys, zeitlebens umstritten, anstößig im besten Sinne, wollte berühren und berührbar sein. Die seelische und körperliche Verletzlichkeit des Menschen war sein Thema. Nicht zufällig trägt eine seiner bekanntesten Installationen den Titel »zeige deine Wunde«.

Nun hat der Filmemacher Rüdiger Sünner über den bedeutendten Künstler des 20. Jahrhunderts, der ein tiefes Interesse für Mythologie, Schamanismus, Anthroposophie, Alchemie und Mystik hatte, einen Film gemacht. (Hier ein Trailer)

»Ich meine die Erkenntniskräfte, die Fähigkeit des Denkens, der Intuition, der Inspiration, das Ichbewusstsein, die Willenskraft. Das sind ja alles Dinge, die sehr stark geschädigt sind in unserer Zeit. Die müssen gerettet werden. Dann ist alles andere sowieso gerettet.“ (Joseph Beuys)

http://www.evolve-magazin.de/radio/ein-gespraech-mit-dem-filmemacher-ruediger-suenner/

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Ein Gespräch mit Rüdiger Sünner über seinen neuen Film

Wie ist ein Gott zu denken, der die Existenz des Bösen in seiner Schöpfung zulässt? Wo ist sein Licht angesichts all der Finsternis in der Welt?

Hat sich Gott schon am Anfang der Schöpfung zurückgezogen, um deren freie Entwicklung nicht zu gefährden? Begann nicht schon der Uranfang der Schöpfung mit einer Katastrophe, in der die ersten Seinsformen zerbrachen und uns einen kosmischen Scherbenhaufen hinterließen? Von solchen Gedanken der Kabbala war der jüdische Dichter Paul Celan tief berührt. Nach dem Holocaust, dem seine Eltern zum Opfer fielen, konnte er an keinen allgütigen und allmächtigen Gott mehr glauben. Doch es blieb die Idee von den zerstreuten göttlichen Lichtfunken, die wir immer noch aufspüren und einsammeln können …

Die Kabbala-Studien Gershom Scholems und der von Martin Buber überlieferte Chassidismus übten einen großen Einfluss auf das spirituelle Weltbild Paul Celans aus. Eine filmisch noch nie dargestellte Seite des Dichters der »Todesfuge«.- evolve-magazin – (Danke an Werner A. Krebber hierfür!)

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