Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Rolf Cantzen’

„Edel sei der Mensch, hülfreich und gut“ – so die Wunschvorstellung. Doch die Realität sieht oft düster aus. Da sagt sich der eine oder die andere doch lieber gleich von der gesamten Menschheit los. Aber ist das mehr als bloße Attitüde? – Von Rolf Cantzen

Read Full Post »

Jung, dynamisch, pragmatisch und vor allem optimistisch – diese Eigenschaften zeichnen erfolgreiche Menschen aus. So jedenfalls verheißt es die einschlägige Ratgeberliteratur. Die Unterhaltungsindustrie liefert dazu die Freizeitvariante: Alle sind gut gelaunt, ‚cool'“ natürlich. Sie tragen ein Lächeln im Gesicht und verschicken Smileys. Wer sich dem entzieht, trifft auf wenig Sympathien oder wird schnell als depressiv pathologisiert. Optimistisch stimmt nach wie vor auch die Fortschrittsgewissheit, die spätestens seit der Aufklärung die Geschichtsauffassungen prägte. Doch schon Sophokles weiß: „nicht geboren zu werden, (ist) für die Erdbewohner am besten.“ … froehliche-pessimisten

 

Read Full Post »

Wenn der Schlaf der Bruder des Todes ist, so wie in einem Bach-Choral, dann bestehen zwischen Schlaflosigkeit und Leben ähnlich enge Beziehungen: Wer nicht schläft, lebt und kann etwas erleben: Diffuse halbschlafende oder hellwache Gedanken. Die Schlaflosigkeit weckt Lebensgeister, allerdings nur, wenn sie nicht wieder schlafen geschickt werden durch Pharmazeutika oder psychotherapeutische Selbstbehandlungen. Wer schläft, sündigt nicht. Wer sich schlaflos mit sich selbst beschäftigt, meistens schon: Querschießende Gedanken und irritierende Sehnsüchte inspirieren den einsamen Wachen. Dichter und Denker schätzen das. Sie leugnen die nächtliche Regenerationsverpflichtung. Manche verachten sogar die guten Schläfer, die tief und erholsam schlafen. DLF Kultur

Read Full Post »

Die Aufforderung, Tod und Sterben nicht zu verdrängen, sondern sich mit dem Unausweichlichen auseinanderzusetzen, ist inzwischen eine quasi zustimmungspflichtige Forderung. Allerdings fehlen die Rahmenbedingungen: Im Mittelalter gab es Schriften und Rituale, um sich auf den Übergang ins Jenseits vorzubereiten. Größtmögliche Gelassenheit zu entwickeln – das empfahlen Philosophen: „Philosophieren heißt sterben lernen“.

Wie lässt sich ein „gutes Sterben“ lernen, wenn religiöse Heilsversprechen immer weniger Menschen ansprechen? Wie verändert die Konfrontation mit dem eigenen Tod das Leben? Sendung am Freitag

Klicke, um auf den-tod-akzeptieren-heisst-leben-lernen-swr2-wissen-2021-01-29-102.pdf zuzugreifen

The book of the craft of dying, and other early English tracts concerning death; archive.org by William Caxton (1422-1991), Heinrich Seuse (1295-1366) und Frances M.M. Comper und George Congreve.

Read Full Post »

Der jüdische Philosoph Moses Maimonides gilt bis heute als einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters. Geboren wurde Maimonides in einer jüdischen Rabbiner-Familie in Cordoba 1135 (oder 1138). Er studierte die religiösen Schriften der Juden, Muslime und Christen und wurde Leibarzt des Sultans von Kairo. Er entwickelte sein eigenes religionsphilosophisches Denken. Seine Philosophie verbindet Vernunft und Glauben. Theologen gilt er als Vertreter der negativen Theologie: „Ich weiß nur, was Gott nicht ist.“ – SWR 2

Read Full Post »

Sendung

„Wutbürger“ nannte sie die Presse und verpasste damit den lautstarken Pegida-Demonstrationen ein wirksames Etikett. Denn Wut und Zorn gehören seit dem frühen Christentum zu den sieben Todsünden.

Bereits die Philosophen der Antike wollten diese übermächtigen Gefühle beherrschbar machen. Menschen dürfen sich nicht erzürnen, Götter hingegen schon. Andererseits: Liegen, wenn nicht in der schnell verrauchenden Wut so doch im anhaltenden Zorn auch nützliche Impulse?

„Zorn macht langweilige Menschen geistreich“, so Francis Bacon.

Read Full Post »

Deutschlandfunk – Sonntag, 21. Juni 2020 um 20:05 Uhr. – Autor Rolf Cantzen – Ansonsten ist hier alles beieinander!

Blonde sind dumm, Rothaarige falsch, Schwarzhaarige sinnlich. Stereotype Charaktereigenschaften von Haarfarben. Zusammen mit der Hautfarbe gehört die Haarfarbe zu den sichtbarsten Merkmalen körperlicher Verschiedenheit und bestimmt nicht nur das Aussehen. Gerade in Zeiten nahezu unbegrenzter Haarfärbungen werden den Haarfarben noch immer verschiedene Charaktereigenschaften zugewiesen. Bei der Wahl des Partners spielt die Haarfarbe bisweilen eine Rolle. Haare sind das Spiegelbild der Seele – damit werben „systemische“ Haarenergetikerinnen und bieten an, mit Form und Farbe die Chakren ihrer Kundschaft zu harmonisieren. Wie haben sich die Stereotypen im Laufe der Zeit geändert oder stabilisiert? Inwiefern ist das Schönheitsideal verschiedener Kulturen von Haarfarben bestimmt und wie sind Haarfarben weltweit verteilt? (Hördat)

Klicke, um auf blondschopf-rotschopf-schwarzschopf-eine-farbenlehre-pdf.media.22da4eed5b922e57a360f0e9bb3da027.pdf zuzugreifen

Read Full Post »

Von Rolf Cantzen / Deutschlandradio Kultur

Anarchisten sitzen zwischen allen politischen Stühlen: Sie glauben nicht daran, dass eine Gesellschaft der Freien und Gleichen entstehen kann, wenn die kapitalistische Industriegesellschaft mit ihrer Konkurrenzwirtschaft staatlich reguliert wird. Sie plädieren für Dezentralisierung und Föderalismus, für eine Versöhnung mit der Natur, für Solidarität ohne Zwang, für umfassende individuelle Freiheit, für Gewaltlosigkeit. Die repräsentative Demokratie ist ihnen nicht genug und der zentralistische Nationalstaat ein Greul. Den Bürgerlichen sind sie zu herrschaftskritisch. Den Staatssozialisten hingegen sind die Anarchisten zu staats- und hierarchiekritisch, zu individualistisch, zu liberal, zu sehr darauf bedacht, Vielfalt zuzulassen. Bekannte Anarchisten sind – neben den „Klassikern“ Bakunin und Kropotkin – Landauer, Tolstoi und Gandhi.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-ueber-anarchismus-kein-gott-kein-staat-kein.1024.de.html?dram:article_id=475678

Klicke, um auf index.media.c9496d397e7c18639e64f54f585e4844.pdf zuzugreifen

Read Full Post »

Charles Fourier (1772 – 1837) gilt nicht umsonst als Exzentriker des Frühsozialismus. Er prognostizierte: Alles – auch das Klima, die Tier- und Pflanzenwelt – würde sich ändern, wenn Frauen und Männer gleichberechtigt in dezentralen demokratischen Siedlungen lebten, frei ihren Neigungen nachgingen und ihre Kinder ohne Zwang aufwachsen ließen.

Während Marx und Engels diese Pläne als utopisch ablehnten, sahen andere Philosophen darin Vorwegnahmen des Feminismus, eines ökologischen Sozialismus und eines „ganzheitlichen“ Naturverständnisses.- SWR2

Read Full Post »

Older Posts »