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Posts Tagged ‘Rezension’

„Schön wie die gold’nen Ähren sprießen, schuf Gott die Drenter, Groninger und Friesen, und aus der Spreu und andren Resten, schuf er die Drecksäcke im Westen“.

Während die Stimmung kippt, sich das Klima gegen ihn verschärft, versucht der Orgelstimmer in nächtlicher Arbeit und täglichem Liebeswerben das Gute, Wahre und Schöne zu retten, für das er sich einen feinen Sinn bewahrt hat – für einen kritischen Glauben und für den enthusiastischen Genuss von Bach-Kantaten, für die gespenstische, aleatorische Musik des estnischen Komponisten Arvo Pärt, für Igor Strawinskys „Pas de deux“, DLFNDR

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Religion, Hautfarbe, Geschlecht: In Joseph Conrads „Der Niemand von der ‚Narcissus‘“ von 1897 wird all das fraglich und muss neu verhandelt werden. Das bringt ein kollektives, von sozialistischen Ideen infiziertes Erzählkollektiv an den Rand des Deliriums. Den Roman gibt es jetzt in einer Neuübersetzung von Mirko Bonné. – Von Tobias Lehmkuhl DLF

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Vögel galten lange als fliegende Automaten. Seit einiger Zeit wächst jedoch das Interesse an ihrer Individualität. Walter A. Sontag führt in die Diskussion ein und macht mit weiteren Erkenntnissen vertraut…,.. FAZ.net

 

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Kultautor und Vielschreiber Dietmar Dath setzt seine Ergründungen des Utopischen fort… Von Thomas Hummitzsch

Manchmal glaubt man, Autoren können beim Schreiben in die Köpfe ihrer Leser schauen. In Dietmar Daths neuem Roman ist dies der Moment, als die deutsche Drahtzieherin Cordula Späth dem Amerikaner Christian Winseck erklärt, worin ihre gemeinsame Weltraummission besteht. Als sie fertig ist, sagt Winseck: »Ich weiß gar nicht mehr, ob es für dich überhaupt eine Wahrheit gibt, ob überhaupt irgendwas wahr ist hier, in diesem fucking labyrinth …

http://www.glanzundelend.de/Red20/d-f-20/dietmar-dath-niegeschichte-science-fiction.htm

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Canetti geht vom Mißerfolg der Weltschöpfung aus. Ein Gott nach seinem Sinne hätte am siebten Schöpfungstag erkannt, „daß es nicht gut war“. Seitdem ist die dichterische Einbildungskraft Canettis mit Gegenentwürfen zur Welt beschäftigt. Auch in den Aufzeichnungen wird immer wieder das Konzept einer Lebensform entworfen, die bisweilen absurd erscheinen mag, vergleicht man sie mit unseren Verhaltensweisen, die jedoch denkbar wäre…,..

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41739268.html

https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/41739268

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Als Rezensent liest man ein Buch drei-, viermal, oder? Ein dünnes wie dieses noch öfter. Beim ersten Mal hegt man noch deutliche Gedanken, die man nicht zu Papier bringt, aus Sorge, es könnten keine sein — womit man die Chance verpaßt hat, etwas Wertvolles zu schreiben. Beim zweiten Mal fühlt man sich von der sogenannten Verantwortung vor dem Leserpublikum bedroht, beim dritten Mal schwächt sich diese Bedrohung aber wieder ab, und bei oder nach dem vierten Mal möchte man zumindest dieses dünne Buch, das aussieht wie eine Geburtstagsgabe für Ernst Jünger, beiseite legen und „Die Geschäfte des Dagobert Duck“ lesen…,..

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14335180.html

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„Dr. Seltsam“ ist eine für seine Zeit, aber auch noch heute bissige, ja bitterböse Satire auf die Ideologie der atomaren Abschreckung, die die gesamte Nachkriegszeit bis hinein in die 70er Jahre beherrschte, nicht zuletzt aber auch deswegen aktuell, weil der Film die „Hardliner“-Strategen in Washington gründlich und vernichtend dorthin stellt, wo sie hingehören: in die Ecke der Brandstifter.

Rezension zum Antikriegsfilm von Stanley Kubrick.

über Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben — Neue Debatte

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Nicht in der Reihe der „Stream Of Consciousness“, sondern unter seinem eigenen Namen; ein neues Ambient Album von Dirk Serries auf dem Projekt-Label. Mit den „Stream Of Consciousness“ Veröffentlichungen hatte Dirk Serries ja bewusst die eigene (eigentlich, zumindest in ihrer ursprünglichen Version, beendete) vidnaObmana Tradition aufgegriffen, ebenso bewusst jedoch auch ausschließlich mit seinem jetzigen (Haupt)Instrument, der elektrischen Gitarre umgesetzt. Und tatsächlich unterscheiden sich die „Stream Of Consciousness“ von, z.B. den Microphonics Alben, wie auch von allen anderen Veröffentlichungen seiner Identitäten,die Dirk Serries nach dem selbstbestimmten Ende von vidnaObmana und dem damit verbundenen instrumentalen Wechsel angenommen hat(te).- http://www.blackmagazin.com/?p=17749

https://projektrecords.bandcamp.com/album/the-origin-reversal

 

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Nachts wacht der König auf. Er ruft nach Wasser. Niemand antwortet. „Wasser!“ Endlich hört man Schritte hinter der Schlafzimmertür. „Wasser!“ Ein Diener mit einem Tablett erscheint. Darauf ein Glas. Aber es ist nicht das richtige. „Nicht dieses Glas“, ruft der König. „Bring mir ein Glas aus Kristall!“

Den König spielt Jean-Pierre Léaud. Dadurch ist der Film ein doppeltes Porträt, denn Léaud verkörpert nicht nur Ludwig von Frankreich, sondern auch sich selbst, einen Monarchen des Kinos, der sich verabschiedet. Mit seinen Rollen für Aki Kaurismäki hat dieser Abschied begonnen, mit den Auftritten als lebendes Denkmal bei Olivier Assayas und Bertrand Bonello ist er weitergegangen, und wenn man den „Tod von Ludwig XIV.“ sieht, kann man sich kaum vorstellen, wie Léaud das, was er hier zeigt, noch überbieten will. – faz.net

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