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Posts Tagged ‘Revolte’

Der Mensch ist das einzige „Ding“ in der Welt, das offensichtlich nicht dorthin gehört, denn er existiert nicht einfach als ein Mensch unter Menschen in der Weise, wie Tiere unter Tieren und Bäume unter Bäumen existieren – all jene nämlich existieren gleichsam notwendigerweise im Plural. Der Mensch hingegen ist grundsätzlich allein in seiner „Revolte“ und in seiner „Hellsicht“, das heißt seinem Denken, das ihn lächerlich macht, denn die Gabe der Vernunft wurde ihm verliehen in einer Welt, „wo alles gegeben ist und nichts je erklärt wird“. (Hannah Arendt, Französischer Existenzialismus, a.a.O., S. 23)

geistundgegenwart.de/

 

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Im Jahr 2019 wird unsere lebendige Erde, unsere ganz reale und einzige Erde, all das, was uns umgibt, die Schönheit und der Reichtum unserer Landschaften, die Klarheit eines schönen Morgens, die Düfte von Jasmin und Flieder, die die Luft in den Straßen erfüllen, auch die Angst vor der schwarzen Nacht, die Wellen des Sonnenlichts, die unsere morgendlichen Gesichter streicheln, und das Lachen unserer Kinder in den Gärten ihrer Unschuld – all das wird zerstört werden und verschwinden unter einer gewaltigen Flut aus Beton.

https://non.copyriot.com/moegen-unsere-gelben-funken-der-revolte-die-welt-2019-in-brand-setzen/?fbclid=IwAR3uxeqjypXIOWz_9HpJfSar5h80OQDk6R7tR_-MBUAuZU3ctbOU2wqpyaw&cn-reloaded=1&cn-reloaded=1

https://non.copyriot.com/classwar-ein-aufruf-aus-dem-westen-von-paris/?fbclid=IwAR315Qi78j4m6w6tpm7DkilZaCB1jj1PvjcS3v3rjybZI4cdn_WXNuyt-L4&cn-reloaded=1

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https://kritischeperspektive.com/kp/2018-39-update-gelbe-westengilets-jaunes-frankreich-woche-4-macrons-zugestandnisse-abgelehnt-staat-versucht-repression-basisdemokratie-neue-forderungen-zugleich-stagnation/?fbclid=IwAR0W6wYMxQcxFDFHx-p_ZBKoZtpsxfT_2-ENmlCtGrC6htBFyMMA02tRekA#

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In Frankreich legen seit Wochen wütende, mit gelben Warnwesten bekleidete Bürger und Bürgerinnen das Land lahm. Ursprünglich protestierten die sogenannten gilets jaunes, also Gelbwesten, gegen die Erhöhung der Treibstoffsteuern, mittlerweile haben sie ihre Forderungen ausgeweitet. Ganz allgemein richten sich ihre oft gewalttätigen Proteste gegen die Verarmung des Mittelstandes und die in ihren Augen unsoziale Politik von Präsident Macron: Er gebärde sich wie ein Monarch und sei ein Präsident der Reichen. Macron ist unter Druck, er hat bereits sozialpolitische Zugeständnisse an die „Gelbwesten“ gemacht.

Erleben wir da die Vorboten einer neuen französischen Revolution? Wo kann man die Gelbwestenbewegung politisch einordnen? Wie gefährlich kann sie dem erst vor eineinhalb Jahren gewählten Präsidenten werden? Und schwappen die Proteste auf andere Länder über? Ö1

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Die dezentral agierende Bewegung der französischen „Gilet Jaunes“ hat jüngst ein Kommunique mit ihren Forderungen veröffentlicht. Wer aktuell – indoktriniert von zuviel FAZ und Spiegel online – noch nicht recht weiß, wo er steht, der sollte spätestens nach dem Studium dieses Kommuniques einen Schritt weiter sein.

Original-Quelle:
https://de.scribd.com/…/Les-revendications-des-gilets-jaunes

Deutsche Übersetzung (Auszug):

Abgeordnete Frankreichs, wir übermitteln Ihnen die Direktiven des Volkes, damit Sie diese in Gesetze umsetzen. Abgeordnete, verschaffen Sie unserer Stimme Gehör in der Nationalversammlung! Folgen Sie dem Willen des Volkes! Setzen Sie diese Direktiven durch:

Null Obdachlosigkeit: DRINGEND.

• Mehr Progression bei der Einkommenssteuer, das heißt mehr Stufen.

• Mindestlohn von 1.300 Euro netto.

• Förderung der kleinen Geschäfte in den Dörfern und Stadtzentren. Einstellung des Baus großer Einkaufszentren um die Großstädte herum, die den Einzelhandel abwürgen, und mehr kostenlose Parkplätze in den Stadtzentren.

• Steuern: die GROSSEN (MacDonalds, Google, Amazon, Carrefour, …) sollen GROSSES GELD zahlen, und die Kleinen (Handwerker, Klein- und Mittelbetriebe) zahlen KLEINES GELD.

• Ein einheitliches System der Sozialversicherung für alle (Handwerker und kleine Selbständige eingeschlossen). Abschaffung der Selbständigen-Sozialversicherung (RSI).

• Das Rentensystem muss solidarisch bleiben und demzufolge vergesellschaftet werden. Keine Rente nach Punkten.

• Schluss mit der Erhöhung der Treibstoffsteuer.

• Keine Rente unter 1.200 Euro.

• Jeder gewählte Abgeordnete hat das Recht auf den Durchschnittslohn. Seine Reisekosten werden überprüft und, soweit begründet, erstattet. Recht auf Restaurant- und Urlaubsgutscheine.

• Die Löhne aller Franzosen sowie die Renten und Leistungen sind entsprechend der Inflation zu indexieren.

• Schutz der französischen Industrie: Verbot von Verlagerungen. Schutz unserer Industrie bedeutet Schutz unseres Know-how und unserer Arbeitsplätze.

• Schluss mit der Arbeitnehmerentsendung. Es ist nicht normal, dass jemand, der auf französischem Territorium arbeitet, nicht den gleichen Lohn und die gleichen Rechte erhält. Jede Person, die autorisiert ist, auf französischem Territorium zu arbeiten, ist einem französischen Staatsbürger gleichzustellen, und ihr Arbeitgeber muss für sie die gleichen Abgaben entrichten wie ein französischer Arbeitgeber.

• Zur Sicherung der Beschäftigung: Befristete Arbeitsverträge in großen Unternehmen stärker begrenzen. Wir wollen mehr unbefristete Verträge.

• Abschaffung der „Steuergutschrift für die Förderung des Wettbewerbs und der Beschäftigung“ (CICE)*. Nutzung dieser Gelder zur Förderung einer französischen Wasserstoffauto-Industrie (wirklich ökologisch, anders als Elektroautos).

• Ende der Austeritätspolitik. Einstellung von Zinszahlungen auf illegitim eingeschätzte Schulden und Beginn der Schuldentilgung, ohne auf das Geld der Armen und weniger Armen zurückzugreifen, sondern durch Aufspüren der 80 Milliarden hinterzogenen Steuern.

• Beseitigung der Ursachen erzwungener Migration.

• Korrekte Behandlung von Asylbewerbern. Wir schulden ihnen Wohnraum, Sicherheit, Ernährung sowie Bildung für die Minderjährigen. Zusammenarbeit mit der UNO zur Einrichtung von Empfangslagern in zahlreichen Ländern der Welt in Erwartung des Ergebnisses des Asylverfahrens.

• Rückführung abgelehnter Asylbewerber in ihr Ursprungsland.

• Umsetzung einer tatsächlichen Integrationspolitik. In Frankreich zu leben heißt, Franzose/Französin zu werden (Französisch-Kurse, Kurse in französischer Geschichte und in staatsbürgerlicher Bildung mit Abschlusszeugnis am Ende der Kurse).

• Festlegung eines Maximallohns von 15.000 Euro.

• Schaffung von Arbeitsplätzen für Arbeitslose.

• Erhöhung der Leistungen für Personen mit Behinderungen.

• Begrenzung der Mietpreise. Mehr Wohnungen mit geringen Mietpreisen (insbesondere für Studenten und prekär Beschäftigte).

• Einsatz aller Mauteinnahmen für den Unterhalt der Autobahnen und Landstraßen Frankreichs sowie für die Straßenverkehrssicherheit.

• Da die Gas- und Strompreise seit der Privatisierung gestiegen sind, wünschen wir, dass beides wieder in die öffentliche Hand kommt und die Preise entsprechend gesenkt werden.

• Sofortiger Stopp der Einstellung kleiner Bahnstrecken, der Abschaffung von Postämtern und der Schließung von Schulen und Entbindungsstationen.

• Wohlergehen für ältere Menschen. Verbot der Gewinnerzielung auf Kosten älterer Menschen. „Graues Wohlergehen“ statt „Graues Gold“.

• Maximal 25 Schüler pro Klasse von der Vorschule bis zur Abschlussklasse.

• Volksentscheide sind in die Verfassung aufzunehmen. Schaffung einer lesbaren und effizienten Website, überwacht durch ein unabhängiges Kontrollorgan, auf der Menschen Gesetzesvorschläge einbringen können. Wenn ein solcher Vorschlag 700.000 Unterschriften erhält, ist er von der Nationalversammlung zu diskutieren, zu ergänzen und ggf. mit Änderungsvorschlägen zu versehen. Die Nationalversammlung ist zu verpflichten, ihn (ein Jahr nach dem Stichtag der Erlangung der 700.000 Unterschriften) der Gesamtheit der Franzosen zur Abstimmung vorzulegen.

• Rückkehr zu einem Sieben-Jahres-Mandat für den Präsidenten der Republik. Die Wahl der Abgeordneten zwei Jahre nach der Wahl des Präsidenten wird dem Präsidenten der Republik ein positives oder negatives Signal hinsichtlich seiner Politik übermitteln. Dies wird dazu beitragen, der Stimme des Volkes Gehör zu verschaffen.

• Rente mit 60 Jahren. Recht auf Rente mit 55 Jahren für alle Personen, die körperlich schwer arbeiten (beispielsweise Maurer oder Schlachthausarbeiter).

• Verlängerung des Systems der Zuschüsse für Kinderbetreuung (Pajemploi) über das sechste Lebensjahr hinaus bis zum zehnten Lebensjahr des Kindes.

• Förderung des Schienengütertransports.

• Kein Quellensteuerabzug.

• Schluss mit den lebenslangen Bezügen für Altpräsidenten.

• Besteuerung von Schiffsdiesel und Kerosin.

Markus Gelau

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Über die Jahre 1967 und 1968 kommen die Kommentatoren nicht hinweg. Dies umso weniger, wenn sich dieses „magische Datum“ zum 50. Mal jährt und dazu einlädt, die Maschinerien medialen Recyclings erneut anzuwerfen. Dann werden die überlebenden Zeitzeugen von einst wieder vor die Mikrofone und Kameras gezerrt, um die Rätsel des Exzesses von einst endlich zu lösen. Einige Ex-Kommunarden und Archivare leben im übrigen nicht schlecht davon. Denn dieses verdammte Jahr will einfach nicht enden. Immer neu wird über die „Verdienste“ und das „Versagen“ der „’68er“ gerichtet, werden ihre maßlosen Übertreibungen oder „blinden Flecken“ diagnostiziert, um die Akten endlich schließen zu können. Doch wer schwingt sich da eigentlich zum Richter auf? Und worüber wird gestritten? Das „Versagen“ der einstigen Rebellen schließlich bedarf keines Disputs. Eine Revolution blieb leider aus. Und was vom Aufstand blieb, konnte reibungslos in die Moden und Marotten des Betriebs überführt werden. Doch wenn sich dieses „1968“ zu einem Bild nicht runden will, dann deshalb, weil es Indiz eines Übergangs, eines Abschieds, eines Zerfalls, einer Auflösung, einer „Dekonstruktion“ war, die seither nicht zum Abschluss kam. Im Gegenteil: in mancher Hinsicht zeichnete sich hier der Gang der Dinge bis heute vor. Und deshalb dauert an, was sich damals ankündigte, weist sogar ins Künftige und macht jeden Versuch einer „abschließenden Einordnung“ zur lächerlichen Veranstaltung hilfloser Archivare. Zur Sendung…

David Wallraf: Das hässliche Ende von ’68

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„Vier Speerspitzen der Auflehnung: Sade, Stirner, Netschajew und Crowley“ – Eines ist klar: Wer sich der Revolte verschreibt, der Auflehnung gegen die Götter oder den Staat, dessen Weg wird kein Leichter sein. Denn: sich gegen die Götter zu stellen oder den Staat, oder erweist sich allzuoft als gänzlich aussichtsloses Unterfangen

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Professionelle Beobachter waren von der eruptiven Wucht der 1967 eskalierenden Protestbewegung völlig überrascht, hatten sie doch noch kurz zuvor ein vorherrschendes politisches Desinteresse registriert; eine auf Konsumangebote fixierte und von diesen manipulierte Jugend schien heranzuwachsen. Speziell die Studierenden galten geradezu als schweigende Generation. Der Sozialwissenschaftler und Bildungspolitiker Ludwig von Friedeburg befand 1965: „Überall erscheint die Welt ohne Alternativen, passt man sich den jeweiligen Gegebenheiten an, ohne sich zu engagieren, und sucht sein persönliches Glück in Familienleben und Berufskarriere. In der modernen Gesellschaft bilden Studenten kaum mehr ein Ferment produktiver Unruhe.“ – 

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