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Posts Tagged ‘RBB Kultur’

„Finnegan’s Wake“ ist das wohl sprachgewaltigste, überbordendste und unübersetzbarste Werk von James Joyce, und „Anna Livia Plurabelle“ ist sein bekanntestes Kapitel und seine berühmteste Figur. Anna Livia Plurabelle ist „the Allmaziful, the Everliving, the Bringer of Plurabilities“, die „All-Frau“, wie Arno Schmidt sie nannte, das weibliche Prinzip, eine Mischung „aus der schönen rotgehaarten Isolde, den Maggies und sonstiger Stundentänzerinnen“. Ihr Element ist das Wasser, ihr Fluss ist der Liffey, an dem Irlands Hauptstadt Dublin liegt und wie im Traum wird sie letztendlich einem Fluß gleich dem großen, väterlichen Ozean zugetragen, wo alles endet und neu beginnt.

RBB Kultur – Sonntag, 16. Januar 2022 um 14:00 Uhr

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RBB Kultur – Samstag, 15. Januar 2022 um 14:00 Uhr (Ursendung)

Ein rosafarbener Schnellhefter mit der Aufschrift „Endlösung“. In dieser Akte enthalten ist das Protokoll der Wannsee-Konferenz vom Januar 1942. Dort beschlossen 15 Männer, dass 11 Millionen europäischer Juden für die „Endlösung in Betracht kommen“. Die Alliierten erfuhren bereits durch abgehörte Funksprüche, darunter auch denen von Adolf Eichmann, von den Massenmorden. Aber könnte man den Verantwortlichen die Verbrechen auch durch schriftliche Dokumente beweisen? Das Auswärtige Amt befahl 1944/45 alle 30 Exemplare des Protokolls zu vernichten – doch eine Ausfertigung entging der Verbrennung und wurde zwei Jahre später durch Zufall von den Alliierten gefunden. Tomas Fitzel erzählt die Geschichte dieser Akte.

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Feature in RBB Kultur – Der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher in den Erinnerungen von Zeitzeugen

Dreizehn Zeitzeugen berichten: eine Überlebende der Konzentrationslager, die als Zeugin auftritt und Aufsehen erregt, zwei Verteidiger, die Witwe des Generals Alfred Jodl, der Sohn von Hans Frank, drei Dolmetscher und fünf Journalisten. Ganz gleich, in welcher Rolle, sie müssen alle, um sprechen oder berichten zu können, Übersetzungen finden – Übersetzungen für etwas, das, wie Erika Mann damals sagte, irgendwo geschehen sein musste, vielleicht auf dem Mond, nur nicht in Deutschland. Die Erinnerungen der Zeitzeugen verknüpfen sich dabei zu einem imaginären gemeinsamen Gespräch. (Hördat)

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Vor 75 Jahren ging der 2. Weltkrieg zu Ende, daran wird in diesen Tagen allerorten erinnert. Eine Frage gerät dabei oft in den Hintergrund: Wie haben sich Bombenangriffe und Luftschutzkeller, Hunger und Flucht auf Kinder ausgewirkt? Das hat die Journalistin und Autorin Sabine Bode in zahllosen Gesprächen erforscht und veröffentlicht. – rbb kultur

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RBB Kultur –  rbb-online.de

Vor Aufregung fiebernd, macht sich 1831 ein gut aussehender junger Mann mit langen Locken und papageienbunter Weste für sein erstes Vorsprechen bei einem der großen Londoner Theater bereit. Seit frühester Kindheit will er zur Bühne und nun scheint die Erfüllung des Traumes in greifbarer Nähe. Da erwischt eine grauenhafte Erkältung den hoffungsvollen Jüngling und er muss sein Vorsprechen verschieben. Er wird es nie nachholen, denn in den Wochen seiner Genesung wird er zum Shooting Star der literarischen Bühne Großbritanniens: Es ist Charles Dickens. Doch die Liebe zum Theater und der Wunsch Schauspieler zu sein, verlassen ihn nie. Unentwegt inszeniert er von nun an mit seinen Freunden und Kindern Theaterstücke. Der hochbegabte Laiendarsteller spielt sogar vor der Königin. Dickens organisiert

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RBB Kultur – Freitag, 18. Dez 2020 um 19:00 Uhr

Lissy zaudert. Und macht damit ihrem Mann, aber vor allem sich selbst, das Leben nicht unbedingt einfacher. Bettie I. Alfreds neuestes Hörspiel besticht durch sepiagefärbte Atmosphäre und zu Tränen rührende Komik.

„Zauderwut“ ist der zweite Teil der sogenannten „Wut-Trilogie“, deren Auftakt die „Reisewut“ war, in der ein Mädchen über ihr Alleinsein mit einem Vater ohne Mutter berichtete. Nun geht es um die erwachsene, grössenmässig ziemlich klein gebliebene Lissy Heiliger. Eine nervös-zerstreute Frau mittleren Alters. Sie bespricht notorisch Tonbänder, rekapituliert und protokolliert, manchmal beängstigend genau. Gegenwärtiges verschwimmt mit Erinnertem. Sie ist alt und jung zugleich. Der Mann ist bei ihr, und doch erreicht er sie nicht. Auch einen Vater gibt es. Aber der ist in gewisser Weise nur noch ein „halber Vater“, denn er lebt in einer Anstalt und zeichnet den ganzen Tag Labyrinthe. An Lissy kann er sich nicht mehr so recht erinnern.
„Zauderwut“ ist ein minimalistisch gefertigtes Hörspiel, das einen mit wehmütiger Eigenwilligkeit und seiner Komik des Scheiterns hineinzuziehen vermag in den menschlichen Kosmos einer zaudernden Seele.

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„Die Bäume standen nackt und hatten die Äste bibbernd an sich gezogen. Die Vögel sangen nicht, sie husteten. Die Marmorstatuen hatten sich am eigenen Marmor erkältet, sie husteten auch. Im Steinbrunnen floss klarer Schnupfen und die Kieswege knirschten vor Verdrießlichkeit mit dem Kies“

rbb-online.de

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Sie schleppen sie in den dunklen Wald.
Und zwölf Mal knallt es und widerhallt.
Da liegen sie mit erloschenem Blick,
jeder drei Nahschüsse im Genick,
John Schehr und Genossen.

Erich Weinert

rbb-online.de

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RBB Kultur – Montag, 27. Januar 2020 um 19:04 Uhr

Die Wenigen, die überlebt haben, werden bald nicht mehr berichten können. In Auschwitz haben die Deutschen über eine Million Menschen ermordet. Geblieben sind nur die Habseligkeiten der Opfer, ihre Koffer, Schuhe, Brillen, Kleider, Haare, Briefe. Diese stummen Beweise des Holocaust drohen nach einem dreiviertel Jahrhundert zu zerfallen. Gleichzeitig boomt der Auschwitztourismus, vor den Baracken mit dem Hab und Gut der Opfer bilden sich täglich lange Warteschlangen. Was können die letzten Dinge erzählen über jene Opfer, an die nicht einmal ihre Namen erinnern sollten? Diese Frage führt die Autorin schließlich nach Israel, wo die 96jährige Bath Dagan über ihre Arbeit als Sortiererin in der sogenannten „Kanadabaracke“ von Auschwitz erzählt.(Hördat)

https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/kulturtermin/archiv/20200127_1904.html

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