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Posts Tagged ‘RAF’

Niemand weiß, wann eine Situation eine revolutionäre Situation ist. Lieber einmal zu schnell auf sie setzen, anstatt sie zu verpassen. Zur Gründung der Roten Armee Fraktion, die sich am 14. Mai zum 50. Mal jährt. – Von Karl-Heinz Dellwo

Karl-Heinz Dellwo schloss sich mit 23 Jahren der Roten Armee Fraktion (RAF) an. Nach der Beendigung der Geiselnahme in der deutschen Botschaft in Stockholm im Jahr 1975 wurde er festgenommen und zwei Jahre später zu zweimal lebenslänglich verurteilt. Seit seiner Haftentlassung im Frühjahr 1995 arbeitet Dellwo als Dokumentarfilmer, Autor und Verleger in Hamburg.-

Von der Reife der Zeit

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Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksterroristische Gruppe in der Bundesrepublik Deutschland. Die Staatssicherheit sammelte zunächst Informationen über die Terroristen, beobachtete deren Aktivitäten und duldete ihre Reisen in den Nahen Osten über den Ostberliner Flughafen Schönefeld. In den 80er Jahren intensivierten sich die Kontakte und die Staatssicherheit bot zehn RAF-Aussteigern Unterschlupf in der DDR. Zudem trainierte das MfS einige Terroristen im Umgang mit Waffen.

Gegründet 1970 von Andreas BaaderGudrun Ensslin, Horst Mahler und Ulrike Meinhof verstand die RAF sich als „antiimperialistische Stadtguerilla“ nach südamerikanischem Vorbild. Der Gruppe gehörten bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1998 nie mehr als 20 Personen gleichzeitig an. Die Geschichte der RAF unterteilt sich in drei „Generationen“ von Terroristen, die sich zum Teil erheblich in ihrer Ideologie, Zielsetzung und auch Brutalität voneinander unterschieden…,.. https://www.stasi-mediathek.de/sammlung/stasi-und-raf/

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Auf Grundlage der Kassiber, mit denen sich die isolierten RAF-Gefangenen während des Hungerstreiks in Stammheim verständigten, versucht das Stück, etwas über die Macht von Namen und Benennungen herauszubekommen und darüber, wie sich Hierarchien sprachlich abbilden und verfestigen. Als Überraschungsgäste treten auf: Ludwig Wittgenstein, Herman Melville und höchstwahrscheinlich auch das Rumpelstilzchen. Soweit das reichlich willkürliche Setting. Querverbindungen und Vorwegnahmen zuhauf.

https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/hoerspiele/ein-strumpf-waechst-durch-den-tisch/-/id=660014/did=24137188/nid=660014/2oh3jb/index.html

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Herbst 1977. Hans Martin Schleyer wurde von RAF-Terroristen entführt. Im Autoradio kommen stündlich Nachrichten über den Fortgang der Fahndung. Die politische Atmosphäre ist aufgeheizt, die Erregung auf allen Seiten riesengroß. In genau dieser Stimmung machen Theo Gallehr und seine Kollegen Aufnahmen an Stammtischen, auf der Straße, bei Hundezüchtern, Waffenverkäufern und bei der Beerdigung von Gudrun Ensslin und Andreas Baader. Sie zeichnen das Bild einer mit verbaler und realer Gewalt schockierend aufgeladenen Gesellschaft. RB 1979. DLF Kultur

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Stuttgart-Stammheim, die Nacht vom 17.10.1977 auf den 18.10. Die Geiseln in der „Landshut“ sind glücklich vom GSG 9 befreit. Über Radio dringt vom Deutschlandfunk die Nachricht schnell auch zu den Gefangenen im legendären 7. Stock des Hochsicherheitstrakts. Im Plattenspieler von Andreas Baader lag die versteckte Waffe. In der Nacht zum 18. Oktobers brachten sich Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in ihren Zellen um ihr Leben. Oder sie wurden um selbiges gebracht – je nachdem welcher mythologischen Erzählung wir zu folgen gewillt sind. Irmgard Möller überlebte. Am 19. Oktober 1977 fand man in Mülhausen im Kofferraum eines Audi 100 die Leiche des entführten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer…

Begeben wir uns also mitten hinein zu den Dingen: Die Gemälde Gerhard Richters, sein RAF-Zyklus, gemalt 11 Jahre nach den Ereignissen, zwischen März und November 1988. (Komplett zu sehen hier, auf der Homepage des Malers.)

(Dieser Beitrag ist eine überarbeitete Fassung vom Juni 2011. Anlaß war die Gerhard Richter-Schau im Bucerius-Kunstforum Bilder einer Epoche. Vom 5. Februar 2011 – 15. Mai 2011)

https://bersarin.wordpress.com/2017/10/18/18-10-1977-gerhard-richter/

 

 

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