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Posts Tagged ‘Radiohörer’

Jon Hassell sprengte die Grenzen und veränderte die Art und Weise, wie wir Klang erleben. Als Begründer der Musik der Vierten Welt zauberte der Trompeter und Komponist formwandlerische Klangformen, die am Rande des Bewusstseins schwebten.

Seine nuancierten, traumhaften Landschaften waren heilige Räume, in denen die Sinnlichkeit die Oberhand gewann und das Ohr als Weg zum schlagenden Herzen diente.

Jon Hassell ist am 26. Juni 2021 von dieser Erde gegangen, aber seine Musik hallt in den Aufnahmen, die er hinterlassen hat, und im Schaffen der vielen Künstler, die er beeinflusst hat, nach. Jon hat dublab immer unterstützt, und es ist uns eine Ehre, seinen strahlenden Geist zu würdigen: https://radiohoerer.info/dublab-frosty-presents-memory-flashes-for-jon-hassell/

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ALT WERDEN WIR ALLE, WENN NICHTS DAZWISCHEN KOMMT. UND WENN WIR ES ZUGEBEN. DENN: ALLE WOLLEN ALT WERDEN, KEINER WILL ES SEIN. IN DER SOZIALEN KOSTEN-NUTZEN-RECHNUNG SCHNEIDEN DIE ALTEN NICHT GUT AB.

Der empathische Wohlklang der Vulnerabilität hier übersetzte sich in der Pandemie oft in Bevormundung. Und können wir uns den homo digitalis eigentlich als alten Menschen vorstellen?

Wildes Denken aber feiert, in die Jahre gekommen zu sein. Wir verweigern die Einfältigkeit des Jungbrunnens. Stattdessen kleiden wir uns in barocke Faltenwürfe. Anders gesagt: Wir konfrontieren uns mit der Falte zwischen Leib und Seele. Die sieht vielleicht nicht gut aus, steht uns aber trotzdem. In ihr steckt nicht Verlust und Verfall, sondern Erfahrung und Vielheit. Und eins ist sicher: wir nehmen sie mit ins Grab!

„Feier der Falte“ Wildes Denken kommt in die Jahre

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Gemeinsam mit Philip Glass hat er die Minimal-Oper entwickelt („Einstein On The Beach“), mit Tom Waits brachte er die Musical-Version des „Freischütz“ auf die Bühne („Black Rider“), mit Herbert Grönemeyer vertonte er Büchners „Leonce und Lena“ ganz neu und mit Rufus Wainwright die Sonette Shakespeares. Zum 80. Geburtstag spielen wir die schönsten Musikstücke aus den Inszenierungen von Robert Wilson.

„Von Einstein bis Black Rider“ Robert Wilson und die Musik zum 80. Geburtstag

https://www.hr2.de/podcasts/kaisers-klaenge—robert-wilson-und-die-musik,audio-58268.html

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Als Student flog er wegen seiner Widerspenstigkeit von der University of Toronto in seiner kanadischen Heimat – aber er endete als preisgekrönter Komponist und Klangdenker, der mit Kammermusik ebenso wie mit multimedialen Installationen weltweit auf sich aufmerksam machte: Raymond Murray Schafer, geboren 1933 in Samia, Ontario, war kein einfacher Mensch. Er liebte es, kompliziert zu sein. Er wollte, dass alle Menschen etwas komplizierter seien, dass sie ihr Leben interessanter gestalteten, und zwar vor allem dadurch, dass sie nichts aktiv dazu beitrügen, sondern sich ganz passiv ihrem akustischen Umfeld auslieferten. Via Radiohörer,

„Die Welt ist deine Musik“ Nachruf auf Raymond Murray Schafer von Helmut Mauró

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Früher Techno-Großmeister, heute betreibt er Klangforschung zwischen Jazz und Dub Jazz –

„Reibung erzeugt Kraft“ Porträt des Moritz von Oswald Trios von Andreas Hartmann

Wir sind praktisch unsichtbar, es ist uninteressant, wer wir sind und wir reden nicht öffentlich über das, was wir machen.

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Achtung Suspense: Hier geht es um Anagrammdichtung und Krimi. „Spell“ vereinigt geheimnisvolle Zaubersprüche mit der Kunst, Buchstaben so zu kombinieren, dass bezaubernde Rätsel entstehen. Mit ein wenig Galgenhumor sind auch alte Kriminalfälle lösbar.

Ausgangspunkt des Stückes ist ein Mord in der Wiener Pressgasse im Jahre 1966, am 6. Tag des 6. Monats, also am 6.6.66. Was der Mord mit dem sechsten Buchstaben des Alphabets zu tun hat, mit dem F, das versucht ein pensionierter Staatsanwalt mit der Kripo-Abteilung für Cold Cases herauszufinden. – Via Radiohörer:

„Spell“ Hörspiel von Stephan Krass

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Die ARD kontert einen offenen Brief von Hörspielautoren über schlechte Arbeitsbedingungen mit Hinweisen auf Falschbehauptungen und stilloses Verhalten. Doch es gibt ein versöhnliches Angebot. Von Stefan Fischer

Das kurzfristige Ziel ist erreicht. Denn das Thema ist nun für alle sichtbar: In einem offenen Brief an ARD und Deutschlandradio, über den auch die SZ berichtet hat, hatten rund 250 Hörspielautoren, -regisseurinnen und -musiker auf ihre zunehmend prekärer werdende Situation aufmerksam gemacht. Der Tenor: Die Aufträge werden weniger, die Honorare sinken. – https://radiohoerer.info/protest-der-hoerspielautoren-ard-bietet-runden-tisch-an/

OFFENER BRIEF DER AUTORINNEN UND AUTOREN an die ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN SENDEANSTALTEN

OFFENER BRIEF DER AUTORINNEN UND AUTOREN an die ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN SENDEANSTALTEN

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Kein Mensch hat je verstanden, was Krieg wirklich ist. Aber fast jeder hat Meinungen, Modelle, Erklärungen, Diskurse, Bilder, Narrative vom Krieg und sogar Erfahrungen damit. Unsere Vorstellungen sind dabei stark geprägt von Filmen und Fotos – und damit auch von Propaganda und Zeitgeist.

Wir leben in einem merkwürdigen Zustand. Seit einem dreiviertel Jahrhundert hat es auf deutschem Territorium, von dem zuvor so viel kriegerisches Leid ausging, keinen Krieg mehr gegeben. Aber zugleich ist Krieg und Kriegsgefahr beinahe in allen Regionen der Welt gegenwärtig. Gefährlich nahe kam der Krieg freilich immer wieder, wie in den Zeiten des Zerfalls von Jugoslawien zum Beispiel. Menschen auf der Flucht vor Terror und Krieg suchen bei uns Schutz, der ihnen oft genug versagt wird. Und seit einiger Zeit stehen deutsche Soldatinnen und Soldaten wieder im Auslandseinsatz, wie zum Beispiel in Afghanistan. Wir leben nicht im Krieg. Aber Frieden, das wäre etwas ganz Anderes.

„Kriegsbilder“ Über Narrative des Kriegs im Film Von Markus Metz und Georg Seeßlen

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Søjus1 ist eine Band aus Dresden, die jazzige, komplexe Schlagzeugrhythmen mit psychedelischen Synthesizer-Sequenzen, Drones und Low-Fi-Samples kombiniert. Die beiden Bandmitglieder Ralf Müller-Hoffmann und Simon Arnold zählen Cinematic Orchestra, DJ Shadow, Massive Attack, aber auch Pink Floyd und Philip Glass zu ihren wichtigsten Einflüssen.

Mail Musik: „Orwo“ von Søjus1

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