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Kein Mensch hat je verstanden, was Krieg wirklich ist. Aber fast jeder hat Meinungen, Modelle, Erklärungen, Diskurse, Bilder, Narrative vom Krieg und sogar Erfahrungen damit. Unsere Vorstellungen sind dabei stark geprägt von Filmen und Fotos – und damit auch von Propaganda und Zeitgeist.

Wir leben in einem merkwürdigen Zustand. Seit einem dreiviertel Jahrhundert hat es auf deutschem Territorium, von dem zuvor so viel kriegerisches Leid ausging, keinen Krieg mehr gegeben. Aber zugleich ist Krieg und Kriegsgefahr beinahe in allen Regionen der Welt gegenwärtig. Gefährlich nahe kam der Krieg freilich immer wieder, wie in den Zeiten des Zerfalls von Jugoslawien zum Beispiel. Menschen auf der Flucht vor Terror und Krieg suchen bei uns Schutz, der ihnen oft genug versagt wird. Und seit einiger Zeit stehen deutsche Soldatinnen und Soldaten wieder im Auslandseinsatz, wie zum Beispiel in Afghanistan. Wir leben nicht im Krieg. Aber Frieden, das wäre etwas ganz Anderes.

„Kriegsbilder“ Über Narrative des Kriegs im Film Von Markus Metz und Georg Seeßlen

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Flüsse, Berge und ganze Distrikte sind nach ihm benannt. Sein geheimnisvolles Verschwinden vor 170 Jahren verklärte ihn zum australischen Helden.

Im Jahre 1848 brach der Forschungsreisende Ludwig Leichhardt zu einer Expedition durch das unbekannte Innere Australiens auf. Die Spuren seiner Route enden in der Mitte des Kontinents. 20 Jahre nach Leichhardts Verschwinden kamen Gerüchte auf, ein weißer Mann lebe bei den Aborigines. Weitere Orte schrieb man aufgrund von Fundstücken der verschollenen Expedition Leichhardts zu.

Die Ergebnisse der Forschung von Ludwig Leichhardt hatten mannigfache Folgen. Große Teile Ostaustraliens wurden auf Grundlage seiner präzisen Beschreibungen von den englischen Kolonisten in Besitz genommen. Gleichzeitig öffnete er unfreiwillig ein Tor, der zum Genozid an den Aborigines führte.-

„In den Kern der dunklen Masse“ Leichhardts letztes Rätsel Von Kai-Uwe Kohlschmidt

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Mit seiner Kamera und ungeschöntem Blick dokumentierte Harald Hauswald den Alltag in der DDR. Das brachte die Stasi auf den Plan. Nach der Wende war er Mitbegründer der Agentur der Fotografen „Ostkreuz“ und wurde durch seine zahlreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen berühmt.

Die meisten seiner Fotos macht der Fotograf Harald Hauswald in Schwarz-Weiß: „Ich finde schwarz-weiß grafisch viel interessanter, weil es viel konzentrierter ist. Farbe lenkt zu sehr ab, bei Schwarz-Weiß kann der Betrachter das Bild zu Ende fantasieren.“ –

Fotograf Harald Hauswald „Der beobachtete Beobachter“

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Die 19jährige Jüdin Marie Jalowicz hat beschlossen, dass sie überleben wird. Als die Gestapo 1942 vor ihrem Bett steht, kann sie sich geistesgegenwärtig der Verhaftung entziehen und taucht unter. Drei Jahre lang wechselt sie von Versteck zu Versteck. Sie ist auf die Hilfe vieler Menschen angewiesen. Viele nutzen auch ihre Notlage aus. Von Ed Stuhler

Feature: „Das innere Tagebuch der Marie Jalowicz“

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Boris Vian (1920-1959) war Schauspieler, Übersetzer, Jazz-Kritiker, Leiter der Jazzplattenabteilung bei Philips … Während der Indochinakrise und des Algerienkriegs wurde er zur Ikone der pazifistischen Opposition Frankreichs.

Überschäumende Energie stand gegen ein seit Kindheit krankes Herz. An diesem starb er während der Probevorführung der Verfilmung seines Buchs «Ich werde auf eure Gräber spucken». Eine Hommage an Boris Vians zeitloses Genie mit SRF-Jazzredakteur Jodok Hess und Frank Heibert, der Vians berühmtesten Roman «Lécume des Jours» neu ins Deutsche übersetzte. – via

Passage: „Boris Vian“ 1920 – 1959 exzessiv und ewig jung

https://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=4d3a58bc-2d0b-4580-ac99-6ea7262f4bee

 

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Viele gesellschaftliche Missstände oder Verbrechen würden ohne sie nie aufgedeckt. Doch sind Whistleblower wirklich ausreichend geschützt? Und wie groß ist das persönliche und juristische Risiko für investigative Journalistinnen und Journalisten? –

Feature: „Aufklärer unter Verdacht“ Was Whistleblowern und investigativen Journalistinnen droht Von Charly Kowalczyk

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Im Herbst 1969 erschien das wegweisende Album „In the Court of the Crimson King“ von King Crimson. Der Rock ging aus sich heraus und wurde progressiv. Eine Hymne auf die bessere Musik.-

„Der Schizophrene ist König“ King Crimson: 50 Jahre „In the Court of the Crimson King“ Von Peter Praschl

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Für das Festival Unsound in Polen hat sie diesen Mix produziert, der mit polnischer Experimentalmusik losgeht und dann eine Stunde Drum and Bass dekliniert, ohne auch nur einmal Drum and Bass zu sein.

Das öffnet Perspektiven und zeigt, wieso man niemals sagen sollte, dass ein Genre durch sei – es braucht halt nur den richtigen Twist. CCL mixt sich hier brillant durch ihre Tracks, keine Kurve, die man in dieser Tour antizipieren könnte, kein Drift, der nicht einem vor respektvollen Wundern den Kopf schütteln lässt. Ziemlich großartig. –

MIX „CCL – Die Wiedergeburt des Drum and Bass“ / Gehört mit zum besten was ich in den letzten Jahren gehört habe!

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Warten ist Alltagsgeschäft auf der Festung Bastiani. Ihre einzige Daseinsberechtigung ist ein imaginärer Feind: die Tataren. Doch was, wenn deren angeblich bevorstehender Angriff ein Ammenmärchen ist?

Auf einer abgelegenen Festung in einem fiktiven Land übt der junge Leutnant Drogo seinen Dienst aus, allein die kriegerische Auseinandersetzung mit einem imaginären Feind – den Tataren – erwartend.-

Hörspiel „DIE FESTUNG“ Frei nach Motiven von Dino Buzzati

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