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Posts Tagged ‘Poesie’

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Am 21. März starb der polnische Dichter Adam Zagajewski. Sein letzter Essayband beweist, dass Liebenswürdigkeit Teil seiner Poetik war. Diese gilt als mögliche Antwort auf die Zerrüttungen des 20. Jahrhunderts. Von Katharina Teutsch

„Fragte mich jemand – was ist eigentlich dieses geistige Leben, das du in deinen Texten so gern erwähnst, selbstzufrieden, vielleicht sogar stolz, dass du so unmodern, so mutig bist…“ Unmodern war der polnische Dichter Adam Zagajewski in seinem Bemühen, den magischen Kern der Poesie gegen die ironische Attitüde zu verteidigen. Und mutig, sich für ein Leben im Dienst der geistigen Arbeit entschieden zu haben. – DLF

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Extracts from the ‚Cinema 16‘ symposium „Poetry and the Film“ held in New York in October 28 1953, attended by Dylan Thomas less than 2 weeks before his untimely death at the age of 39 on 9 November 1953. The Welsh poet can be heard gently mocking the pretensions of the evening’s topic, to the great amusement of the audience (other participants included Arthur Miller, Maya Deren, Parker Tyler and Willard Maas). The event would turn out to be Dylan Thomas’s penultimate public appearance. In the early hours of 5 November 1953 he fell into a coma and died on 9 November 1953 (from undiagnosed and untreated pneumonia).

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Kann neue Poesie ein ganzes Land in Aufruhr versetzen? Offensichtlich – wenn es sich um eine Insel handelt, deren nationale Identität mit auf einer Jahrhunderte alten literarischen Tradition beruht. In Island brach in den 1950er Jahren ein spektakulärer Lyrikstreit aus. // ardaudiothek.de

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 Ö1 – Dienstag, 16. Juli 2019 16:05 Uhr – Von Peter Zimmermann – Die Welt der Emily Dickinson. – https://oe1.orf.at/player/

Im Jahr 1830 wurde Emily Dickinson in Amherst, Massachusetts geboren, 56 Jahre später starb sie dort, ohne den Ort verlassen zu haben. Das ist schon seltsam genug. Doch mit zwanzig Jahren hatte sich die Tochter eines Rechtsanwalts und Politikers ganz aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, zuerst das Haus und schließlich ihr Zimmer nicht mehr verlassen. Das ist mehr als seltsam. In ihrer Einsamkeit schrieb sie viele Briefe. In diese streute sie immer wieder Verse ein. Das war aber nur ein kleiner Teil ihrer Produktion, von den insgesamt fast 1800 Gedichten wusste zu ihren Lebzeiten nur sie selbst Bescheid. Sie schrieb sie in Schulhefte, die sie in ihrem Zimmer verwahrte. Die Bedeutung dieser Gedichte im Kontext der literarischen Moderne wurde erst hundert Jahre nach ihrem Tod klar, als die erste Gesamtausgabe der Originaltexte erschien. Zuvor gab es nur eine von Emily Dickinsons Schwester Lavinia umgeschriebene Auswahl. (Hördat)

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Kulturfeature | 1. Dezember 2018, 12.04 – 13.00 Uhr | WDR 3

Kann neue Poesie ein ganzes Land in Aufruhr versetzen? Offensichtlich – wenn es sich um eine Insel handelt, deren nationale Identität mit auf einer Jahrhunderte alten literarischen Tradition beruht. In Island brach in den 1950er Jahren ein spektakulärer Lyrikstreit aus.

Als Island vor 100 Jahren, am 1. Dezember 1918, vom dänischen König die Souveränität gewährt wurde, war das ein erster Schritt in die Freiheit. Allerdings blieb der Monarch das isländische Staatsoberhaupt. Endgültig endete die dänische Herrschaft erst, als sich die Isländer mitten im Zweiten Weltkrieg, am 17. Juni 1944, zur unabhängigen Demokratischen Republik erklärten.- WDR3

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Dass sich ein ausgeprägtes Gefühl für Rhythmus, Tonfolge und Komposition nicht nur in Lyrik, sondern auch in Prosa ausdrücken kann, zeigen auf meisterhafte Weise die Aufzeichnungen „Sonnenflecken, Schattenflecken“ von Philippe Jaccottet. Sie suchen einerseits das Schlichte, Gegenständliche und Alltägliche – verehren aber andererseits die Höhe. – Von Hans-Jürgen Heinrichs

Das Alltägliche des Lebens und das Licht, der Wind, die Wolken, die Tiere und die Blumen, die Flüsse, die Wälder, die Felsen und die Berge umspielt Jaccottet in allen seinen Werken mit seinen Worten, formt sie zu einem Bild, einer Chiffre, einem Symbol – und möchte sie doch auch in ihrer Gegenständlichkeit belassen.

„Gesang des Pirols von seltsamer Ruhe, wie ein Gesang der Loslösung; während ich Unkraut rupfe … Ein Auflodern wie vor der Nacht die Sonne: Bevor der Schnee kommt, lodert die Erde, zeigt ihren Reichtum. Auch die Herbstblumen: ihre Pracht und der Tod…“ – DLF

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Painting : Andrew Ferez _

You’re like a scorpion, my brother,
you live in cowardly darkness like a scorpion.
You’re like a sparrow, my brother,
always in a sparrow’s flutter.
You’re like a clam, my brother,
closed like a clam, content,
And you’re frightening, my brother, like the mouth of an extinct volcano.
Not one,
not five-
unfortunately, you number millions.
You’re like a sheep, my brother: when the cloaked drover raises his stick, you quickly join the flock
and run, almost proudly, to the slaughterhouse.
I mean you’re strangest creature on earth-
even stranger than the fish
that couldn’t see the ocean for the water.
And the oppression in this world is thanks to you.
And if we’re hungry, tired, covered with blood,
and still being crushed like grapes for our wine, the fault is yours-
I can hardly bring myself to say it,
but most of the fault, my dear brother, is yours.

– – Poetry of Nazim Hikmet Ran – –

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Ohne Wasser gäbe es auf diesem Planeten nur wenig Leben – und ohne seine Repräsentationen wären auch die Künste deutlich ärmer. Vor allem in der Poesie diente es als Spiegel- und Reflexionsraum, der mit Ängsten und Utopien erfüllt ist.

Ein sanfter Frühlingsregen weht dem Leser entgegen, schlägt er Goethes „Faust“-Dichtung, Teil II, auf. Im Hintergrund aber durchbraust ein mächtiger „Wassersturz“ den Fels. Nicht nur im Werk des Dichterfürsten verkörpert das Element eine Urgewalt, in der sich das „menschliche Bestreben“ spiegelt.

Nach dem Urgrund des Seins fragend, kommt bereits der griechische Philosoph Thales von Milet zu der Aussage: „Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser, denn Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück.“ – deutschlandfunkkultur

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