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Komponieren als Erweiterung des Bewusstseins – Der Ethica-Kompositionszyklus – DÁNIEL PÉTER BIRÓ

Ein Philosoph im Ausnahmezustand, ein Komponist auf der Suche nach interreligiösen Dialogen und das alles im Wechselspiel der Jahrhunderte: Der ungarische Komponist Dániel Péter Biró hat in den Niederlanden Synagogen und Moscheen besucht, deren Rezitationsgesänge studiert und nebenbei die Exil-Geschichte von Baruch Spinoza erforscht. Birós eigene Musik reflektiert aus heutiger Perspektive die Zusammenhänge, auf die er gestoßen ist. Und sie stellt grundsätzliche Fragen: nach möglichen Formen unseres Zusammenlebens und philosophischer Erkenntnis.

Am Sonntag um 23:03 Uhr im SWR2 / SWR2 Essay (+ Manuskript)

https://www.swr.de/swr2/doku-und-feature/komponieren-als-erweiterung-des-bewusstseins-der-ethica-kompositionszyklus-swr2-essay-2023-02-05-100.html

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Der französische Philosoph Bruno Latour hat ein Dutzend grundlegender Werke geschrieben, die mit den renommiertesten Preisen ausgezeichnet wurden. Im Laufe seiner Karriere hat Latour lange Interviews gemieden. Ende Oktober 2021 bat er Nicolas Truong, Journalist bei der Tageszeitung Le Monde, mit ihm seine 50-jährige Forschungsarbeit Revue passieren zu lassen. Er verstarb am 09. Oktober 2022.

https://www.arte.tv/de/videos/RC-022018/im-gespraech-mit-bruno-latour/

https://www.wikiwand.com/de/Bruno%20Latour?fullSearch=true

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Die fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser gelten als Grundbausteine von allem, sie bedingen einander und gehen ineinander über.

Nichts bleibt, wie es ist, das Leben und die Natur sind in stetigem Wandel.

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Demütigung hat nicht nur eine moralische und psychologische, sondern auch eine politische Dimension: Was ist der Unterschied zwischen Schockieren, Demütigen und Diffamieren? Ist das Gefühl der Demütigung ein affektiver Auslöser von Auflehnung? Juristisch ist sie nicht zu fassen und entzieht sich folglich der Rechtsprechung. Darf eine demokratische Gesellschaft, die gleiche Chancen und Bedingungen garantieren sollte, hinnehmen, dass durch ihre Herrschaftsstrukturen Menschen gedemütigt werden?

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„Wir sind Erdlinge, nicht Menschen“ – sagte der Philosoph und Wissenssoziologe Bruno Latour. Nun ist er mit 75 Jahren gestorben.

„Der berühmteste und der am wenigsten verstandene französische Philosoph“, so nannte ihn einmal der New Yorker. Als bekannt wurde, dass in der Nacht auf den 9. 10. der französische Soziologe und Philosoph Bruno ­Latour gestorben war, explodierte das Internet vor Kommentaren und Trauer-Posts.

Berühmt war Latour auf jeden Fall, einmal wurde er sogar zum meistzitierten Philosophen der akademischen Welt gekürt. – https://taz.de/Nachruf-auf-Bruno-Latour/!5883777/

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Spätestens nach seiner Aufnahme an der Académie française zählt der französische Wissenschaftsphilosoph Michel Serres zu den ganz Großen seiner Zunft. Für ihn ist ein Umdenken des Menschen gefordert, das sich radikal von der hemmungslosen Ausbeutung der Erde distanziert. – Von Klaus Englert | 30.08.2010

„Geboren wurde ich 1930. Als ich gerade neun oder zehn Jahre alt war, begann der Krieg. Ich erinnere mich sehr gut an diese Kindheitserinnerungen, denn ich erlebte in dieser Zeit nicht nur den 2. Weltkrieg, sondern auch den vorherigen Krieg, den spanischen Bürgerkrieg. Schließlich waren die Franzosen nach dem 2. Weltkrieg noch in zwei oder drei Kolonialkriege verwickelt, besonders in den Algerien-Krieg und den Indochina-Krieg. Folglich habe ich von meiner ganzen Jugend, ich würde sagen vom 9. bis zum 25. Lebensjahr, die Erinnerung an einen permanenten Krieg.“

https://www.deutschlandfunk.de/ein-philosoph-der-kommunikation-100.html

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Emanuele Coccia entwickelt in seinem Buch „Die Wurzeln der Welt“ eine neue Philosophie, die sich an den Prinzipien des pflanzlichen Weltverhältnisses orientiert. Vieles daran erinnert mich an Helmuth Plessners „Stufen des Organischen“ (1928/1975), mit dem ich mich in diesem Blog ebenfalls schon auseinandergesetzt habe, was z.B. das Verhältnis der Pflanzen zu ihrer Umwelt betrifft und ihre Position im Weltgefüge als offene Formen. (Vgl. insbesondere meinen Blogpost vom 22.10.2010) Da Coccia Plessner nicht erwähnt, sind diese inhaltlichen Parallelen wohl zum einen auf die Sache zurückzuführen, zum anderen aber vermutlich auch auf Gustav Theodor Fechners Buch „Nanna oder Über das Seelenleben der Pflanzen“ (1848), auf das sich Coccia explizit bezieht und das auch Plessner nicht unbekannt gewesen sein dürfte…,..

https://erkenntnisethik.blogspot.com/2018/10/emanuele-coccia-die-wurzeln-der-welt.html

Emanuele Coccia: „Metamorphosen“Die Ewigkeit der Körper

Mit der Geburt beginnt die Abnabelung, ein neues Leben geht aus einem anderen Leben hervor. Aber auch der neue Körper wird sein ganzes Leben lang mit zahllosen anderen Körpern verbunden bleiben. Emanuele Coccia entwickelt eine neue Lebensphilosophie mit grandios überraschenden Einsichten. – Von Leander Scholz

https://www.deutschlandfunk.de/emanuele-coccia-metamorphosen-die-ewigkeit-der-koerper-100.html

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Wenn wir über das Leben und dessen Ursprünge sprechen, denken wir an Menschen oder Tiere. Doch was ist mit den Pflanzen? Ohne sie wäre schließlich erst gar kein höheres Leben möglich. Der Autor Emanuele Coccia hat diesem Thema mit „Die Wurzeln der Welt“ ein ganzes Buch gewidmet. Als Tiere identifizieren wir uns sehr viel unmittelbarer mit anderen Tieren als mit Pflanzen, schreibt Coccia.

Die Pflanzen seien bislang nur Gegenstand der Botanik, in der Philosophie spielen sie seit Aristoteles‘ Vorstellung eines vegetativen Seelenvermögens keine Rolle mehr. Kaum zu glauben, denn sie sind die eigentlichen Erschaffer der Welt. Coccia schreibt: Allein schon durch ihre Existenz verändern die Pflanzen ganz global die Welt, ohne sich dabei auch nur zu bewegen, ohne überhaupt zu handeln. Sein bedeutet für sie Welt machen, und umgekehrt ist die Konstruktion (unserer) Welt, das Weltmachen, nur ein Synonym für das Sein.

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(Ursendung)

https://www.deutschlandfunkkultur.de/eine-lange-nacht-ueber-guenther-anders-der-blick-vom-turm-100.html

Immer von Neuem beschrieb Günther Anders die Beschränktheit seiner Vorstellungskraft. Als er in Amerika im Exil war, versuchte er sich „Auschwitz” und „Hiroshima” vorzustellen; nach seiner Rückkehr nach Europa versuchte er sich beim Anblick der Ruinen den Krieg vorzustellen.

Es ist inzwischen leichter, 100.000 Menschen mit einer Flugzeugbombe oder einer Rakete umzubringen, als einen einzelnen Menschen, den man in die Augen sieht, zu töten. In gewissem Sinne wird die Menschheit nie mehr ohne Atomwaffen leben können, denn die Blueprints sind wie die diabolische Verwirklichung der Ideen Platons nicht auszulöschen.

Günther Anders: „Wenn ich verzweifelt bin, was geht’s mich an! Machen wir weiter, als wären wir es nicht!“

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