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Posts Tagged ‘philomag.de’

In den USA hat Joe Biden jüngst ein massives Investitionsprogramm vorgelegt. Der britische Publizist Paul Mason argumentiert im Gespräch, warum Europa nachziehen sollte, wieso er die Fiskalpolitik der deutschen Christdemokraten für fatal hält und wie die keynesianistische Revolution des 21. Jahrhunderts aussehen könnte. – philomag.de

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(…) In dem Roman Der Jüngling wird ein von Dostojewski-Experten oft übersehener Begriff angesprochen, (…) Bei dem Roman handelt es sich um die Bekenntnisse eines jungen Mannes, der auf der Suche nach einer Richtung für sein Leben ist. Diese erscheint ihm in der seltsamen Vokabel des „lebendigen Lebens“, welches er so definiert: „Das lebendige Leben muss etwas unglaublich Einfaches sein, das Alltäglichste und Unverborgenste, etwas Tagtägliches und Allstündliches, etwas dermaßen Gewöhnliches, dass wir einfach nicht glauben können, dieses Einfache könnte es sein, und deshalb gehen wir schon so viele Jahrtausende an ihm vorüber, ohne es zu bemerken und zu erkennen.“ Diese Vorstellung von einem „nicht langweiligen und fröhlichen Leben“ bedeutet nichts anderes, als die Intensität des Lebens zu spüren – philomag.de

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Die Corona-Pandemie tritt die Wirtschaft schwer. Welche klassenspezifischen Folgen aber zeitigt die Krise genau? Christoph Butterwegge, emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Universität zu Köln, über öffentliche Armut, falschen Neid gegenüber Beamten und den Zusammenhang zwischen Tierschutz-Aktivismus und den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen. Soeben ist Christoph Butterwegges Buch Ungleichheit in der Klassengesellschaft (PapyRossa) erschienen. – philomag.de

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Kennen Sie das? Dieses Gefühl, ein falsches Leben zu führen? Den betäubenden Genuss von Blockbustern und Burgern? Wie kein zweiter Philosoph hat Theodor W. Adorno (1903– 1969) die Falschheit einer solchen Existenz auf den Begriff gebracht. Eine Definition des guten, richtigen und gelungenen Lebens vermied der jüdischstämmige Denker dabei ganz bewusst. Die konstruktive Kraft in Adornos negativem Denken entfaltet Martin Seel in seinem Essay.- philomag.de

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Er ist der große Solitär unter Deutschlands Philosophen. Lange kaum beachtet, begründete Hermann Schmitz die „Neue Phänomenologie“, die heute immer mehr Forscher inspiriert. Ein Gespräch über blinde Flecken, die Macht des Leibes und unbändigen Willen. – Das Gespräch führten Inna Barinberg und Simone Miller.

„Kommen Sie rein, meine lieben Freunde.“ Wache Augen blitzen aus dem freundlichen Gesicht eines inzwischen gebrechlichen Mannes und weisen den Weg ins Wohnzimmer. Zwischen unzähligen Büchern, Caspar David Friedrichs Gemälden „Mittag“ und „Nachmittag“, einem Plattenspieler und dem schweren Mobiliar der 1960er-Jahre blättert sich das Leben eines genügsamen, aber unbeirrbaren Einzelgängers auf. Seit über 50 Jahren lebt Hermann Schmitz hier im einzigen efeuüberwachsenen Haus einer gutbürgerlichen Wohnstraße in Kiel. Den Blick von seinem Schreibtisch in den Himmel gerichtet, mit seinen Gedanken all dem auf der Spur, was sich durch das reine Denken gerade nicht kontrollieren lässt: Gefühle, Regungen, Leiber, Atmosphären…

http://philomag.de/gefuehle-sind-keine-privatsache/

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Für den von Hannah Arendt inspirierten Historiker Timothy Snyder zeichnet sich der Totalitarismus durch die Zerstörung staatlicher Strukturen aus. Genau darin besteht auch die Bedrohung, die von den neuen rechtspopulistischen Bewegungen ausgeht. Er warnt vor einem neuen Faschismus – und gibt Hinweise zum Widerstand.

In seinen Arbeiten hat Timothy Snyder bahnbrechende Interpretationen der großen Totalitarismen des 20. Jahrhunderts und des Holocaust vorgelegt. Er erforscht die Bedingungen der beispiellosen Entfesselung von Gewalt in Osteuropa und räumt dabei mit drei verbreiteten Gemeinplätzen über die Entstehung der Schoah auf. Dazu gehört die Annahme, er habe sich vor allem in den Todeslagern von Auschwitz abgespielt. Stattdessen wurde die überwältigende Mehrheit der Opfer aber an ihren Wohnorten, und zwar schon deutlich vor 1943, massakriert.- philomag.de

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Alexander Kluge ist die Trümmerfrau der Philosophie. Auf den Kriegsschauplätzen des 20. Jahrhunderts erforscht er die Bedingungen, aus denen blitzartig Frieden entstehen kann. Im Gespräch erklärt er, woher sein Vertrauen in den Menschen kommt

Auch mit 85 wirkt Alexander Kluge wie jemand, der noch eine Menge vorhat. Seit mehr als einem halben Jahrhundert sucht er die Trümmerfelder der Geschichte nach nicht ergriffenen Fluchtwegen und Rettungsgassen ab. Bei seiner von Walter Benjamin und Theodor W. Adorno inspirierten Grabungsarbeit lässt er sich weder auf eine Gattung noch auf ein Medium festlegen, schreibt Bücher, macht Filme und schmuggelt seine Kulturmagazine ins Privatfernsehen ein. Doch so verschieden seine Formate auch sind, so lassen sie sich alle an ihrer charakteristischen Methode erkennen: philomag

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Während Großbritannien möglicherweise vor dem Abschied aus der EU steht, haben Deutschland und Frankreich sich nicht nur erfolgreich ausgesöhnt, sondern dominieren auch die europäische politische Arena. Nun gälte es den nächsten Schritt zu wagen, hin zu einer vollständigen Vereinigung! – Eine philosophische Vision von Michel Serres

Vive la Frallemagne!

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