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Posts Tagged ‘Philip K. Dick’

Die äußerste Form der Paranoia ist nicht, wenn sich jeder, sondern wenn sich alles gegen einen verschwört. Statt ‚mein Chef intrigiert gegen mich‘ muß es dann heißen: ‚Das Telefon meines Chefs intrigiert gegen mich,‘ Aber auch bei klarem Verstand kommt es uns zuweilen so vor, als ob die Objekte ihren eigenen Willen hätten: Sie tun einfach nicht, was wir von ihnen erwarten, daß sie tun, sie kommen uns plötzlich indie Quere oder beweisen umgekehrt einen unnatürlichen Widerwillen gegen Veränderungen. In der Geschichte ‚Kolonie‘ sollte eine Situation geschaffen werden, in der die tückischen Intrigen der Objekte ganz rational erklärbar sind, ohne also irgendeine Form geistiger Verwirrung auf Seiten der Menschen bemühen zu müssen. Das mußte wohl zwangsläufig auf einen fremden Planeten führen. – https://archive.org/details/die-kolonie

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Die Kernfrage aller Science Fiction – „Was wäre wenn ?„- lautet für Philip K. Dick: „Wie sähe es heute aus, wenn an irgendeinem wichtigen Angelpunkt die Geschichte anders verlaufen wäre?“
Was wäre, wenn – die Deutschen und die Japaner den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätten: Die Westküste der USA ist von den Japanern, die Ostküste von den Deutschen besetzt. In Deutschland sind die Faschisten unangefochten an der Macht und behaupten ihren Rang als Weltmacht Nummer eins. Der Führer des großgermanischen Reiches ist Martin Bormann. Da taucht 1962 ein – freilich utopischer – Hoffnungsschimmer auf: Der geheimnisumwobene Schriftsteller Abendsen berichtet in einem Science Fiction-Roman von einer anderen Weltsituation, einer, in der die Alliierten den Zweiten Weltkrieg gewonnen und die Nazis und Japaner besiegt haben. Er zeigt, wie die Welt aussehen könnte, wenn an einem Angelpunkt die Geschichte anders verlaufen wäre. Die Zeitgeschichte wird von einfachen Charakteren erlebt, deren Leben sich durch den verlorenen Krieg von Grund auf verändert hat und die jetzt mit Erscheinen des Romans gegen das herrschende Regime aufbegehren.
„Nach vorwärts erinnern“ – jener Satz Kierkegaards könnte auch als Motto stehen für diesen Science Fiction Krimi von Michael Koser: Daß nämlich Zukünftiges nur vorzustellen ist durch Gewahr werden des Gegenwärtigen und: Erinnerung.

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In nicht allzu ferner Zukunft drängen sich die Menschen, von der glühenden Erde geflüchtet, in Grubenkolonien auf dem Mars zusammen. Das Leben dort wird nur durch den Konsum einer Droge erträglich – Can-D. Wer sie nimmt, schlüpft für Stunden in die Identität einer Puppe und agiert in einem Layout, einer Art Puppenhaus, das man sich selbst einrichtet und ausbaut. P.P.Layouts, der Hersteller von Can-D, hat das Drogenmonopol. Da taucht plötzlich ein Konkurrent auf. Der verschollen geglaubte, angeblich aus den Tiefen des Prox-Systems zurückgekehrte Palmer Eldritch preist eine Droge, genannt Chew-Z, mit dem Slogan an:”Gott verheißt ewiges Leben – wir machen es wahr.” Leo Bulero, um die Existenz seiner Firma fürchtender Boss von P.P.Layouts, beschließt, Palmer Eldritch zu töten. Er macht sich höchstpersönlich auf die Suche nach diesem mystischen Wesen, das das von Chew-Z geschaffene „ewige Leben” jedes einzelnen zu beherrschen scheint – gottgleich oder satanisch? – phantastik-couch.de

https://archive.org/details/die-drei-stigmata-des-palmer-eldritch-1v-2

 

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Mittwoch, 03.02.2021 – 20:05 bis 21:00 Uhr – BAYERN 2

Die Nexus 5 Androiden der Firma Rosen sind hochintelligent, extrem flexibel und verblüffend menschenähnlich. So menschenähnlich, dass sie den Mars-Kolonisten nicht mehr als Haus- und Industriesklaven dienen wollen, sondern auf der Erde eine respektable bürgerliche Existenz als Kriminalinspektor oder Opernsängerin anstreben. Und jeden niederschießen, der sie auf ihrem Weg in die Freiheit aufhalten will. Rick Deckard muss das von Berufs wegen tun. Aber auch, weil es gut bezahlt wird. Er braucht die Fangprämien dringend, um sich endlich seinen Herzenswunsch zu erfüllen: ein lebendiges Schaf! Aber dafür muss er so viel Geld hinlegen, wie seine Vorfahren einst für einen Rolls Royce. Bisher war Rick immer noch ein wenig schneller und flexibler als die rebellischen Androiden − bis er auf Rachael trifft, die Luxusausführung des weiblichen Nexus-5-Modells. In Philip K. Dicks Roman Do Androids Dream of Electric Sheep? aus dem Jahr 1968 geht es um Realitäts- und Identitätsverlust und um die schwierige Definition des unverwechselbar menschlichen Wesens. Motive daraus dienten Ridley Scott als Inspiration für seinen Film Ridley Scott . Bayern 2

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Von David Wonschewski.  Das ist schon urig. Hierzulande ist, außerhalb gewisser Freak-Kreise, der Name Philip K. Dick nahezu unbekannt. Und auch ich stieß, heute ist es mir fast peinlich, erst vor einigen Jahren in einem Artikel über, hüstel, Arnold Schwarzenegger über den 1982 in Santa Ana verstorbenen Amerikaner. Lesen mochte ich ihn da aber nicht, […]

über Soeben ausgelesen: Philip K. Dick – „Eine andere Welt“ (1974) — David Wonschewski | Autor

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Nexus 5, die neuesten Androiden der Firma Rosen, sind hochintelligent, extrem flexibel und verblüffend menschenähnlich…

In dem vielschichtigen, alptraumartigen Roman von Philip K. Dick aus dem Jahr 1968 geht es um Realitäts- und Identitätsverlust und um die schwierige Definition des unverwechselbar menschlichen Wesens. Motive daraus dienten Ridley Scott als Inspiration für den Film „Blade Runner“.

Bayern 2 – Mittwoch, 23. Oktober 2019 um 20:05 Uhr

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Es liest Markus Hering.

Die Mietwohnungen des Hauses, in dem der Ich-Erzähler wohnt, werden in Eigentumswohnungen umgewandelt. Wer nicht kauft, muss ausziehen. Anlass für den Erzähler, sich Gedanken über eine Mitbewohnerin zu machen, die wohl von der Hausverwaltung aus ihrer Wohnung geworfen wird.

https://oe1.orf.at/player/20190529/553898

Aus: Philip K. Dick, „Der Fall Rautavaara“. Sämtliche Erzählungen, Band 10.  Haffmans Verlag, 2000

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