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Posts Tagged ‘Peter Schellenbaum’

Aufbrechende und Abbrechende: Ewig Aufbrechende sind auch ewig Abbrechende, und die, die dem Zauber der Anfänge ganz verfallen sind, werden immer mehr zu entmutigten und resignierten Menschen. Wir leben in einer Zeit der schnellen Auf- und Abbrüche. Deshalb äußert sich die destruktive Seite unseres Lebensgefühls in der ständigen Bereitschaft zur Daseinswut. Wer zu früh weggeht, ist immer unzufriedener, immer in Aufruhr gegen die konkrete Lebenswirklichkeit.
Doch gibt es auch heute noch Menschen, die zu spät aufbrechen und so lange in überlebten Beziehungen oder Berufen bleiben, bis ihr Organismus den Aufbruch mit umgekehrten Vorzeichen als Einbruch von Krankheit vollzieht. Der richtige Moment des Auf- und Umbruchs – die alten Griechen nannten ihn kairoszvab.com

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Aufbrechende und Abbrechende: Ewig Aufbrechende sind auch ewig Abbrechende, und die, die dem Zauber der Anfänge ganz verfallen sind, werden immer mehr zu entmutigten und resignierten Menschen. Wir leben in einer Zeit der schnellen Auf- und Abbrüche. Deshalb äußert sich die destruktive Seite unseres Lebensgefühls in der ständigen Bereitschaft zur Daseinswut. Wer zu früh weggeht, ist immer unzufriedener, immer in Aufruhr gegen die konkrete Lebenswirklichkeit.

Doch gibt es auch heute noch Menschen, die zu spät aufbrechen und so lange in überlebten Beziehungen oder Berufen bleiben, bis ihr Organismus den Aufbruch mit umgekehrten Vorzeichen als Einbruch von Krankheit vollzieht. Der richtige Moment des Auf- und Umbruchs – die alten Griechen nannten ihn kairos …

 

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Andrea de Carlo beschreibt in seinem Roman “Vögel in Käfigen und Volieren” die modernen Seelenwohnungen. Diese Beschreibung läßt sich in jeder Hinsicht auf die “Seelenwohnungen” heutiger Menschen übertragen, die sich von ihrer Umwelt isolieren. De Carlo läßt die Freundin des Ich-Erzählers sagen: “Weißt du eigentlich, dass diese Wohnungen richtige Energiekäfige sind? Ja, Käfige, überall und rundum isoliert, oben und unten und an den Seiten, und die ganze Energie, die du freisetzt, staut sich, weil sie nicht heraus kann, und schlägt auf dich zurück und am Ende wirst du ganz krank oder verrückt oder jedenfalls so gespannt und nervös, dass du mit keinem mehr kommunizieren kannst”.

Der Grund für unsere Energiekäfige ist die Angst vor dem Nichts im gegenwärtigen Augenblick. Sie bildet die tiefste Dimension aller seelischen und vieler körperlichen Krankheiten. Sie ist Thanatophobie, eine dauernde und zwanghafte Todesangst, die als solche oft unbewußt ist, die Angst, unsere Käfige zu sprengen, also zu Leben. Die Todesvergessenheit führt zur Todesverfallenheit. Um das Sterben stillschweigen zu können, bringen wir uns um das Leben. Denn intensiv Leben bedeutet immer auch weitergehen, Abschied nehmen, loslassen, sterben. Leben ist Verzicht auf die trügerische Geborgenheit in Energiekäfigen und Einstimmung in den fließenden Moment. – Das Eigenste, nämlich die Freiheit, ist uns zum Fremdsten geworden, daher meiden wir es. Wir wählen die Lethargie im Gefängnis anstelle der lebensgefährlichen Welt. Energiekäfige statt offene kommunizierende Systeme, in denen die Lebensenergie ungezwungen fluktuieren und erstarken könnte. Lieber speichern wir unsere Energie für bessere Tage, die aber hoffentlich nicht kommen, denn das wäre gefährlich. Lieber sitzen wir unser Leben ab, als es im Gehen Schritt für Schritt zu verlieren. Wir vergessen, dass der sein Leben verliert, der es bloß zu bewahren sucht… (Peter Schellenbaum) – http://www.leib-psychotherapie.ch/

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Daß Menschen, die oft zu spät kommen, entweder ihre Wichtigkeit demonstrieren, oder im Gefühl ihrer Unwichtigkeit anderen möglichst spät zur Last fallen «wollen», was letztlich dasselbe ist, oder aber Gleichgültigkeit, gar Verachtung für den Wartenden ausdrücken «wollen», ist allgemein bekannt.- psp-tao – für B.B.

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Andrea de Carlo beschreibt in seinem Roman „Vögel in Käfigen und Volieren“ die modernen Seelenwohnungen. Diese Beschreibung läßt sich in jeder Hinsicht auf die „Seelenwohnungen“ heutiger Menschen übertragen, die sich von ihrer Umwelt isolieren. De Carlo läßt die Freundin des Ich-Erzählers sagen: „Weißt du eigentlich, dass diese Wohnungen richtige Energiekäfige sind? Ja, Käfige, überall und rundum isoliert, oben und unten und an  den Seiten, und die ganze Energie, die du freisetzt, staut sich, weil sie nicht heraus kann, und schlägt auf dich zurück und am Ende wirst du ganz krank oder verrückt oder jedenfalls so gespannt und nervös, dass du mit keinem mehr kommunizieren kannst“.

Der Grund für unsere Energiekäfige ist die Angst vor dem Nichts im gegenwärtigen Augenblick.  Sie bildet die tiefste Dimension aller seelischen und vieler körperlichen Krankheiten. Sie ist Thanatophobie, eine dauernde und zwanghafte Todesangst, die als solche oft unbewußt ist, die Angst, unsere Käfige zu sprengen, also zu Leben. Die Todesvergessenheit führt zur Todesverfallenheit. Um das Sterben stillschweigen zu können, bringen wir uns um das Leben. Denn intensiv Leben bedeutet immer auch weitergehen, Abschied nehmen, loslassen, sterben. Leben ist Verzicht auf die trügerische Geborgenheit in Energiekäfigen und Einstimmung in den fließenden Moment. – Das Eigenste, nämlich die Freiheit, ist uns zum Fremdsten geworden, daher meiden wir es. Wir wählen die Lethargie im Gefängnis anstelle der lebensgefährlichen Welt. Energiekäfige statt offene kommunizierende Systeme, in denen die Lebensenergie ungezwungen  fluktuieren und erstarken könnte. Lieber speichern wir unsere Energie für bessere Tage, die aber hoffentlich nicht kommen, denn das wäre gefährlich. Lieber sitzen wir unser Leben ab, als es im Gehen Schritt für Schritt zu verlieren. Wir vergessen, dass der sein Leben verliert, der es bloß zu bewahren sucht… (Peter Schellenbaum) – http://www.leib-psychotherapie.ch/

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Der Trauernde setzt sich realistisch mit dem erlittenen Verlust auseinander. Dabei kann seine Persönlichkeit reifer und reicher werden, auch wenn die Welt ärmer geworden ist. Der depressive Mensch dagegen verliert sich an das Verlorene…

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… ewig Aufbrechende sind auch ewig Abbrechende, und die dem Zauber der Anfänge ganz verfallen sind, werden immer mehr zu entmutigten und resignierten Menschen. Wir leben in einer zeit der schnellen Auf- und Abbrüche. deshalb äußert sich die destruktive Seite unseres Lebensgefühls in der ständigen Bereitschaft der Daseinswut. Wer zu früh weggeht, ist immer unzufrieden, immer in Aufruhr gegen die konkrete Lebenswirklichkeit.

Doch gibt es auch heute noch Menschen, die zu spät aufbrechen und solange in überlebten Beziehungen oder Berufen bleiben, bis ihr Organismus den Aufbruch mit umgekehrten Vorzeichen als Einbruch von Krankheit vollzieht. Der richtige Moment des Auf- und Umbruchs – die alten Griechen nannten ihn kairos – kündigt sich mit deutlichen Zeichen an. In unseren Träumen überqueren wir zum Beispiel das Meer, einen See oder Fluss; wir fallen oder springen ins Wasser, entdecken wie im Märchen neue Zimmer in einem Haus; begegnen mit starker Faszination einem unbekannten Menschen oder finden uns in fremden, magischen Landschaften vor. jedes dieser und anderer Traummotive zeigt eine bestimmte Eigenart der Wandlung auf, die anfängt oder im Gange ist.

(Aggression zwischen Liebenden)

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Körpertherapien, zurückgehaltene, eingefrorene Emotionen im körperlichen Ausdruck zum Fließen zu verhelfen …

Aggression zwischen Liebenden – Hoffmann&Campe 1994

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Ewig Aufbrechende sind auch ewig Abbrechende, und die, die dem Zauber der Anfänge ganz verfallen sind, werden immer mehr zu entmutigten und resignierten Menschen. Wir leben in einer Zeit der schnellen Auf- und Abbrüche. Deshalb äußert sich die destruktive Seite unseres Lebensgefühls in der ständigen Bereitschaft zur Daseinswut. Wer zu früh weggeht, ist immer unzufriedener, immer in Aufruhr gegen die konkrete Lebenswirklichkeit.

Doch gibt es auch heute noch Menschen, die zu spät aufbrechen und so lange in überlebten Beziehungen oder Berufen bleiben, bis ihr Organismus den Aufbruch mit umgekehrten Vorzeichen als Einbruch von Krankheit vollzieht. Der richtige Moment des Auf- und Umbruchs – die alten Griechen nannten ihn kairos

Peter Schellenbaum – Aggression zwischen Liebenden – Hoffmann und Campe

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