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Posts Tagged ‘Peter Hamm’

Über den Dichter Giuseppe Ungaretti, aus Anlaß der ersten vollständigen Übersetzung seines Gedichtbandes „L’Allegria“ / Von Peter Hamm

Es waren die Schrecken des Ersten Weltkriegs, den Ungaretti als gemeiner Soldat in den Schützengräben des Karsts erlebte, das Vernichtungsgefühl des schutzlosen Ausgesetztseins und das Gefühl, alle Werte, die eben noch galten, verloren zu haben, die Ungaretti und seiner Poesie diese Nacktheit aufzwangen. Während dAnnunzio und die Futuristen ihre frenetischen Kriegshymnen anstimmten und sich zu einem patriotischen Pathos hochputschten, das nur Sieger und keine Opfer kannte, sah Ungaretti vor allem diese Opfer und fragte in seinen Gedichten nach ihnen…. zeit.de

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Wie dieser Stein

des hl. Michael

so kalt

so hart

so ausgetrocknet so widerständig

unbeseelt

so ganz und gar

.

Wie dieser Stein

ist mein Weinen

man sieht es nicht

.

Den Tod

büßt man

lebend ab

+

zeit.de

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Fernando Pessoa traf mit seinem spät entdeckten Meisterwerk die melancholische Stimmung eines Jahrzehnts.

von Peter Hamm – Für die Weltliteratur des 20. Jahrhunderts bedeutete die späte Entdeckung des portugiesischen Dichters Fernando Pessoa (1888 bis 1935) ein ähnliches Wunder, als wäre auf unserem Erdball über Nacht ein neuer Kontinent entdeckt worden. Erst recht ein Wunder, dass der poetische Kontinent Pessoa nicht nur den einen Dichter dieses Namens umfasst, sondern eine große Anzahl völlig unterschiedlicher Dichter, in die sich Pessoa proteushaft verwandelte und die er als seine Heteronyme bezeichnete. Um nur die drei wichtigsten zu nennen: der futuristischem Furor verpflichtete Avantgardist Alvaro de Campos, der elegische Bukoliker Alberto Caiero sowie der agnostische Klassizist Ricardo Reis. Fast unvorstellbar, dass sie alle einem einzigen Dichterhirn entsprossen sein sollen!

http://www.zeit.de/2012/33/Fernando-Pessoa-Das-Buch-der-Unruhe

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