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Posts Tagged ‘Peter Hacks’

Er war der meistgespielte Dramatiker in beiden deutschen Staaten und ist auf heutigen Bühnen abwesend. Lebenslang hielt er an der DDR fest und umgab sich mit der Aura des Dichterfürsten. Zeit für einen neuen Blick auf Peter Hacks.
Hatte die DDR einen Goethe, und hieß er Peter Hacks? Peter wer? Lange Zeit war der Schriftsteller auf deutschen Bühnen allgegenwärtig, vor allem mit seinem Dauerbrenner „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“. Aus München einst in die DDR gezogen, konnten weder Stasi noch Westpresse ihn richtig einordnen. War der eigenwillige Hacks am Ende ein Oppositioneller − oder doch ein hundertprozentiger Verteidiger des ostdeutschen Staates über dessen Ende hinaus, wie es schien? Auf jeden Fall bildete Hacks seine eigene Kategorie: Kein anderer schrieb nach 1945 opulente Versdramen, kein anderer bewohnte in den Sommermonaten ein burgartiges Anwesen bei Berlin, kein anderer hatte in der DDR Hausangestellte. Auch seine Arbeitsgruppen an der Akademie der Künste der DDR, in denen er gelehrigen Schülern die Kunst des Dramas beibrachte, seine erotischen Gedichte und seine extrem polemischen, aber immer unterhaltsamen Essays weisen ihn als einen Dichterfürsten aus, einen sozialistischen Goethe, der bemüht war, eine klassische Literatur der DDR herauszubilden.

 

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Peter Hacks: Ist denn die Kunst wirklich nur dazu da, die verdammten albernen, vorübergehenden Peinlichkeiten einer Zeit vorzuführen oder ist sie nicht vielleicht dazu da, ausgehend von dem Material, das die Zeit anbietet, Lösungen zu finden und die Möglichkeiten einer Zeit zu untersuchen im Hinblick auf die Möglichkeiten, die die Menschheit als solche hat?

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„Es ist vorbei. Meine Liebe ist vorbei. Tod – macht mich vom Kummer frei!“

Vorabdruck. Hilfe beim sozialistischen Aufbau – in den 1950er Jahren trat der Dramatiker Peter Hacks für ein revolutionäres Theater in der DDR ein (Teil I) – Von Ronald Weber

Am kommenden Samstag erscheint Ronald Webers Biographie »Peter Hacks – Leben und Werk« im Berliner Eulenspiegel-Verlag. Wir dokumentieren im folgenden das leicht bearbeitete und gekürzte Kapitel »Klassenkampf im Parkett – das didaktische Theater«.

»Einige Gemeinplätze über das Stückeschreiben« (1956) ist die erste kunsttheoretische Äußerung des jungen Dramatikers, die breit wahrgenommen wird. – jungewelt.de

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