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Posts Tagged ‘Paul Fehm’

Gerne öffne ich die Pforten meines Textmuseums: einen virtuellen Ort, welchen ich mit Musse pflege und hin und wieder öffne für all jene, die die Kunst des konzentrierten Lesens und Verstehens noch beherrschen.

Wir sind die Nacht. Wir bringen Düsternis und Trunkenheit, Katzenkämpfe, Schlaf und Schlaflosigkeit, Sex und Sterbefälle. Wer in aller Ruhe sterben möchte, ohne zu viel Trara und Drama, macht das vornehmlich in uns, der Nacht, während die angehenden Hinterbliebenen schlafen.

GERDA BLEES: WIR SIND DAS LICHT. ZSOLNAY, 2022.

006 Paul Fehm findet sich hier: https://mostindien.org/2022/04/12/textmuseum-inv-nr-006/

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Es gibt vielleicht keine Dichter in Heidelberg, aber es gibt doch C., denke ich manchmal, wenn ich eilig den Marktplatz überquere, wo sie im himmelblauen Kleid Kaffee trinkt. Sie spricht nicht; ob sie nun von Geburt an stumm ist oder das Reden nur, wann und aus welchen Gründen, aufgegeben hat, ist niemandem bekannt, und vielleicht […]

Stadt. — Paul Fehm

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[…] Vielleicht war das Leben auch nur eine Pause, die man überbrücken musste. Harter Tag?, fragte sie an der nächsten Haltestelle. Er antwortete: Weicher Tag, widerlich weicher Tag, wie Teig, geschmolzene Butter, ranzig, unbrauchbar, ein nervöser Tag, schmierige Stunden, wacklige Knie. Nichts gearbeitet, nicht einen klaren Gedanken gefasst, kein gerader Satz, nichts. Die Aufregung hat […]

über Vom Zuhören (2). — Paul Fehm

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