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Posts Tagged ‘Ovid’

Wer auf die Suche nach dem eigenen „Selbst“ geht, um hier seiner Ganzheit, seiner Einmaligkeit, Größe, Schönheit ansichtig zu werden, schaut in den Spiegel. Der Blick des anderen nämlich schlägt immer ein Loch in den eigenen Horizont. Er bleibt unbeherrschbar. Er unterbricht, er setzt das „Ich“ aus und öffnet es dem Spiel des Begehrens. Ihm zu entgehen, ist das Geheimnis des narzißtischen Sehens, das dazu verurteilt bleibt, sich in die Leere des „Selbst“ zu verlieren…

http://agoradio.de/-sendungen/2018-2/2018-2-9.html

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Der Mensch ist äußert wandlungsfähig. Die Diät- und Fitnessindustrie weiß davon zu berichten: Vorher Bierbauch, hängende Schultern, schlaffer Hintern – nachher Sixpack, muskulöses Kreuz, straffer Po. – Von Rolf Cantzen

Chirurgen nehmen sich krummer Nasen und Hängebrüsten an. Psychotherapeuten versprechen, zaghaft-melancholische Gemüter leistungsfähiger zu machen. Der Mensch scheint durchaus in der Lage zu sein, sich grundsätzlich zu ändern. Wissenschaftler und Schriftsteller träumten gar von der Integration tierischer Anteile ins Menschliche oder aber von der kompletten Transformation. Bereits der römische Dichter Ovid legte nahe, dass das ganze Universum ständigen Metamorphosen unterliegt, konzentrierte sich dann aber auf das Wesentliche: „Von Gestalten zu künden, die in neue Körper verwandelt wurden.“

Freistil – Sonntag 12. März im Deutschlandfunk – Ab 20.05 – 21.00 Uhr

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