Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘ORF’

1920 ist Milena Jesenská 24 Jahre alt und hat in ihrer Heimatstadt Prag bereits einiges Aufsehen erregt: auch, weil sie mit 19 gegen den erbitterten Widerstand ihres nationalistisch-antisemitsch eingestellten Professoren-Vaters den etwas verbummelten jüdischen Literaten Ernst Polak heiratete. Sie schreibt für tschechische Zeitungen und übersetzt, unter anderem Erzählungen eines deutschsprachigen Prager Autors namens Franz Kafka. Die beiden kennen sich aus der Prager Literaturszene, und sie haben über Übersetzungs- und Literaturfragen auch schon korrespondiert, als sich der Briefwechsel-Dialog in jenem Jahr 1920 derart intensiviert, dass Milena den dreizehn Jahre älteren, von ihr bewunderten Autor überreden kann, sich auf der Rückfahrt von einer Kur in Meran in Wien mit ihr zu treffen. Es wird eine überwältigende Begegnung, für beide. Ein Paar werden sie trotzdem nicht. 

https://archive.org/details/feuer-an-blosser-haut

Read Full Post »

Diktatoren, eine auswechselbare Guillotine ohne Gesetz und Gericht, eine Nationalmaschine, die den gesamten Vorrat eines Landes an Lustmördern, Volksbetrügern, Scharlatanen, Chiliasten (die auf Gottes Wiederkehr warten, hier), Schwärmern, Narren, Hochstaplern und psychopathischen Taschendieben, das ganze lichtscheue Gesindel eines Volkes auf alle Regierungssessel und hinter die Beamtentische setzt.“

Schule der Diktatoren: „… das deutsche Beispiel, dass sich der Mensch, unter Beibehaltung seiner fotografischen Ähnlichkeit, bis zur Unkenntlichkeit verunstalten lässt. Dressierte Hunde, auf den Hinterbeinen hüpfend und in Puppenkleidern, wirken abscheulich genug,- aber der dressierte, seine Würde und Gewissen apportierende, der als Mensch verkleidete Mensch ist der schrecklichste Anblick.“

https://archive.org/details/die-schule-der-diktatoren

E.K. Hat das Personal moderner Diktaturen begriffen. Sie morden mit geringerer Emotion, als sie rülpsen. (schreibt wer?) –

Read Full Post »

In gesellschaftlicher Hinsicht ist Mrs. Arbuthnot für die Londoner High Society eine »Frau ohne Bedeutung«. Doch sie hat den wachen Verstand derer, denen im Leben nichts geschenkt wurde, und wo das Lebensglück ihres Sohnes auf dem Spiel steht, nimmt sie unerschrocken den Kampf auch gegen jene auf, die sich für bedeutender halten. Am Ende kann sie über ihren Widersacher, den ebenso mondänen wie dünkelhaften Lord Illingworth, jene in ihrer Beiläufigkeit vernichtende Bemerkung machen, die ihn und seinesgleichen ein für allemal erledigt. »War denn jemand da?« – »Ach, niemand«, sagt Mrs. Arbuthnot, »… niemand von Bedeutung …«

Read Full Post »

„… aus all diesen Dingen entnehme ich, dass sich nicht einmal der Anfang meines Lebens verifizieren lässt.“ Dieser Anfang war am 26. September 1944, um 6, um 10, um 13, um 17 Uhr oder um Mitternacht. Jedenfalls wird Peter Turrini heuer 75 Jahre alt. Die komische Katastrophe, als die er sein Leben sieht, nahm ihren Anfang im kärntnerischen Maria Saal, wo er sich, als etwas rundliches Kind eines italienischen Einwanderers, stets von der Dorfjugend ausgeschlossen fühlte. Er begann, sich seine eigene Welt auszudenken und diese Ausdenkungen haben uns bis heute über 40 Bühnenstücke beschert, Essays, Gedichtbände, Reden, Kinderbücher …

Read Full Post »

Zu seinem 60. Geburtstag gesendet (ORF Artgenossen, 1997).  Text und Bühne

Read Full Post »

„Der unüberhörbare moralische Appell einer ganzen Generation wurde heute von den Mächtigen der Welt ignoriert. Eine lebenswerte Zukunft für uns alle wurde zur Verhandlungsmasse zwischen Konzerninteressen und politischen Machtfantasien alter, weißer Männer degradiert.“

https://orf.at/stories/3147708/?fbclid=IwAR1Noj916kkQwc2vxtbvzLlivq1gSMHm00J-tVN4wbHh-rdY290lBldOLWQ

Read Full Post »

Heute Abend lassen sich Michael Niavarani, Stermann und Grissemann von John Cleese die Show stehlen. Ein Blick des fast 80-jährigen Briten und Ex-„Monty Python„-Mitglied genügt, um selbst Stermann die Lachtränen ins Gesicht zu treiben. Ein absolutes Highlight der 12-jährigen Geschichte von Willkommen Österreich steht bevor. 

Read Full Post »

Der Tiroler Blogger Markus Wilhelm hat den renommierten und hoch dotierten Claus-Gatterer-Preis zuerkannt bekommen. Für seine Veröffentlichungen zu den Fällen sexueller Übergriffe gegen Künstlerinnen in Erl ist Wilhelm mit Klagen eingedeckt worden – von Festspielpräsident Hans Peter Haselsteiner und Dirigent Gustav Kuhn, gegen den sich die Vorwürfe richten. Eine späte Anerkennung. Allein, Wilhelm nahm sie nicht an. Mit einer bemerkenswerten Begründung und einem ebenso bemerkenswerten weiteren Verlauf der Geschichte.

Mit seinem Blog „dietiwag.org“ ist er der Stachel im Fleisch der Mächtigen in Tirol.

https://oe1.orf.at/artikel/662340/Der-Preis-der-Geradlinigkeit

http://www.dietiwag.org/index.php?id=5810

Read Full Post »

Kottan – ein Kieberer aus Wien

 

Read Full Post »

Older Posts »